13.02.2006 MSV erhielt Ausbildungszertifikat
  Hellmich: „Sind uns der Verantwortung bewusst“
Am Montagmorgen überreichte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, dem MSV Duisburg und dem Stadtsportbund das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit in der MSV-Arena. Die Ehrung erfolgte aufgrund des besonderen Einsatzes bei der Ausbildung von Jugendlichen.
Die Verleihung des Zertifikats mit der Aufschrift „Wir bringen den Ball ins Rollen. Wir bilden aus!“ ist Teil der Ausbildungskampagne der Bundesagentur für Arbeit und wird in diesem Jahr vom Deutschen Fußballbund unterstützt. Sie soll Jugendliche veranlassen, sich mit neuen und bislang unbekannten Berufsbildern auseinander zu setzen.
Die Finanzierung der Ausbildungskosten wird dabei nicht allein von den Sportvereinen getragen, sondern mehrere Duisburger Unternehmen und die Agentur für Arbeit Duisburg unterstützen das Projekt im Rahmen eines Public-Private-Partnership Modells.
Nachdem der MSV im letzten Jahr durch die IHK Duisburg die Ausbildungsberechtigung erhalten hat, wird im Fanshop des Vereins eine Einzelhandelskauffrau ausgebildet.
Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit: „Es ist bemerkenswert, dass eine Initiative der Agentur für Arbeit Duisburg im Zusammenwirken mit kreativen Partnern zu diesen zusätzlichen Ausbildungsplätzen geführt hat. Hier hat man sich das Zertifikat wirklich verdient.“
MSV-Chef Walter Hellmich: „Neben dem sportlichen Erfolg ist es für uns besonders wichtig, auch die Organisationsstruktur des Vereins zu verbessern. Dabei sind wir uns der sozialen Verantwortung stets bewusst und investieren deshalb auch konsequent in qualitative Ausbildung junger Leute.“
Norbert Maul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg: „Als MSV-Fan liegt mir natürlich der sportliche Erfolg besonders am Herzen. Als Agenturchef freue ich mich über Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die beim MSV und Stadtsportbund Duisburg entstanden sind. Mit der Verleihung des Zertifikats bedanke ich mich beim MSV und dem Stadtsportbund für dieses Engagement.“

Pressestelle des MSV Duisburg
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23.03.2005 Hellmich: Man muss Leute für sich gewinnen
  Dorsten / Duisburg. Er ist ein Self-Made-Man, der Karriere im Ruhrgebiet gemacht hat. Wir sprachen mit Walter Hellmich, Geschäftsführer einer Baufirma, langjähriger Sportsponsor und aktueller Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg.
Zeus: Wann sind sie in den elterlichen Betrieb in Hamborn eingestiegen?
Hellmich: Ich bin im Frühjahr 1968 eingestiegen.
Zeus: Wann sind Sie beim MSV eingestiegen und warum?
Hellmich: Ich kann mir ja nicht jeden Verein aussuchen. Erstmal ist der MSV das Aushängeschild für diese Stadt. Das hat sich einfach so ergeben. Wir wollten die Arena bauen, dadurch hatte ich einen Kontakt zu dem Verein. Und dann ging es dem Verein ja nicht so gut, da hat man einfach gesagt, wir trauen dem Hellmich zu, diesen Verein zu sanieren, die Arena zu bauen und eventuell wieder in die 1. Liga aufzusteigen.
Zeus: Sie sind mit dem Tennisclub die Nummer 1 in Deutschland geworden. Beabsichtigen sie dies auch mittelfristig mit dem MSV Duisburg?
Hellmich: Das ist natürlich ein ziemlich hohes Ziel, aber wenn man in die 1. Liga kommt, dann will man auch vorne mit dabei sein, aber das ist natürlich sehr, sehr schwer und hängt auch viel mit Geld zusammen.
Zeus: Ist es eigentlich förderlich für sie und Ihr Firmenimperium, wenn Sie mit "Lichtgestalten" der 1. Liga wie zum Beispiel Franz Beckenbauer zusammenkommen?
Hellmich: Das ist schon interessant, aber es ist nichts Außergewöhnliches für mich, mit Persönlichkeiten zusammen zu kommen.
Zeus: Sie haben aus der alten "Räuberhöhle Wedau-Stadion" mit der neuen MSV-Arena ein Schmuckkästchen in einer sehr kurzen Bauzeit errichtet. Wieso haben sie das geschafft und nicht einer ihrer Vorgänger?
Hellmich: Das ist eine gute Frage. Vielleicht hatten die nicht das Durchsetzungsvermögen und die Vorstellungskraft. Es ist natürlich auch schwierig, so etwas auf die Beine zu bekommen. Es ist jetzt nicht so, dass das jeder kann. Man muss auch Kapital zusammen bekommen, man muss Leute für sich gewinnen, man muss sich Freunde schaffen - das ist nicht jedem Menschen gegeben, andere Leute für die Sache zu begeistern.
Zeus: Zum Heimspiel gegen 1860 München kamen nur 14 000 Zuschauer. Wie wollen sie es schaffen, dass die Zuschauerresonanz noch größer wird?
Hellmich: Nur über langfristigen Erfolg. Über harte Arbeit kann man die Leute an sich binden. Gut, der Gegner war vielleicht nicht so attraktiv, das war ein Montagsspiel, das war ein Livespiel, aber ich hab´ den MSV noch nicht da, wo ich ihn hinhaben will. Das geht nur über Leistung - ich habe angefangen vor zwei Jahren, da kamen so mal vier- oder fünftausend. Wenn jetzt schon an unterer Stelle 13 000 kommen, dann ist das natürlich ein gewisser Vorteil, aber es ist nichts Tolles.
Zeus: Zurzeit sieht es so aus, dass der MSV Duisburg den Aufstieg in die 1. Liga schaffen kann. Besitzt der Verein die finanziellen Mittel, um sich eventuell personell zu verstärken?
Hellmich: Ja, wir haben natürlich ganz andere Fernseheinnahmen, wir haben wesentlich mehr Publikum, mehr Fans kommen ins Stadion, das macht auch viel aus. Und ich hoffe einfach, dass wir dann auch mehr Sponsoren bekommen, um über mehr Einnahmen auch eine teurere Mannschaft zu finanzieren.

René Derwing, Felix Ahr, Jonas Borngräber, Daniel Bremer Gymnasium Petrinum, Dorsten, Klasse 8f : WAZ, Zeus-Interview
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11.03.2005 "Zum Erfolg verdammt"
  Hellmich will in der ersten Bundesliga schneller Schulden abbauen.
Auf den Scherz, dass der Test des MSV Duisburg am Gründonnerstag gegen Erstligist Borussia Dortmund ein Benefiz-Spiel für die Westfalen ist, ging MSV-Chef Walter Hellmich gestern mit etwas Verspätung mit einem Schmunzeln ein. "Nein, das schaffen selbst wir nicht. Das ist eine Nummer zu groß", so Hellmich. Freilich auch beim MSV ist in diesen Tagen Geld ein Thema - und das nicht nur, weil nun bekannt wurde, dass die MSV-Arena acht Millionen Euro teurer geworden ist als ürsprünglich geplant. Am Dienstag wird der MSV bei der DFL in Frankfurt seine Unterlagen für die Lizenzierung einreichen. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", geht Hellmich davon aus, dass der MSV die Lizenz für die nächste Saison mit Auflagen erhalten wird.
Die DFL wird dem MSV zur Auflage machen, dass der Klub sich nicht neu verschulden darf. Das war auch in den letzten Jahren schon so. Nach Walter Hellmichs Angaben belaufen sich die Verbindlichkeiten zurzeit auf 2,8 Millionen Euro.
Der MSV-Chef sieht sich auf einem guten Weg. Bei seinem Amtsantritt vor gut zweieinhalb Jahren war der MSV, so Hellmich, mit weit über sieben Millionen Euro verschuldet. "Zum 31. Dezember 2004 konnten wir einen positives Ergebnis erzielen. Und das werden wir auch zum 30. Juni 2005 schaffen", kündigte der Vorstandsvorsitzende gestern an. Hellmich setzt darauf, dass der Verein in der ersten Liga die Schulden schneller abbauen kann als bisher. Er machte deutlich, dass der MSV langfristig nicht als Zweitligist bestehen kann: "Wir sind zum Erfolg verdammt."
Greuther Fürth soll dabei nach dem Urteil des DFB-Sportgerichts nicht dazwischenfunken. Hellmich: "Die sollen sich auf den grünen Rasen konzentrieren." Fürth kündigte aber nochmals an, in Berufung zu gehen."(D. R.)

NRZ online
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21.02.2005 Die Arena erstrahlte
  DIE PROMIS FEIERTEN / MSV-Chef Walter Hellmich freut sich über die letzten Gelder. Damit ist die Finanzierungslücke geschlossen.

Vor zwei Tagen war der Business-Bereich in der neuen Sparkassen-Tribüne noch eine Baustelle, doch gestern war alles rechtzeitig fertig. Der Parkettboden blitzte, die italienischen Designer-Stühle standen an ihrem richtigen Platz. Das Bild des " Leuchtturm-Projektes" passte: Die MSV-Arena erstrahlte gestern mit den neuen Lichtern hinter der Glasfassade der Hauptribüne. Und MSV-Chef Walter Hellmich tischte den vielen Ehrengästen und Prominenten gestern noch ein Schmankerl auf. "Die letzte Finanzierungslücke ist geschlossen", verkündete der 60-Jährige stolz. Rund 1,7 Millionen Euro fehlten zuletzt noch im Etat für den Stadionbau.

Auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland feierte mit. "Das ist eines der schönsten Stadien Deutschlands", so der OB, der dann gleich Werbung in eigener Sache machte: "Wie Walter Hellmich den MSV wachgeküsst hat, wollen wir nun die Stadt wachküssen."

Viele Promis waren gestern da, einige hatten auch nur ein berufliches Interesse. Benno Möhlmann, Trainer des nächsten MSV-Gegner Greuther Fürth, interessierte sich mehr für den Sport als für das Büffett - da gab´sangesichts langer Schlangen phasenweise nur mit grenzenloser Geduld ein Durchkommen.

Sieger gab es schon vor dem Spiel: Der MSV und VfL Bochum überreichten den Erlös aus dem Benefizspiel zugunsten der Flutopfer an die Kindernothilfe: 55 000 Euro.

NRZ,
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09.02.2005 Feier zum Aufstieg ist perfekt
  Nicht lange fackeln will Oberbürgermeister Adolf Sauerland, wenn es um den MSV Duisburg geht. Dass der derzeitige Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga die laufende Saison als Aufsteiger ins Fußball-Oberhaus beenden wird, steht für den ersten Duisburger Bürger fest. So fest, dass Sauerland bereits die Organisation für die Aufstiegsfeier zum Saisonende weit voran getrieben hat. "Das Bier kommt von Köpi, antialkoholische Getränke von Hövelmann", so der Oberbürgermeister. Außerdem hat er schon jetzt den Rathaus-Vorplatz und den -Parkplatz geblockt. Für all diejenigen, die mit dem MSV Duisburg feiern wollen. Zusätzlich plant Sauerland einen standesgemäßen Empfang des Teams auf dem Balkon des Rathauses. "Wenn Sie das schreiben", so der OB zur NRZ, "wird der Walter sich zwar ärgern. Aber das macht nichts".

Mag sein, dass der MSV-Präsident Walter Hellmich nicht mit der frühzeitigen Planung des OB einverstanden ist. Doch er selbst liebäugelt ganz optimistisch mit dem 25. Spieltag. Nach Hellmich soll dann in Unterhaching der Aufstieg perfekt gemacht werden.

NRZ / (zak)
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08.02.2005 Keine Angst
  MSV / Keeper Georg Koch ging nach den Drohanrufen gestern erneut an die Öffentlichkeit. Präsident Hellmich kritisiert DFB.

Am Samstag feierten ein paar Spieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg Karneval in Köln. Mit dabei: Keeper Georg Koch. Das ist in diesen Tagen keine Selbstverständlichkeit, weil Koch in der vorigen Woche ernstzunehmende Drohanrufe erhielt. "Ich habe alles, was wir uns in der Mannschaft vorgenommen hatten, mitgemacht und durchgezogen", erklärte Koch, "ich wollte zeigen, dass ich keine Angst habe." Gestern erzählte Koch vor einem Großaufgebot von Fernseh-Kameras noch einmal die Geschichte vom Bestechungsversuch und den Drohanrufen - auch zum Selbstschutz. Dass ihm die Solidarität des MSV gehört, ist keine Frage. Clubchef Walter Hellmich ist auf den DFB nicht gut zu sprechen: Der Verband, so Hellmichs Vorwurf, habe den gesamten Wettskandal mit all seinen Begleit-erscheinungen viel zu lange viel zu lax genommen.

Inzwischen ist der MSV vom Skandal vierfach betroffen: Das Pokalspiel Paderborn gegen HSV hat Auswirkungen, weil Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert hat und der MSV bei normalem Verlauf in Runde zwei nicht auf Paderborn getroffen wäre. Wie das Problem zu lösen ist? Keiner weiß es.

"Großartige Zivilcourage"

Es folgen die beiden Punktspiele gegen Fürth und in Karlsruhe. In beiden Fällen beharrt der Verein darauf, dass die Ergebnisse von 1:0 und 3:0 für Duisburg ihren Bestand behalten, da aus Sicht des MSV keine Beweise für eine Manipulation vorliegen.

Und viertens gibt es den Fall Georg Koch. Der Keeper wiederholte gestern vor großem Journalisten-Aufgebot, dass er noch in Cottbuser Diensten einen Anruf bekam, in dem ihm ein Mann, der sich "Steffen Karl" nannte, vorschlug, für 20 000 Euro zwei Bälle reinzulassen. Er wiederholte, dass er nicht sagen könne, ob es sich tatsächlich um den Ex-Dortmunder handelt, dass er abgelehnt, nicht gespielt und die Sache schnell vergessen habe: "Ich dachte, da will mich einer verarschen." Im Zuge des Hoyzer-Skandals erinnerte sich Koch und informierte nach dem MSV-Spiel in Saarbrücken den DFB. Der reagierte bis gestern überhaupt nicht, statt dessen erhielt Koch am Donnerstag die beiden bekannten Drohanrufe: Er solle schweigen, sonst passiere ihm etwas.

Georg Koch hat geredet und steht DFB und Berliner Staatsanwaltschaft zur Verfügung, auch wenn er nicht weiß, wer die Anrufer waren. "Großartige Zivilcourage", bescheinigt MSV-Präsident Walter Hellmich seinem Keeper, der an die Öffentlichkeit gegangen ist, um seine Familie, sein Umfeld und sich zu schützen. Dass der DFB bisher nicht reagiert hat, bringt Hellmich zurecht auf die Palme: "Spieler wie Georg Koch müssen geschützt werden. Der Verband hat den ganzen Skandal viel zu lange sträflich unterschätzt."

Koch selbst lässt sich von Hellmichs Schwiegersohn Thomas Blatt juristisch vertreten und möchte die ganze Sache so schnell wie möglich hinter sich lassen: "Sonntag spielen wir in Essen, und ich hoffe, dass wir dann alle wieder Spaß am Fußball haben werden."


NRZ / KLAUS WILLE
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26.01.2005 Bewerbertraining für Schulabgänger in der Arena
  Pressekonferenz am Donnerstag gibt Auskunft.
Der MSV Duisburg plant gemeinsam mit der Europäischen DienstleistungsAkademie (EDA), Hellmich-Marketing und Economy Service ein Bewerbertraining für Schulabgänger (16-25 Jahre). In den Incentive Logen der MSV-Arena sollen Schulabgänger gezielt auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet werden. Der MSV richtet dieses Angebot auch an seine Fans. Zu diesem Anlass lädt der MSV zu einer Pressekonferenz am Donnerstag, 27.Januar um 12.30 Uhr in die Incentive Loge der MSV-Arena ein.

MSV-Verteidiger Alexander Meyer (21) wird auf dieser Pressekonferenz ebenfalls zu Gast sein. Meyer schloss selbst eine Ausbildung während seiner Zeit als Jugendspieler ab und kann von seinen Erfahrungen berichten.

C.W. (Originaltext: Tobias Günther, MSV Pressestelle)
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25.01.2005 "Die Fürther fischen im Trüben"
  MSV / Die Franken haben Protest gegen die 0: 1-Niederlage in Duisburg eingelegt, weil der Schiedsrichter Robert Hoyzer hieß.

Es gibt Vereine, die mögen sich. Und Vereine, die sind sich nicht grün. Aus dem MSV Duisburg und Greuther Fürth werden wahrscheinlich keine Freunde mehr. Gestern legte Fürth beim Deutschen Fußball-Bund gegen die Wertung des Hinrundenspiels in Duisburg offiziell Protest ein. Der Hintergrund ist nur zu bekannt: Beim 1: 0-Sieg des MSV am 26. September 2004 hieß der Schiedsrichter Robert Hoyzer. Weil Hoyzer im Verdacht steht, mehrere Spiele unter seiner Leitung wegen hoher Wetteinsätze verschoben zu haben, will Fürth auch die Partie beim MSV überprüfen lassen. Große Chancen werden dem Protest nicht eingeräumt, trotzdem reagierte MSV-Präsident Walter Hellmich gestern verärgert: "Fürth soll sich auf seine spielerische Qualität verlassen und nicht im Trüben fischen."

Hellmich: "Ich finde das nicht glücklich"

Die offizielle Position des MSV: gelassen abwarten. Denn weder Verein noch Mannschaft trifft der Vorwurf irgendeiner Unregelmäßigkeit, übrigens auch nicht aus Fürth. Zudem ist in Zusammenhang mit Hoyzers möglichen Manipulationen von der Partie Duisburg gegen Fürth noch nie die Rede gewesen. Trotzdem legten die Franken gestern Protest beim DFB ein: "Der Verband spricht in Zusammenhang mit Herrn Hoyzer von Betrug und schließt Neuansetzungen der Punktspiele nicht aus. Im Aufstiegsrennen kann ein Punkt entscheiden, da ist es unsere Sorgfaltspflicht, auch dieses Spiel genau überprüfen zu lassen", so Fürths Geschäftsführer Wolfgang Gräf. Ausgangspunkt der Überlegungen seien zwei Entscheidungen Hoyzers gewesen. Gräf: "Unser Stürmer Sascha Rösler ist im Strafraum so gefoult worden, dass er noch zwei Tage danach Kopfschmerzen hatte, es gab keinen Elfmeter. Und beim 1:0 des MSV hat Peter van Houdt den Ball mit der Hand mitgenommen. Herr Hoyzer stand in bester Position direkt daneben und hat nicht reagiert. Uns kam das damals schon sehr merkwürdig vor."

Während der DFB gestern offiziell jeden Kommentar ablehnte, kann MSV-Präsident Walter Hellmich die Argumentation der Fürther nicht nachvollziehen: "Ich finde das nicht besonders glücklich. Fürth will sich im Zuge eines eventuellen Skandals Vorteile verschaffen. Die sollen mal an das Spiel im Vorjahr denken. Da könnte man ja jede zweite Partie wiederholen lassen." Im Dezember 2003 spielte der MSV 3:3 in Fürth, das 2:2 für die Gastgeber erzielte Petr Ruman mit der Hand - Schiedsrichter Raquet erkannte das Tor an.

Übrigens: Schon in vier Wochen, am 28. Februar, tritt der MSV zum Rückspiel bei Greuther Fürth an.

NRZ / Sport / Klaus Wille
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19.01.2005 Brust frei für den neuen Sponsor
  Walter Hellmich macht die Brust frei für den neuen Trikotsponsor des MSV Duisburg. Ab sofort ziert "iceline" das Trikot der "Zebras", das mittelständische Unternehmen wurde gestern in der Arena präsentiert.

Es war einer jener Tage, die MSV-Big Boss Hellmich liebt. Zwar trist und grau das Wetter, aber himmlisch die Botschaft. "Das ist ein guter Tag für den MSV. Wir machen einen großen Schritt nach vorn, und das freut mich sehr." Bis 2007 einigte man sich mit der Firma Iceline GmbH, Mitglied der TMF-Unternehmensgruppe Karlsruhe, auf eine Zusammenarbeit. "Wir sind aber zuversichtlich, dass wir über 2007 hinaus Partner sein werden", verkündete MSV-Marketing-Chef Marc Hellmich.

Alle auf Linie also. Der Hersteller hochwertiger Tiefkühlprodukte wirbt mit seinem Logo auf dem "Zebra"-Trikot, wird sich auf Banden- und Außenwerbung präsentieren und wird gleichzeitig das Catering und Buffet im VIP-Bereich der MSV-Arena übernehmen. "Guter Sport und gutes Essen, das passt nach unserer Überzeugung bestens zusammen", erklärte Diethelm Tacke, geschäftsführender Gesellschafter der Iceline GmbH, die ihre Produkte in 28 Ländern vertreibt. Seit Januar ist das Unternehmen auch in Duisburg ansässig, hat die Großküche Gourmetmenü in Rheinhausen übernommen (s. Bericht im Lokalteil), die künftig das Buffet für die MSV-VIPs herrichten wird.

Ziel der neuen Partner ist die erste Liga, in jeder Hinsicht und möglichst bald. Über monetäre Zuwendungen spricht man an solchen Tagen allenfalls beiläufig, aber die Rede ist von 1,5 Mio. Euro jährlich, wenn der MSV aufsteigt. "Unsere Vereinbarungen sind fair und redlich", betont Hellmich. "Und sie sind auch in der ersten Liga an Leistungen und Platzierungen gekoppelt." Für Diethelm Tacke, der erklärtermaßen aus einer sportlichen Familie kommt und selbst Hockeyspieler war, steht fest: "Wir sind überzeugt, mit einem solch gut geführten und erfolgreichen Club in einer außergewöhnlichen Arena das gemeinsame Ziel Aufstieg in die jeweilige Spitzenliga zu erreichen."

Als Vermittler zwischen MSV und dem neuen Sponsor bewährte sich "Sportfive", vertreten durch seinen Vizepräsidenten der Gruppe Fußball, Philipp Hasenbein. Iceline war bis dato als Sponsor bei Basketball-Bundesligisten aufgetreten (u.a. BG Karlsruhe, Alba Berlin) und fand über Kontakte mit Sportfive Geschmack am Fußball. "Herbstmeister, ein neues Stadion und ein Zuschauerschnitt von über 16000 - das spricht für sich. Das ist auch ein besonderer Tag für Sportfive", schmunzelte Hasenbein.

Alle in einem Boot, so wie es sich Walter Hellmich wünscht. "Erfolgreiche Unternehmen und ein erfolgreicher Verein, das ist eine gute Sache, die etwas bringt. Wir wollen mit großen Schritten einen steilen Weg hinauf, streben große Ziele an und brauchen dafür starke Partner. Iceline ist ein solcher, wir passen zusammen."

Auch diese neue "Beziehung" brauchte den besonderen Kick. Den gab es im Dezember, als Diethelm Tacke in Begleitung seiner Ehefrau erstmals ein Spiel des MSV besuchte. Das gegen Köln nämlich, 31 000 Zuschauer in der Arena, 1: 0-Sieg und Herbstmeisterschaft für den MSV. "Ich glaube, das gibt was", flüsterte Tacke nachher seiner Frau zu. Nun wird er häufiger kommen. Die "Zebras" haben ihn bewegt.

WAZ / Sport / Klaus Offergeld
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19.01.2005 Nachschlag beim Aufstieg
  MSV / Der neue Trikotsponsor Iceline zahlt bis 2007 750 000 Euro pro Zweitliga-Saison und verpflegt die VIP-Gäste.

Seit Weihnachten sind die Trikots des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg weitgehend vergriffen. Vereinschef Walter Hellmich lag gestern mit seiner scherzhaften Anmerkung gar nicht so falsch: "Die Trikots haben bald Seltenheitswert." Ab sofort steht nicht mehr "Hellmich", sondern "Iceline" auf den Shirts der Zebras. Gestern stellte der MSV seinen neuen Trikotsponsor vor. Bis 2007 wirbt der Klub für den Hersteller von Fertigkost und Tiefkühl-Gerichten - von Gyros, über Kebab bis Paella. Die Iceline GmbH ist eine Tochtergesellschaft der in Karlsruhe ansässigen " TMF-Unternehmensgruppe". Der MSV erhält pro Saison 750 000 Euro - in der zweiten Liga. Im Falle eines Aufstiegs tischt Iceline noch eine dicke Portion mehr auf.

Sponsoring im Basketball
"Das ist ein guter Tag für den MSV", sagte gestern Walter Hellmich. Gut zwei Jahre lang hatte der Bauunternehmer - "übergangsweise" - die Trikotwerbung übernommen. Die Suche nach einem externen Geldgeber war schwierig - auch weil der MSV in der zweiten Liga weitgehend nur Magerkost bot.

Mit dem Erfolg weckten die Zebras nun das Interesse der Karlsruher Unternehmensgruppe. Die Iceline GmbH, die jährlich zehn Millionen dänische Schweineschultern zerkleinert, unterstützt bereits sechs Basketball-Bundesligisten. Der Kontakt zum MSV entstand im Dezember. Diet-helm Tacke, geschäftsführender Iceline-Gesellschafter, sah den Zebra-Sieg über den 1. FC Köln. "Auf der Heimfahrt war ich mir schon sicher, dass das eine gute Zusammenarbeitwird", sagte Tacke gestern. Die Hellmich-Unternehmensgruppe bleibt nach dem Rückzug aus der Trikotwerbung dennoch Großsponsor des MSV.

Neue Trikots ab März im Handel
Die TMF ist in Duisburg nun doppelt aufgestellt, erst vor wenigen Tagen übernahm die Unternehmensgruppe eine Großküche in Rheinhausen. Von dort aus versorgt der neue Sponsor mit seiner Schwesterfirma "Gourmetmenü Duisburg" künftig auch den MSV. Iceline ist schon am Sonntag beim Rückrundenauftakt gegen Dynamo Dresden nicht nur auf den Trikots vertreten, sondern liefert auch das Buffet für den VIP-Bereich.

Fans, die ein MSV-Trikot mit neuem Schriftzug tragen wollen, müssen sich noch gedulden. Ausrüster Uhlsport kann frühestens Anfang März liefern. Bis dahin haben auch die Iceline-Hemden Seltenheitswert.

NRZ /Sport / DIRK RETZLAFF
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18.01.2005 Neuer Trikotsponsor
  MSV / Die Zebras gehen mit anderer Werbung auf der Brust in die Rückrunde.

Seit Monaten hat sich Walter Hellmich, Präsident des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, um einen neuen Trikotsponsor bemüht.

Heute ist es soweit: Der MSV stellt einen neuen Werbepartner vor. Nach Informationen der NRZ soll das Unternehmen "Iceline GmbH" künftig auf den Trikots werben.

Iceline stellt tiefgekühlte Fertiggerichte, Fleischprodukte und Backwaren her. Firmensitz ist Heppenheim. Der Lebensmittelproduzent löst damit Walter Hellmich ab, der bisher mit seiner Unternehmensgruppe die Trikotwerbung bestritten hatte.

NRZ / Sport
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17.01.2005 "Es gibt für uns keine Grenzen"
  FUSSBALL / Präsident Walter Hellmich will mit dem MSV Duisburg in drei Jahren im oberen Drittel der Bundesliga stehen.

DUISBURG. Walter Hellmich trägt am Sakko eine Anstecknadel: Sie zeigt ein MSV-Trikot, auf dem der Name Hellmich steht. Schließlich ist der Bauunternehmer nicht nur Präsident des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, sondern auch Trikotsponsor. Doch heute muss Hellmich die Anstecknadel austauschen, da der Klub einen neuen Trikotsponsor präsentiert, der 750 000 Euro pro Jahr zahlt. Aber noch lieber spricht Hellmich über die neue Arena. Er führt durch die fast fertige Haupttribüne, zeigt das Entmüdungsbecken für die Spieler, erklärt, wo die Teppiche in den Logen liegen werden und schwärmt: "Ein tolles Stadion."

NRZ: Und ab wann wird das Stadion den Namen Hellmich-Arena tragen?

Walter Hellmich: Niemals, das brauche ich nicht. Wir wollen den Namen vermarkten.

NRZ: Wieviel muss man für die Namens-Rechte bezahlen?

Hellmich: Habe ich gar nicht im Kopf, da muss ich nachfragen. (Er ruft an.) Mindestens anderthalb Millionen Euro pro Jahr.

NRZ: Gibt´s Interessenten?

Hellmich: Wir führen Gespräche. Ich stelle mir entweder ein Weltunternehmen vor, oder ein Unternehmen mit starkem Duisburger Bezug.

NRZ: Das Stadion soll in fünf Wochen komplett fertig sein, der MSV ist Spitzenreiter, und es gibt über Sie Schlagzeilen als "König von Duisburg". Lesen Sie das gerne?

Hellmich: Nein, das ist übertrieben. Zugleich macht es mir Angst, weil mir die Verantwortung bewusst wird, die ich übernommen habe. Schließlich will ich den Verein und die Stadt nach vorne bringen.

NRZ: Beim Verein ist es so gut gelungen, dass die Fans Sie mit Sprechchören feiern.

Hellmich: In Deutschland gibt es nicht oft Sprechchöre für Präsidenten, und ich gebe zu: Es ist mir nicht unangenehm. Als Sonnenkönig gefeiert zu werden, dagegen schon.

NRZ: Kann Personenkult nicht schnell peinlich werden?

Hellmich: Nochmal: Ich will kein Sonnenkönig sein. Ich bin viel zu alt, um noch abzuheben. Aber an irgendetwas müssen die Fans doch glauben, also glauben sie an mich, denn ich will den Leuten etwas bieten.

NRZ: Und wenn Sie nicht mehr da sind, geht es beim MSV wieder bergab?

Hellmich: Ich will nicht Präsident bleiben bis ich 70 bin, aber ein paar Jahre werden es schon noch sein. Im Moment wäre es tatsächlich schlecht, wenn ich weg wäre.

NRZ: Allerdings profitieren Sie und Ihre Firma auch, etwa beim Auftrag des Stadionbaus.

Hellmich: Beide Seiten haben profitiert. Ich bin kein Samariter, das ist richtig. Aber ich bin sicher, dass der Verein unter dem Strich mehr davon hat als ich. Die Chancen für einen Stadionbau standen nämlich 95:5 gegen uns, weil es dem Verein dreckig ging.

NRZ: Gibt´s beim MSV bald Schlagzeilen über Finanzprobleme?

Hellmich: Mit Sicherheit nicht. Die Arena ist konservativ finanziert, denn man darf nicht rumhopsen wie ein Weltmeister. Wir brauchen keine Zusatzveranstaltungen wie Konzerte. Alles ist kalkuliert mit einem Zuschauerschnitt von 12 000 in der zweiten Liga.

NRZ: Zweite Liga? Wenn der MSV nicht aufsteigt, wäre die Enttäuschung in der Stadt riesig.

Hellmich: Klar, aber auch dann geht die Welt nicht unter und wir greifen wieder an.

NRZ: Und wie sieht es mit Verstärkungen aus, wenn es mit dem Aufstieg klappt?

Hellmich: Falls wir aufsteigen, müssen wir auf fünf oder sechs Positionen etwas tun. Das funktioniert nicht unbedingt nur über Geld, sondern durch Überzeugung. Das Team kostet heute 40 Prozent weniger als damals, als ich den MSV übernommen habe.

NRZ: Es fällt schwer zu glauben, dass alle beim MSV spielen, weil es in Duisburg so schön ist. Gibt´s denn wenigstens eine Aufstiegsprämie?

Hellmich: Der Aufstieg würde uns eine halbe Million Euro an Prämien kosten. Ansonsten werden wir weiter intelligent einkaufen.

NRZ: Wer ist "wir"?

Hellmich: Trainer Norbert Meier und ich.

NRZ: Meier ist der Mann Ihres absoluten Vertrauens?

Hellmich: Ja, und deshalb halte ich an ihm fest.

NRZ: Einen Manager braucht der MSV nicht?

Hellmich: Wenn wir aufsteigen, wird es bald einen Manager geben. Es ist jetzt schon ein Schlauch, aber dann wird es zuviel, ich kann nicht mehr alles selber machen. Als ich anfing, habe ich mich sogar noch um die Putzfrauen gekümmert.

NRZ: Gibt´s schon Manager-Kandidaten?

Hellmich: Angeboten werden mir viele, aber ich warte ab. Zuletzt war Thomas van Heesen von Arminia Bielefeld im Gespräch, aber er hat in Bielefeld verlängert.

NRZ: Sie kommen nicht aus dem Fußball, sondern haben beim Tennis angefangen. Haben Sie überhaupt das Fachwissen, um Fußballprofis einzuschätzen und einzukaufen?

Hellmich: Wir sind Spitzenreiter, also gibt der Erfolg mir Recht. Aber natürlich gab es auch Fehleinkäufe wie zum Beispiel der Cottbuser Vasile Miriuta. Jeder macht Fehler, und dieser hat gerade mal 30 000 bis 50 000 Euro gekostet - was soll also der Quatsch?

NRZ: Wo steht der MSV in drei Jahren?

Hellmich: Wenn wir in diesem Jahr den Aufstieg schaffen, dann haben wir uns in drei Jahren im oberen Drittel der Bundesliga etabliert.

NRZ: Auf Augenhöhe mit Bayern München?

Hellmich: Die haben einen Vorsprung von 20 Jahren, den holen wir nicht so schnell auf.

NRZ: Aber das Stadion ist ausgelegt für den Uefa-Cup?

Hellmich: Das ist das modernste Stadion überhaupt, es ist für alles ausgelegt.

NRZ: Also glauben Sie, dass für den MSV alles möglich ist?

Hellmich: Ja, es gibt für uns keine Grenzen.

NRZ / Sport
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16.01.2005 Hellmich küsste Duisburg und den MSV wach
  Das weiß-grüne Dream Team - Präsident Kurt Hilgers und Senatspräsident Dr. Edmund Baer - machte den traditionellen Senatsabend der 1. Ruhrorter KG Weiß-Grün in der Schifferbörse wieder zu einem echten Hochgenuss.

Walter Hellmich wurde als neuer Jahresehrensenator in den erlauchten Kreis aufgenommen. Die Laudatio auf den Bauunternehmer und MSV-Präsidenten hielt Dieter Steffen, Innenhafenchef und Ehrenoberst 2004. Er hob dessen Leistungen für die Stadt und den MSV hervor und enthüllte, dass Hellmichs zweiter Vorname mitnichten Georg sondern "Gas geben" lautet. Getreu seinem Motto: Einen Vorsprung hat nur der, der das anpackt, worüber die anderen noch reden. Walter Hellmich sei es gelungen, Duisburg und den MSV wachzuküssen, schwärmte Steffen. Er träumte von einer neuen Nutzung der Speditionsinsel. Mit Hellmichs Hilfe könnte hier doch ein eigener Veranstaltungsort für die Weiß-Grünen entstehen: die Tönnekes D´Ritter Arena. Ein Vorschlag, der begeisterten Applaus erhielt.

Walter Hellmich war ob Ehrung und Lobrede gerührt, nutzte die Gelegenheit, unter der "Narrenkappe" ein paar saftige Rundumschläge in Richtung Politik zu verteilen. Anspielend auf die Ratsentscheidung, jetzt doch wieder das LEG-Modell statt seinen Entwurf für den geplanten Casino-Bau zu favorisieren, zog er die bittere Bilanz: "Falschspieler setzen auf die Ehrlichkeit der Mitspieler" Trotzdem laute die Devise jetzt erst recht "nach vorne schauen.

Rund um den offiziellen Teil wurden den Gästen lauter karnevalistische Leckerbissen serviert. Die bezaubernden "Lollypops" zeigten ihren schmissigen Garde- und Showtanz und auch die Herren der Tönnekes D"Ritter Garde hatten eine tolle Choreographie einstudiert. Die "Ruhrorter Nachrichten" - abhängig, nie aktuell, aber immer in Farbe - entpuppten sich als urkomische Parodieshow. Der Bass Klaus Hermann, begleitet von Ehrensenator Bernhard Mehler am Klavier, verzauberte die Zuhörer mit Klassik. Und Kabarettist Kai Magnus Sting tauchte wort- und pointenreich in die Welt des alltäglichen Wahnsinns ein. Dieses weiß-grüne Menü hat gemundet.

WAZ / Regionalausgabe / Duisburg
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11.01.2005 Beim MSV trommeln nur die Nachbarn
  FUSSBALL / Morgendlicher Freizeit-Kurs sorgt für Lärm. Duisburg geht das Unternehmen Aufstieg mit moderaten Tönen an.

ALBUFEIRA. Laute Töne sind in diesen Tagen in Portugal nicht das Ding von MSV-Chef Walter Hellmich. Dafür sind andere verantwortlich. Im Sheraton-Hotel bei Albufeira, wo Hellmich bis heute mit einigen Sponsoren des Fußball-Zweitligisten wohnt, absolvieren rund 100 Angestellte eines Pharma-Unternehmens zurzeit ein Mitarbeiter-Training. Morgens treffen sie sich zum Trommel-Kurs. Viel Lärm in den Ohren der Duisburger.

Hellmich schlägt am Rande des Trainingslagers hingegen ungewohnt moderate Töne an: "Wir müssen auf dem Teppich bleiben, dürfen uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen."

Das Hotel Alfamar, rund drei Kilometer vom luxuriösen Domizil des MSV-Chefs entfernt, ist schon seit Jahren das Stammquartier der Zebras im Wintertrainingslager. Vieles ist längst Routine. Nur die Voraussetzungen haben sich geändert. Ging es in den letzten Jahren immer darum, darauf hinzuarbeiten, einen Rückstand aufzuholen, überwintert der MSV nunmehr als Herbstmeister.

Das Ziel Bundesliga vor Augen wollen die Duisburger jetzt nichts falsch machen. Ein T-Shirt mit der Aufschrift "Herbstmeister" würden die rund 50 mitgereisten Fans in Portugal gerne tragen, doch so etwas gibt es nicht. "Oberhausen und Aachen haben das im letzten Jahr gemacht und sind am Ende nicht aufgestiegen", sagt MSV-Geschäftsführer Björn Bremer. Der Mann muss es wissen, er ist aufstiegserprobt. Bremer war in der letzten Saison noch beim 1.FC Nürnberg tätig.

Selbst MSV-Torjäger Aziz Ahanfouf, selten um einen flotten Spruch verlegen, gibt sich an der Algarve zurückhaltend. "Wir müssen uns in der Rückrunde steigern. Sonst schaffen wir es nicht", sagt der marokkanische Nationalspieler.

Der Stürmer, der mit einer Zehverletzung ins Trainingslager anreiste und um seinen Platz in der Startformation gegen Dynamo Dresden am 23. Januar kämpft, plant bereits für die erste Liga. Ahanfoufs Vertrag läuft am Saisonende aus. Falls der MSV noch scheitern sollte, will er den Klub verlassen. "Ansonsten ist Duisburg mein erster Ansprechpartner."

Für Trainer Norbert Meier hat sich sein Team im Vergleich zum letzten Jahr verändert, trotz der gestrigen 0: 2-Niederlage gegen den SC Freiburg. "Die Jungs sind selbstbewusster geworden. Sie sind eine Einheit", sagt er und führt als Beleg das Testspiel gegen Standard Lüttich an. Der Schiedsrichter hatte am Samstag den Kick in Albufeira abgebrochen, weil die Belgier Duisburger Spieler und Offizielle angegriffen hatten. "Die Mannschaft hat sich gewehrt, sich die Attacken nicht gefallen lassen. Und sie hat zudem ein 4:1 herausgespielt. Das wäre ihr vor zwölf Monaten nicht gelungen."

Völlig geräuschlos geht´s beim MSV Duisburg aber nicht weiter. Da gibt´s ja noch Torhüter Georg Koch. Koch lässt gerne Taten sprechen. Bei einer Trainingseinheit am Strand ließ der Keeper einen Ball sausen und sprang stattdessen in voller Montur in den Atlantik. 15 Grad, kein Problem für Georg Koch. Walter Hellmich mag solche Typen. "Der ist vom Aufstieg besessen", sagt Hellmich über Koch. Das neue Selbstbewusstsein des MSV. Eine andere Welt als die der Pharma-Mitarbeiter in Hellmichs Hotel. Die spielten vorgestern auf dem Flur Verstecken. (

NRZ / Sport / DIRK RETZLAFF
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09.01.2005 Fans sorgen für Stimmung
  BESUCH: Am Samstag traf MSV-Chef Walter Hellmich im Trainingslager ein. Er brachte 20 Sponsoren mit, viele von ihnen waren zum ersten Mal an der Algarve dabei. Am Samstag Abend trafen sich die Geldgeber mit der Mannschaft.

EINSATZ: Walter Hellmich schnürte sich gestern die Fußball-Schuhe. In einem Match mit Sponsoren, Fans und Offiziellen suchte sich der Präsident des MSV die Stürmerposition aus. Hellmich gab zwar kräftig Gas, zu einem Sieg reichte es aber nicht. Das Spiel endete 6:6.

UNTERSTÜTZUNG: So viele MSV-Fans waren noch nie im Trainingslager dabei. Gut 50 Anhänger begleiten die Zebras an der wunderschönen Algarve. Beim Testspiel gegen Lüttich sorgten die Fans nicht nur für gute Stimmung (einschließlich Zebra-Twist) und lautstarke Unterstützung, sondern auch für einen Verpflegungsstand für Zuschauer und Offizielle. Gleichzeitig sammelten die Duisburger Anhänger mit diesem Service Spenden für die Flutopfer in Südostasien."Einmalig, was unsere Fans hier auf die Beine stellen", gab es ein dickes Lob von Walter Hellmich.

DEBÜT: Erstmals spielte Adam Bodzek für die MSV-Profis. Der Amateur aus der Meidericher Oberliga-Mannschaft darf im Trainingslager Zweitliga-Luft schnuppern. Der 19-Jährige war gegen Lüttich 45 Minuten am Ball. Zwar vernatzte ihn der Gegenspieler vor dem Ausgleichstreffer, ansonsten bot Bodzek aber eine solide Leistung. "Der Junge macht hier einen guten Eindruck", so Co-Trainer Heiko Scholz.

FANARTIKEL: MSV-Chef Walter Hellmich präsentierte am Samstag an der Algarve einen neuen MSV-Trinkbecher. Zum Heimspiel gegen 1860 München wird er erstmals erhältlich sein. Auf dem Becher sind MSV-Bilder aus alten und aktuellen Zeiten aufgedruckt. Auch Ex.Kapitän Bernard Dietz ist in Jubelpose vertreten. Die Auflage beträgt zunächst einmal 30 000 Stück.

NRZ / Sport
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03.01.2005 Hilfswelle des Sports rollt in vielen Ländern
  Hamburg (dpa) - Nach dem verheerenden Erdbeben in Asien ist über den Jahreswechsel eine Hilfswelle des nationalen und internationalen Sports angerollt. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) kündigte gemeinsame Hilfsmaßnahmen für die Katastrophen-Opfer an.

»Es wird eine konzertierte Aktion des deutschen Fußballs für die Opfer der Flutkatastrophe geben«, erklärte DFL-Chef Werner Hackmann der dpa. Einzelheiten sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Sehr viel konkreter sind da schon der VfL Bochum und der MSV Duisburg sowie die englischen Proficlubs geworden.

Manchester United und Charlton Athletic stellen den Flutopfern je 140 000 Euro zur Verfügung und haben damit die Summe von 70 000 Euro verdoppelt, die jeder der 20 Clubs der Premier League bereits gespendet hatte. Allein Englands Erstligisten bringen damit 1,54 Millionen Euro auf, ein Betrag, der sicher noch anwächst: Beispielsweise haben die Spieler von Manchester City angekündigt, die Spende zu erhöhen.

Zweitligist Duisburg und Bundesligist Bochum werden den Reingewinn ihres Freundschaftsspiels am 16. Januar in der MSV-Arena vollständig einer »geeigneten Organisation« zur Opferhilfe und zum Wiederaufbau überweisen. »Diese schreckliche Katastrophe zwingt uns alle zum Handeln. Es ist unsere Pflicht, Hilfe zu leisten«, erklärte MSV-Chef Walter Hellmich...
...

NRZ
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02.01.2005 Hellmich wird Jahresehrensenator
  ...Nun die gute Nachricht: Für den Kostümball, der am 29. Januar ab 19 Uhr im Börsensaal am Gustav-Sander-Platz 1 in Ruhrort stattfindet, sind noch Karten zu haben (Vorbestellungen unter Telefon 01 72/ 95 333 19). Die Besucher erwarten unter anderem Auftritte der verschiedenen Formationen der meisterlichen Showtanzgruppe "Lollypops" und der weniger meisterhaften, dafür um so vergnüglicher anzuschauenden Gardisten, die in typischer Bescheidenheit unter dem Namen "Ruhrorter Dream Team" agieren.

Zum Jahresehrensenator der Gesellschaft wird übrigens jemand ernannt, der "bislang wenig mit Karneval zu tun gehabt hat, dafür aber in der ganzen Stadt aktiv ist", so Senatspräsident Edmund Baer. Walter Hellmich heiße der umtriebige Mensch...

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg / (bm)
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30.12.2004 Chance auf Besserung
  Nach Raketen und Knalleffekten ist wohl nur einer Minderheit zumute, wenn um Mitternacht das neue Jahr begrüßt wird. Die unfassbare Katastrophe biblischen Ausmaßes in Südasien erschüttert auch die Menschen in Duisburg. Vielen ist es ein Herzenswunsch zu helfen, dieses unbeschreibliche Elend wenigstens ansatzweise zu lindern. In Familien und Firmen wurde für die Flutopfer gesammelt. Wer noch nicht gespendet hat, sollte überlegen, ob nicht doch ein paar Euro übrig sind. ...

...
Wirtschaftlich war es ein schwieriges Jahr. Die RAG verkündete die Schließung des Bergwerks Walsum Ende 2008, die Traditionsfirma Brüggemann ihren Rückzug. Boecker und die Baugesellschaft Kluge gaben auf. Ebenso viele kleinere, unbekanntere Firmen. In der Innenstadt machten sich mehr und mehr Billigläden breit. Absehbar ist auch, dass ab Januar die Hartz IV-Bescheide das soziale Klima verändern werden.

Auf der Habenseite steht die MSV-Arena und ein Noch-Zweitligist in Bestform. Beides wäre ohne Walter Hellmich nicht möglich gewesen. Der Unternehmer hat sich mit Vollgas auf vielen Feldern für seine Heimatstadt engagiert, ist zweifellos Duisburgs Mann des Jahres.

Und es gibt Leuchtturm-Projekte wie Innenhafen oder Logport in Rheinhausen, die weit über Duisburg hinaus strahlen. Die Mercatorhallen sind auf den Weg gebracht worden, das Forum scheint beste Chancen haben, realisiert zu werden. Es tut sich was in der City. Endlich. Nicht zu vergessen: Die World Games 2005. Die Weltspiele der nichtolympischen Sportarten im Juli wecken Vorfreude auf einen spektakulären Mix aus Trendsport und Kultur.

Unterm Strich war 2004 ein durchwachsenes Jahr. Es bestehen gute Chancen, dass 2005 besser wird.

Allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Rolf Kiesendahl
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16.12.2004 Verträge dilettantisch
  Die Ratssitzung zum politischen Jahresabschluss wird Chronisten nicht als ein Lehrstück durchdachter Rathauspolitik in Erinnerung bleiben. Innerhalb weniger Tage musste die Verwaltung ihre Vorlage zum geplanten Kongresszentrum mit Spielbank korrigieren. In der Sondersitzung am 6. Dezember schlägt sie vor, das Investorenkonzept der LEG nicht weiter zu verfolgen. Als städtebaulich und funktional grundsätzlich geeignet werden die Hellmich und Kölbl Kruse-Entwürfe angesehen. Eine Woche später im Rat erhalten alle drei Konzepte den verwaltungsinternen städtebaulichen Segen, doch soll nun prioritär das LEG-Konzept weiter verfolgt werden.

Der Bürger hatte schon längst durchschaut: Ein majestätischer, im Blickpunkt stehender Spielpalast sollte das Stadtbild prägen. Eine Entwicklung, die die Politiker zwar nicht wollten, der sie aber machtlos zusehen mussten.

Die erste Kugel, die der Spielbank-Betreiber Westspiel ins Rollen brachte, traf gleich ins gewünschte Ziel. Das Management, dass sich offensichtlich gut darin auskennt, Verträge so zu gestalten, dass es am Ende nur einen Sieger gibt, hat die Verwaltung aufs Kreuz gelegt und zwei Projektentwickler auf eine falsche Spur gelockt.

Hellmich wie auch Kölbl Kruse hatten nie eine Chance. Ihr Geld haben sie in den Sand gesetzt. Walter Hellmich geht "selbstverständlich" davon aus, dass er eine Entschädigung erhält. Vor der Ratssitzung war er per Brief aufgefordert worden, weiter zu planen, da sich eine Mehrheit im Rat abzeichne. Der Brief offenbarte am besten, wie dilettantisch die Verträge ausgearbeitet waren. Die "Westspieler" konnten jederzeit ihr Ass aus dem Ärmel ziehen und demonstrieren, dass man im Rathaus keine Trümpfe hat.

WAZ / Lokalausgabe / Duisburg / Klaus Johann
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15.12.2004 Ausgebootete Bewerber sauer
  KASINO-ZENTRUM / Hellmich bescheinigt der Stadtspitze handwerkliche Fehler. Kölbl Kruse: "Das war nicht motivierend."

Die Ratsentscheidung über das Kasino-Zentrum hat zwei unzufriedene Mitbewerber zurückgelassen. Nach gehörigem Druck des städtischen Partners Westspiel hatte sich der Rat am Montag mit knapper Mehrheit von vier Stimmen für die LEG-"Mercatorhallen" entschieden. Was Modellentwickler Walter Hellmich (" Mercator-Forum") nicht nur enttäuscht, sondern auch massiv verärgert hat.

"Die Entscheidung lief nicht nach klaren Richtlinien ab. Auf Seiten der Stadt sind handwerkliche Fehler gemacht worden", sagte Hellmich gestern der NRZ. "Es war nicht klar, nach welchen Kriterien entschieden wird." Die Stadt hätte nach Hellmichs Meinung den Partner Westspiel früh durch Verträge binden müssen - "angesichts des Ablaufs behalten wir uns alle möglichen Schritte vor." In den beiden Tagen nach der Ratsentscheidung sei es nicht zu einem Gespräch zwischen ihm und OB Sauerland oder Projektmanager Brandt ("das ist nicht mehr mein Gesprächspartner") gekommen.

"Zurzeit können wir uns nicht vorstellen, rechtliche Schritte zu unternehmen", sagte Stephan Kölbl, Mitinhaber des Essener Projektentwicklers Kölbl Kruse (" Mercator-Bogen") gestern. "Wir müssen erst einmal Abstand zu dem Verfahren bekommen, werden dann prüfen, bewerten und sehen, wer aus unserer Sicht verantwortlich ist." Auch wenn die jüngsten Ereignisse "nicht sonderlich motivierend" gewesen seien, werde die Kölbl-Kruse-Gruppe weiterhin "für dieses tolle und wichtige Projekt" bereitstehen, auch wenn sie jetzt nicht mehr, wie bislang, vorgesehen, bis zum 17. Januar weiter plane. (ama/put)

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg
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14.12.2004 Stadt tröstet Hellmich mit Grundstück
  CITY-ENTWICKLUNG / Startschuss für Marktforum Hochemmerich. Grüne stimmen im Rat zu und wollen auf Projekt einwirken.

Das Marktforum in Rheinhausen kommt. Der Rat hat in nicht öffentlicher Sitzung dem Verkauf des städtischen Grundstücks an die Firma Hellmich mit den Stimmen der CDU, der SPD und der Grünen zugestimmt. Mit dem Verkauf des 9350 Quadratmeter großen Grundstücks (Wiese südlich des Hochemmericher Marktes) für 1 636 500 Euro ist die letzte Hürde für den Bau der Galerie genommen.

Die Grünen, im Vorfeld als Gegner des Hellmich-Projektes aufgetreten, knüpften ihre Zustimmung an eine Bedingung: Man wolle während der Bauphase Einwirkungsmöglichkeiten auf das Projekt behalten. Wie die aussehen sollen, bleibt offen. Uwe Rohde, technischer Leiter des Immobilienmanagements Duisburg, hatte in der Bezirksvertretung Rheinhausen klargestellt: "Die Auswahl der Branchen bleibt dem Investor überlassen."

Bau erfordert Parkplätze

Die ersten Bagger werden rollen, wenn der Umbau des Markplatzes mit der Erweiterung zur Duisburger Straße beginnt. Laut Vertrag muss Hellmich die Erweiterung mit dem Bau von rund 70 doppelreihigen Parkplätzen durchführen. Dieser Ausbau soll 290 000 Euro kosten, die später mit dem Kaufpreis für das Grundstück verrechnet werden.

Das "Ja" der Rats-Grünen zum Marktforum in Rheinhausen kann als eine Art Trostpflaster für Hellmich gewertet werden. Unmittelbar vor der Entscheidung zum Marktforum hatten CDU und Grüne im Rat gegen den Bau des Spielcasinos in Duisburg-Mitte durch die Firma Hellmich votiert.

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg / CHRISTOPH GIRSCHIK
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13.12.2004 Homogene Zebras
  Der MSV Duisburg überwintert als Herbstmeister und der Vorsitzende redet von der Bundesliga

Walter Hellmich muss einen strapazierfähigen Fernseher haben. "Mindestens bis Weihnachten", kündigte der Vorsitzende des MSV Duisburg an, wolle er den Videotext mit der Zweitliga-Tabelle auf Dauerbetrieb eingeschaltet lassen. "Dieses Bild muss man genießen", befand der 61-jährige Bau-Unternehmer, dessen Verein nach einem 1:0-Erfolg über den 1. FC Köln als Herbstmeister in die Winterpause geht. Abdelaziz Ahanfouf sorgte per Foulelfmeter für den Siegtreffer, der in Duisburg eine gewaltige Begeisterung entfachte. Nach vier trostlosen Jahren im Unterhaus befindet sich der MSV auf dem Weg zurück in die Bundesliga. "Was bei uns abgeht, ist gigantisch", sagte Hellmich, der sich gerne von derlei Stimmungen anstecken lässt.

Am Ziel seiner Träume ist er damit aber noch lange nicht. "Das ist nur der Anfang. Ich habe noch viel mit dem MSV vor", erklärte der Mann, der beim MSV auch Hauptsponsor und Bauherr der neuen Arena ist. Gegen Köln war das schmucke Stadion, für das noch ein finanzkräftiger Namensgeber gesucht wird, mit 30 700 Zuschauern erstmals ausverkauft. Künftig soll das ein Dauerzustand sein. "Ich will Duisburg unter den 18 besten Clubs Deutschlands etablieren. Da gehören wir einfach hin", wertete Hellmich die Herbstmeisterschaft nur als Mini-Etappe auf dem Weg in eine bessere Zukunft. "Wir geben jetzt Vollgas."
Boss Hellmich der Erfolgsgarant

Schon viele Präsidenten haben das in Duisburg gesagt, aber keinem wurde es so abgenommen wie nun Hellmich, der früher den Dinslakener Tennisverein DTG von der Kreisliga zur Deutschen Meisterschaft führte und in seinen bisher 30 Monaten als MSV-Vorsitzender den Verein auf finanziell gesunde Füße gestellt hat. Binnen 420 Tagen zog er die Arena hoch. Nachdem im Vorjahr 17 neue Spieler verpflichtet worden waren, beschaffte Hellmich vergangenen Sommer für die vergleichsweise hochkarätigen Neuzugänge Georg Koch, Dirk Lottner und Ivica Grlic das nötige Kleingeld.

Aus dem vorhandenen Fundus zimmerte Trainer Norbert Meier ein schlagkräftiges Team mit vielen Alternativen auf der Reservebank. Selten gewinnen die "Zebras" ihre Partien mit Glanz und Gloria, dafür sind sie aber als homogene Einheit erfolgreich. Erst 13 Gegentore sind Liga-Bestwert, seit zehn Partien ist der MSV ungeschlagen, acht von neun Heimspielen wurden gewonnen. Nur der auswärts nicht eben gefürchteten Frankfurter Eintracht gelang es, einen Punkt aus der Duisburger Festung zu entführen. "Die Stimmung ist Adrenalin für uns. Daheim putzt uns keiner", tönte der in Rüsselsheim geborene Torjäger Ahanfouf (neun Tore). Meier holte den einst als Enfant terrible verschrieenen Marokkaner gegen Vorbehalte im Umfeld nach Duisburg und formte ihn zum Leistungsträger.

Über und mit Meier wird in den Tagen des Erfolgs wenig gesprochen. Mit der Herbstmeisterschaft konnte sich der spröde Coach beim Publikum, das noch kürzlich seinen Kopf gefordert hatte, Kredit verschaffen. Doch der Norddeutsche gilt als Langeweiler. "Ich muss nicht gefeiert werden, sondern erwarte lediglich Respekt und Achtung", sagte der 44-Jährige, der als Spieler mit Werder Bremen Deutscher Meister geworden war (1988). Sein Boss empfindet Genugtuung. Auch in brenzligen Zeiten stützte Hellmich den Coach und kündigte nun an, Meier langfristig bilden zu wollen.

Frankfurter Rundschau Online / ROLAND LEROI (DUISBURG)
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13.12.2004 LEG erhält Zuschlag für Kongresszentrum
  Es war eine lange Geburt. Gestern stimmte der Rat ein zweites Mal über ein Projekt ab, das eigentlich schon stehen müsste. Mit 39 zu 35 Stimmen gaben die Politiker der LEG den Zuschlag, das Veranstaltungs- und Kongresszentrum mit Spielbank zu entwickeln.

Eine leidenschaftliche Debatte entwickelte sich über die Sünden der Vergangenheit bei der Vertragsgestaltung bis zu "Erpressungsversuchen" durch die Westspiel, mit denen die Stadtväter auf den richtigen Kurs gebracht werden sollten. Gegen das LEG-Modell hatten SPD, FDP (2), Bürgerunion und PDS gestimmt. Wobei die Sozialdemokraten nach wie vor den futuristischen Mercator-Bogen von Kölbl Kruse favorisierten und die PDS sich mit dem Hellmich-Entwurf anfreundeten.

Eine Option, sowohl zu Kölbl Kruse als auch Hellmich beim möglichen Scheitern der LEG wechseln zu können, fand keine Mehrheit im Rat.

Bis Mitte Januar, so erläuterte Stadtdirektor Jürgen C. Brandt, sollen die Verträge rechtsgültig unterschrieben sein. Bis zu diesem Zeitpunkt muss auch die von zwei Banken angekündigte Finanzierung sichergestellt sein. Mit in den Vertrag aufgenommen wird eine zehnjährige Betriebspflicht der Investoren für den Marktbereich. Noch am Vormittag hatte die LEG in einem Schreiben an die Stadt versichert, dass sie die bisherigen Verträge akzeptieren und eine mögliche Vorfinanzierung leisten werde. Sollten Umbaukosten für die Stadt anfallen, will die LEG auch die tragen.

CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt verriet, dass man sicherlich nicht für das Wunsch-Modell gestimmt habe. Doch die Stadtraison dulde keine andere Entscheidung. Die Risiken seien zu hoch. SPD-Fraktionschef Herbert Mettler sprach von einem LEG-Modell, bei dem noch wesentliche Zweifel blieben. Die Verwirrung bei den Verhandlungen hätten so nicht sein müssen. Er vermisste Fraktions-übergreifende Beratungen.

Hermann Dierkes (PDS) sieht in dem Ablauf ein Beispiel, wie Kapitalismus funktioniere. In erpresserischer Art und Weise wolle Westspiel die Stadt vorführen. Dierkes: "Dafür wollen wir sie nicht noch belohnen. Der Rat hätte sagen müssen, bis hierhin und nicht weiter." Professor Dr. Dieter Kantel (Die Grünen) fühlte sich an Michael Endes unendliche, in diesem Fall aber peinliche Geschichte erinnert. Heute sei man dem Modell ausgeliefert, zur Diskussion über Alternativen sei es zu spät. WAZ-Bild: Andreas Mangen

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Klaus Johann
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13.12.2004 Der Titelkandidat
  Stevens ernennt die Zebras zum Top-Favoriten. Präsident Hellmich will keine neuen Spieler holen.

Es muss um Mitternacht gewesen sein, da hatte sich ein Fan ein ganz besonderes Plätzchen gesucht. Der Mann stand, dick eingepackt, mutterseelenallein in der leeren MSV-Arena und atmete den Moment ein. Zwei Stunden vorher hatten hier noch 30 700 Fans für Stimmung gesorgt und die 26 000 Duisburger unter ihnen hatten das 1:0 ihres MSV über den 1. FC Köln und damit die Herbstmeisterschaft in der 2. Liga bejubelt. Und während der einsame Fan seinen ganz persönlichen Augenblick in der Arena genoss, ging hinter ihm im Business-Club die Post ab. Der MSV feierte die Herbstmeisterschaft und seine tolle Ausgangslage im Aufstiegskampf.

Geht es nach Kölns Trainer Huub Stevens, dann ist die Sache schon gelaufen. "Wir sind nicht mehr Titelkandidat Nummer eins, das ist jetzt Duisburg", lobte der Niederländer den MSV, der das Spitzenspiel völlig verdient 1:0 gewonnen hatte.

Sollte Stevens damit den Druck Richtung Duisburg verlagern wollen, dürfte das nicht klappen. Beim MSV treten derzeit alle, allen voran Trainer und Mannschaft, mit einer Sachlichkeit und Bescheidenheit auf, die an Understatement grenzt und ausgesprochen sympathisch wirkt: "Das ist eine schöne Geschichte", fasste Trainer Norbert Meier gewohnt ruhig seine Eindrücke zusammen, "aber wir müssen weiter konzentriert arbeiten." Eine Einstellung, die der komplette Kader verinnerlicht hat (siehe untenstehenden Bericht).

Gästeteams sollen Angst bekommen
Später erklärte Meier, er sei froh, weil nun die Winterpause einsetze. Die Hinrunde hat Kraft gekostet, keine Frage. Viele Spiele gewann der MSV knapp, "ganz sicher auch eine Qualität", wie Andreas Voss meinte. Trotz einer imponierenden Serie von zehn Spielen ohne Niederlage, trotz des riesigen Laufes in der Arena kommt die kurze Atempause gerade recht. Danach wartet das Heimspiel gegen Dresden, in dem sich Präsident Walter Hellmich wieder an die 20 000 Zuschauer und der Trainer wieder drei Punkte wünscht. Die Elf hat verstanden: "Dass wir gegen Dresden gut starten und gewinnen, ist ganz wichtig", meinte Holger Wehlage, "die anderen müssen auch in der Rückrunde schon mit Angst zu uns kommen."

Die kommenden Gegner, leider nur noch acht an der Zahl, treten in einer Arena ran, in der am Sonntag eine Stimmung herrschte, wie sie im alten Wedaustadion selbst zu besten Bundesligazeiten einfach nicht aufkommen konnte. Das Stadion ist ein Quantensprung für den MSV und die Stadt, das Risiko es zu bauen, war vermutlich größer, als den meisten Fans bekannt war: "Wir sind weiter zum Erfolg verdammt", bekräftigt Hellmich.

Hellmich bei Meier für zwei Jahre im Wort
Den will der Bauunternehmer, ohne den der MSV vermutlich im Amateurfußball gelandet wäre, weiter mit Norbert Meier, aber ohne Manager oder neue Spieler-Verpflichtungen in der Winterpause suchen. "Wir reißen doch das Erfolgsteam nicht auseinander", so Hellmich. Der Vertrag mit Norbert Meier werde demnächst, vermutlich in Portugal, um zwei Jahre verlängert. Hellmich: "Darauf habe ich ihm mein Wort gegeben. Das zählt."

Gestern Vormittag traf sich der Kader übrigens zum letzten Mal vor dem Urlaub, es gab ein gemeinsames Frühstück. Wird die Rückrunde annähernd so gut wie Stimmung, kann nicht mehr viel schiefgehen.


NRZ / Lokalausgabe Duisburg / KLAUS WILLE
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13.12.2004 Duisburg verfolgt große Ziele
  Duisburg - Zwei "wichtige Durchsagen" machte der Duisburger Stadionsprecher in der zweiten Halbzeit.

Zunächst der Hinweis für einen Vater, der seinen verloren gegangenen Sohn bitte abholen möge. Gegen 22.34 Uhr dann die eindringlich intonierte Botschaft: "Der MSV Duisburg ist Herbstmeister!"
Die mit 30.700 Zuschauern proppevolle MSV-Arena tobte -" bis auf die zahlreichen Schlachtenbummler, die es mit dem 1. FC Köln hielten.
Kurz zuvor hatten die "Zebras" im Zweitliga-Spitzenspiel die "Geißböcke" 1:0 besiegt und auf der Zielgeraden des Fußballjahres die Tabellenführung entrissen.

"Wir arbeiten wie die Stiere"

Die Herbstmeisterschaft soll für den MSV nur eine Zwischenstation auf dem Rückweg in die Bundesliga sein. "Das ist erstmal der Anfang, ich habe aber noch viel mehr vor", erklärte MSV-Boss Walter Hellmich. "Mein Ziel ist es, den MSV als einen der besten Klubs in Deutschland zu etablieren."
Die "Vaterfigur" des Aufschwungs ergänzte: "Die Jungs sind einfach toll. Das Trainerteam ist hervorragend. Das Umfeld wird von Tag zu Tag besser."
Hellmich, gleichzeitig Bauherr der schmucken und zum Teil noch unfertigen Arena weiter: "Wir sind keine Schauspieler, sondern arbeiten wie die Stiere. Wenn wir dann Erfolg haben, hat es den Richtigen getroffen" Sprach"s und ballte die Faust im Takt der Sprechchöre der Fans, die ihn lautstark feierten....
...
www.sport1.de / Alex Westhoff
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10.12.2004 Altes Modell wieder gefragt
  WAZ Duisburg. Am kommenden Montag wird der Duisburger Rat den Bau eines neuen Kongresszentrums mit Spielcasino beschließen. Doch nicht die Hellmich-Gruppe wird den Zuschlag erhalten (wir berichteten), denn die Politiker machten eine Rolle rückwärts und werden über das alte Urbanum-Modell, das längst aussortiert worden war, abstimmen.

Es ist eine Pannen-Geschichte, die die Bürger abwechselnd in Staunen versetzte oder zu Lachkrämpfen reizte. Seit Juni 2002 gammelt die Mercator-Halle mitten in der Innenstadt vor sich hin. Nur noch der Wind pfeift seine Lieder durch manche Ritzen der Halle, in der einst Stars wie Udo Jürgens oder Adamo ihre Songs ins Mikro hauchten.

Immer wieder nannte die Verwaltung Termine, wann denn der Bagger die Halle einebnen würde. Bauschilder wurden montiert, wieder demontiert. Als der Projektentwickler Brune Consult nach zwei Jahren immer noch keinen Mieter präsentieren konnte, kündigte die Stadt den Vertrag mit dem Unternehmen.

Es begann eine neue Bewerberrunde. Der Kölner Projektentwickler Strabag, die Essener Kölbl Kruse- und die Duisburger Hellmich-Gruppe legten ihre Entwürfe vor. Auch Brune Consult saß plötzlich wieder gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) im Boot. Doch Brune Consult galt als verbrannt und somit nicht mehrheitsfähig. Das Strabag-Modell gefiel den Politikern nicht, für den futuristischen Mercator-Bogen von Kölbl zeichnete sich keine Mehrheit ab. So gab die Verwaltung in ihrer Vorlage ein Votum für Hellmich ab. Die Mehrheit war abzusehen.

Doch Westspiel, mit ihrem Casino der Hauptmieter, entpuppte sich als eigentliche Entscheidungskraft. Zunächst schloss die Gesellschaft das Reizthema Brune Consult ab und trennte sich von dem Partner. Dann bezweifelte Westspiel, dass die Mitbewerber die Bautermine einhalten könnten und drohte mit dem Ausstieg.

Die erwarteten Reaktionen traten prompt ein: Am Montag wird eine Mehrheit der LEG den Zuschlag geben. Die wollen die Bagger schon im Januar anrollen lassen.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Klaus Johann
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10.12.2004 MSV-Arena war seine größte Vision
  Die Duisburger setzen auf einen neuen Hoffnungsträger. Walter Hellmich, Bau-Unternehmer und Präsident des MSV, setzt neue Maßstäbe. Mit der Arena baute der 60-Jährige das "imposanteste Bauwerk Duisburgs". Mit modernen Wohnanlagen und Gewerbeprojekten bringt er die Stadt nach vorn. Jetzt will er auch mit dem MSV ganz nach oben.
"Das wird gigantisch", richtete Klub-Chef Walter Hellmich nach dem Sieg im Karlsruher Wildparkstadion den Blick fest auf den Showdown zum Rückrundenende. Punktgenau zum Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga (Anpfiff am Sonntag um 20.30 Uhr) zwischen den Duisburger "Zebras" und dem 1. FC Köln beginnt in der MSV-Arena eine neue Zeitrechnung.
Mit Blick auf die Kapazität der Spielstätte will und kann sich der 102 Jahre alte Meidericher Traditionsverein mit den großen Nachbarn Schalke und Dortmund nicht messen. Für vergleichsweise bescheidene 43 Mio E ist eine prachtvolle Arena entstanden, die Hellmich, Bauherr des Stadions wie auch des neuen MSV, in der nationalen Stadionlandschaft im Vorderfeld sieht.
Mit dem neuen "Zebrastall" dokumentiert Hellmich seinen Anspruch, seiner Heimatstadt Duisburg mit so genannten Leuchtturmprojekten auf die Sprünge zu helfen. Die Gesamtbauzeit von 15 Monaten bewertet Hellmich schlicht als "Weltrekord". Es ging schnell, doch nicht ohne Wehmut und Nostalgie. Als schweres Gerät die ehrwürdige Haupttribüne des alten Wedaustadions dem Boden gleichmachte, schauten viele Duisburger schweigend zu. Als Erinnerung für die Fans bleibt daheim eine Sitzschale für ganze drei Euro, die eigenhändig abmontiert wurde.
Das Wedaustadion als bewegte Bundesliga- und in dunklen Jahren gar Oberligabühne ist Geschichte, die Arena, deren mächtige Pylonen bei Abendspielen spektakulär in blaues Licht getaucht werden, ist die Zukunft des Vereins. "Das Schicksal des MSV ist unbedingt mit der Realisierung der Arena verbunden", hieß es im Vorfeld mit bewusster Dramatik. Von der Dramatik, die Hellmich bei seinem Amtsantritt vorfand ("Die finanzielle Situation war höchst prekär."), kann nicht mehr die Rede sein. Wirtschaftlich geht der MSV längst nicht mehr am Stock, weil es der "Überzeugungstäter" Hellmich hervorragend versteht, die örtliche Wirtschaft mit seinen Visionen anzustecken und die Zuschauerzahlen in die Höhe schnellen. Die "Zebras" sind auf ihrem anvisierten Weg zurück in die Bundesliga nach neun Spielen ohne Niederlage gleichfalls auf einem guten Weg und können mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln sogar an die Spitze. Die Fans sind mit Blick auf den Ligagipfel elektrisiert. Volles Haus, so die Botschaft. Das hatte es zuletzt vor etlichen Jahren in Liga eins gegen die Bayern gegeben.
Doch nicht nur bei den Kickern ist der Dauerarbeiter am Ball. An seinen 16-Stunden-Tagen muss er sich auch um andere Baustellen kümmern. Wenn Walter Hellmich geschäftlich in der Republik unterwegs ist, mischt er bei der Duisburger Stadtentwicklung mit. Sein Ziel: Mit Bauprojekten die gewerbliche wie soziale Infrastruktur zu verbessern. So ist er Bauherr der Denkfabrik von Infineon im Duisburger Süden wie auch von Wohnbauten im Innenhafen und mehreren Altenheimen, die er selbst betreibt. In seinen 20 Firmen beschäftigt er 1000 Mitarbeiter.
Von der neuen Stadtspitze im Duisburger Rathaus erwartet er mehr Tempo bei der Realisierung von Projekten. Davon könnte auch die Stadt profitieren. Denn seit Jahren hat Hellmich kräftig Steuern gezahlt.
Das soll auch so bleiben.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Gerd Böttner und Klaus Johann
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09.12.2004 Kongresszentrum: CDU schwenkt um auf LEG-Konzept Hellmich sieht keine Chance mehr
  Nach einem Gespräch mit Westspiel-Geschäftsführer Lutz Wieding schwenkte die CDU um. Sie will am Montag im Rat nun für das ursprüngliche Urbanum-Konzept stimmen, hinter dem heute die LEG steht.

Walter Hellmich, für dessen Entwurf eines Mercator-Forums mit Markthalle die CDU bereits votiert hatte, zeigte sich enttäuscht. Die Westspiel GmbH - sie gehört zur NRW-Bank, die das LEG-Projekt finanzieren will - habe Bedingungen gestellt, die dazu führten, dass nur der LEG-Entwurf umgesetzt werden könne. Die Hellmich-Gruppe sieht kaum noch Chancen für ihr Modell. Hellmich: "Der von der Stadt ausgelobte Wettbewerb ist ins Leere gelaufen."

Dabei hatte Hellmich nach der ersten Präsentation seinen Entwurf modifiziert, die Markthalle durchschnitten und stattdessen einen repräsentativen Eingangsbereich für das Casino geschaffen.

Dass Westspiel die Entwürfe ausdrücklich gelobt hatte, entpuppte sich offensichtlich als Worthülse. In den Fraktionen hatte Lutz Wieding Mittwoch Abend deutlich gemacht, was passieren werde, wenn sich der Rat für das Hellmich-Modell entschiede. Man wolle Gutachten einholen, den Entwurf auf Machbarkeit und die Einhaltung der Termine überprüfen. Die Folge: Die von Westspiel gesetzten Termine hätten durch das Einholen der Gutachten kaum mehr eingehalten werden können.

Die SPD hat sich zwar noch nicht festgelegt, wie sie Montag im Rat abstimmen wird. Doch die Tendenz ist klar: Es bleibt nur noch die LEG. CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt glaubt, dass mangelnde Kommunikation zu der jetzigen Entwicklung geführt habe. Die Grünen sehen ebenfalls keine Alternative zum LEG-Konzept. Es sei versäumt worden, Verträge abzuschließen, die Westspiel an den Standort gebunden hätten.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Klaus Johann
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09.12.2004 Kehrtwende der Duisburger CDU in Sachen Casino
  Die Duisburger CDU hat in Sachen Casino und Veranstaltungszentrum eine radikale Kehrtwendung vollzogen. Die Ratsfraktion hat sich einstimmig für das schon einmal gescheiterte urbanum und jetzige Mercatorhallen Modell entschieden. Vor zwei Wochen hatten sich die Christdemokraten noch für das Hellmich-Modell ausgesprochen. Ausschlaggebend für diesen heftigen Sinneswandel war nach Aussage der Fraktionsvorsitzenden Petra Vogt Casino-Chef Lutz Wieding. Der hatte vor der Fraktion eindringlich betont, dass aus seiner Sicht die beiden Alternativ-Modelle zu viele Risiken enthalten würden. Mit ihrem neuen Votum setzt sich die Union rigoros über die Beurteilung der CDU-geführten Stadtverwaltung hinweg, die beim urbanum-Modell erhebliche Mängel in der Funktionalität beklagt. Und mit Blick auf die finanzierenden Banken mahnt die Verwaltung wörtlich: "Zum Teil sind die gleichen Partner dabei, die im ersten Anlauf gescheitert sind." Auch Bündnis 90/ Die Grüne wollen für die Mercatorhallen stimmten. Womit eine Mehrheit am Montag im Rat gesichert scheint. Noch nicht entschieden hat sich die SPD, die die neue Situation noch überdenken will.

www.radio-duisburg.de
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09.12.2004 Der Zebra-Patron
  Er gilt als Retter des Vereins: Walter Hellmich ist der starke Mann beim MSV Duisburg

Duisburg – Kölns Trainer Huub Stevens war neulich schon mal in Duisburg. "Ich wollte mir das neue Stadion anschauen, damit ich weiß, was uns erwartet.“

Nun fährt der FC-Coach mit einem beruhigten Gewissen zum Hit am Sonntag (20.30 Uhr, live im DSF). Sein Urteil: "Da hat der Walter richtig gute Arbeit geleistet. Nur der Rasen ist etwas rutschig.“

Der "Walter“, das ist Walter Hellmich, Präsident, Manager, Trikotsponsor und Aufsichtsratvorsitzender beim MSV in einer Person. "Er hat damals schon das Trainingsgelände und die Arena in Schalke umgebaut. Daher kenne ich ihn gut“, verrät Stevens. Baulöwe Hellmich hat seit Juli 2002 in Duisburg das Sagen und drückt seitdem auf‘s Tempo.

In kürzester Zeit baute der 60-Jährige rund drei Millionen Euro Verbindlichkeiten ab, gewann Sponsoren und überzeugte Politik und Verwaltung. In der Rekordzeit von 420 Tagen zog Hellmich die neue MSV Arena hoch. Als zwischenzeitlich eine Finanzierungslücke den Bau gefährdete, schoss er aus eigener Tasche vier Millionen Euro zu.

Am Sonntag beim Herbstmeister-Finale ist das Stadion mit 30.700 Zuschauern erstmals ausverkauft. "Das wird ein gigantisches Erlebnis“, freut sich Hellmich.

Der Erstliga-Bau steht, nun soll auch die Mannschaft erstklassig werden. Im Vorjahr holte Hellmich 17 Spieler, in diesem Jahr kamen Routiniers wie Dirk Lottner, Georg Koch und Ivica Grlic. "Der Präsident hat den MSV wieder auf Kurs gebracht und wir müssen sehen, dass wir bei dem Tempo mithalten können. Das wird aber schwer“, gesteht Trainer Norbert Meier.

"Wir müssen nicht aufsteigen, wollen es aber. Ein Verein wie der MSV gehört in die Bundesliga. Wir werden uns hinter Schalke und Dortmund als dritte Kraft im Revier etablieren“, unterstreicht der Patron die Ambitionen am Niederrhein. Denn in der nächsten Saison möchte Hellmich gerne an der Seite seines Freundes Rudi Assauer das Bundesliga-Spiel Schalke gegen Duisburg verfolgen.

Die beiden Macher aus dem Ruhrgebiet verbindet nicht nur der Ehrgeiz. Beide gönnen sich auch gerne eine dicke Zigarre aus Assauers Fundus. Sollte der MSV am Sonntag den FC schlagen, will Hellmich zur Feier des Tages wieder zum Stumpen greifen. "Den Gefallen wollen wir ihm aber nicht tun“, erwidert Huub Stevens.

Express Köln / Sport
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09.12.2004 "Urbanum" segelt unter neuer Flagge an die Spitze
  KASINO-ZENTRUM / Sinneswandel bei CDU und Grüne: Nur das LEG-Modell gilt noch als realistisch. Westspiel lehnt jedes weitere Risiko ab.

Da muss doch jedem Bürger in der Stadt der Kopf schwirren. Wie soll das Kasino-Zentrum, der Ersatz für die Mercator-Halle, denn nun aussehen? War es bisher so, dass unter den neuen Entwürfen das " Mercator-Forum" der Partner Hellmich und RAG Immobilien die Nase vorn hatte, so ist jetzt das "Mercatorhallen"-Konzept der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) auf die Überholspur gegangen. Bauunternehmer Walter Hellmich ließ gestern wissen: "Unser Konzept hat kaum noch Chancen."

Heute wollen Rats-CDU und -Grüne vor die Presse gehen, um ihre Festlegung auf das LEG-Modell zu erläutern. In der Fraktionssitzung am Mittwochabend hat die CDU bereits einstimmig für die "Mercatorhallen" votiert. Fraktionsreferent Rainer Pastoor zu dem großen Schwenk von Hellmich zur LEG: "Als die Fraktion sich vor drei Wochen ebenso einstimmig für den Hellmich-Entwurf ausgesprochen hat, kannten wir den Brief der Westspiel an den OB mit ihren Anforderungen nicht, und es war noch der Partner Brune mit im Boot." In der Fraktion hatte Westspiel-Geschäftsführer Lutz Wieding sehr eindringlich erklärt, dass der Zeitplan für das Kasino - Eröffnung Ende 2006 - fix sei. Auch nur eine Verzögerung würde die Westspiel veranlassen, aus dem Projekt auszusteigen und sich eine andere Immobilie in der City zu suchen.

Die Grünen ließen erklären, dass das LEG-Modell jetzt als die einzig realistische Alternative erscheine, die machbar sei. Deshalb müsse man das LEG-Konzept so hinnehmen. Während sich die SPD noch Bedenkzeit gegeben hat, erklärte die FDP-Fraktion: "Wir bleiben beim Hellmich-Modell."

NRZ / Lokalausgabe Duisburg / ANDRE MASSMANN
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07.12.2004 Westspiel prüfte das neue Entree fürs Kasino
  SPIELBANK-ZENTRUM / Hellmich-Gruppe stellte Varianten der "Markthalle" vor: An Geschäften vorbei zum Spielen.

Beim Kasino-Zentrum scheint jetzt keine Minute mehr verloren zu gehen. Seitdem vor zehn Tagen der Partner Westspiel der Stadtspitze unmissverständlich klar gemacht hat, dass das Kasino am besten in einem geschlossenen Gebäude und am zweitbesten direkt an der Königstraße untergebracht sei, hat das Architektenbüro der Hellmich-Gruppe seinen Entwurf des " Mercator-Forums" variiert.

Schon gestern nahm die Westspiel diese Varianten in Augenschein. Die Allianz von Hellmich-Gruppe und RAG Immobilien ist bekanntlich bereit, an der "Markthallen"-Struktur Änderungen vorzunehmen. Das Volumen von Geschäften, Marktständen und Gastronomie ist inzwischen auf die Hälfte reduziert und macht so Platz für einen breiten Zugang durchs Gebäude zur Spielbank. "Das Entree zum Kasino liegt an der Kö", sagten die Projektentwicklern dazu.

Dieser Planungsentwurf, der die Ideen einer bürgerfreundlichen Markthalle und ein gut erkennbares Entree zur Spielbank verknüpft, wie auch weitere Abänderungen sind der Westspiel gestern vorgestellt und mit ihren Projektmanagern diskutiert worden.

CDU-Fraktion spricht wieder vom ,Urbanum´
Davon werden sich heute auch die großen Ratsfraktionen bei ihren Sitzungen ein Bild machen können. Aber: Ungeachtet dessen, dass es in der Beschlussvorlage deutlich heißt, "das Investorenkonzept LEG / Chapmann & Taylor wird nicht weiterverfolgt", scheint die CDU-Fraktion im Rat dem alten "Urbanum"- Modell (heute Mercator-Hallen) nicht mehr ganz abgeneigt zu sein. "Wir haben das LEG-Modell wegen Partner Brune Consulting abgelehnt", erklärte Fraktionsvorsitzende Petra Vogt am Montag. "Aber das ist ja nun vom Tisch", öffnete sie der Fraktion ein Hintertürchen, in der heutigen Sitzung den LEG-Plan noch mal näher anzuschauen. Immerhin hat der den Charme, dass die Stadt die bereits fürs VKK gezahlten Gelder nicht verliert.

So erklärte es auch Stadtdirektor Jürgen C. Brandt auf eine Anfrage aus den PDS-Reihen. Die Grünen allerdings sehen alles ganz anders. Sie werten die Haltung der Westspiel als "Erpressungsversuch" und geben Brandt die Schuld für die Versäumnisse. Was der weit von sich wies mit dem Hinweis darauf, dass er erst seit März 2003 für das Projekt verantwortlich ist.

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / ANDRE MASSMANN + ULLA SAAL
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06.12.2004 Hellmich-Gruppe halbiert Bereich der Markthalle
  Eigentlich sollte die gestrige Sondersitzung im Rathaus zu einem Ergebnis führen. Es blieb bei der Absicht. Es ist immer noch offen, welcher Projektentwickler für den Bau das Veranstaltungs- und Kongresszentrums mit Konzerthalle und Spielbank (VKK) den Zuschlag bekommt.

Rappelvoll war es im Ratssitzungssaal. Vertreter des Haupt- und Finanz-, des Kulturausschusses, des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr und der Bezirksvertretung Mitte wollten ihren Favoriten ermitteln.

Da sich täglich die Nachrichtenlage aus dem Hause Westspiel, das mit dem Casino den Hauptmieter stellen wird, ändert, konnte die Politik auch keinen Beschluss fassen, der auf verlässlichen Fakten beruht.

Zwar lag den Politikern der Beschlussentwurf für den Rat vor, doch könnte auch der Makulatur werden. Dann nämlich, wenn Westspiel aus dem Mercator-Projekt aussteigt und in einem anderen Gebäude in Duisburg sein Glück finden will. Die Grünen kritisierten die Verwaltung, die es versäumt habe, feste Verträge mit dem Hauptmieter Westspiel abgeschlossen zu haben.

Die Verwaltung spricht sich für das Hellmich-Konzept aus, mit der Option für Kölbl Kruse, falls Verträge nur mit erheblicher Verspätung unterschrieben werden könnten. SPD und PDS signalisierten bereits, dass sie es ablehnen werden, zwei Mio E an Kölbl Kruse als Entschädigung dafür zu zahlen, dass sie trotz Votum für Hellmich weiter planen sollen.

Stadtdirektor Brandt nannte drei entscheidende Fristen, die einzuhalten sind. Bis zum 31. Dezember müssen die Verträge unterschriftsreif vorliegen, bis zum 17. Januar muss die Baugenehmigung eingereicht sein und am 1. März muss mit dem Bau begonnen werden. Die Verwaltung sei vorbereitet und werde ihren Part ohne Rücksicht auf Feiertage erledigen. Von den verbleibenden Bewerbern erwartet die Stadt eine vertraglich zugesicherte Akzeptanz durch Westspiel und Klärung aller finanziellen Fragen.

Dazu gehören auch die Obergrenze von 35 Mio E bei den Ausbaukosten und maximale jährliche Mietkosten in Höhe von 5,4 Mio E.

Parallel zur Sondersitzung hatte Walter Hellmich mit dem Architektenteam gestern bei Westspiel seinen modifizierten Plan vorgelegt. Demnach soll die bisherige Markthalle von einer repräsentativen Eingangszone in der Mitte durchschnitten werden. "Die ursprünglich geplante Größe der Markthalle", so Walter Hellmich, "wird etwa um die Hälfte reduziert." Das Projekt baue nach wie vor auf hochwertiges Sortiment und Gastronomie. Etwa 15 Meter breit soll der Eingangsbereich zum Casino werden. "Besser", so glaubt Hellmich, könne man es nicht präsentieren. Am Mittwoch will er den Fraktionen das neue Konzept vorstellen.

WAZ / Lokalausgabe / Duisburg / Klaus Johann
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05.12.2004 Hellmich: Freue mich für das gesamte Team
  MSV-Chef Walter Hellmich ist bekanntermaßen bekennender Gasgeber. Aber er kann auch das Tempo herausnehmen: "Unsere Tabellensituation ist einfach wunderbar, aber es besteht kein Anlass, sich schon jetzt zurückzulehnen, wir haben noch nichts erreicht", hieß es im Wildparkstadion.

Hellmich weiß seinen MSV vor dem Ligaknüller gegen Köln ("Das wird gigantisch!") allemal auf einem sehr guten Weg: "So etwas gibt es in keinem Drehbuch. Wenn uns das einer vor der Saison gesagt hätte, hätte ich ihm gesagt, er soll auf dem Teppich bleiben. Gut ein Platz zwischen vier und sechs, ab er jetzt sind wir ganz oben dabei. Einfach wunderbar. Ich freue mich für die Trainer und die Mannschaft, weil sie für ihre harte Arbeit belohnt werden. Wir haben für die Voraussetzungen gesorgt, dass das letzte Spiel des Jahres ein Highlight wird. Jetzt haben wir sogar die Chance, mit einem Sieg in der ausverkauften Arena den ersten Tabellenplatz zu erreichen. Das ist für mich ein großer Traum."...
...

WAZ / Loakalausgabe / Duisburg / Gerd Böttner Stimmen
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05.12.2004 Der Traum von 31 500
  MSV / Präsident Walter Hellmich hofft nach dem 3:0 beim KSC gegen den 1. FC Köln auf eine ausverkaufte Arena.

Es war bitter kalt am Freitagabend im Karlsruher Wildparkstadion. Dick verpackt verfolgte der Präsident des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, Walter Hellmich, die Partie der Zebras beim Karlsruher SC. So richtig erwärmen konnte ihn das Spiel seiner Mannschaft nicht. Nur dank einiger großartiger Paraden von Torhüter Georg Koch erstarrte Hellmich nicht vor Schreck und Kälte. Erst die drei Treffer für den MSV zum 3:0 noch vor der Pause, die auch den Endstand bedeuteten, ließen den ersten Mann des Vereins wieder entspannen und an den positiven Trend der Duisburger denken. So wie die mitgereisten Fans, die mit freiem Oberkörper bei Gesängen die Führung bis zum Abpfiff feierten.

"Eine bessere Ausgangsposition kann man sich gar nicht vorstellen", sah Hellmich nach dem Abpfiff bereits, dass sein Traum in Erfüllung gehen kann. Die Treffer von Alexander Bugera nach schönem Doppelpass mit Aziz Ahanfouf, Dirk Lottner, der sein erstes Tor für den MSV erzielte (und das auch noch mit dem schwachen rechten Fuß), sowie der Abstauber von Peter van Houdt bedeuten nämlich einen Aufstiegsrang in der Tabelle hinter dem nächsten Gegner 1. FC Köln.

31 000 Plätze im neuen Zuhause
"Es wäre das Größte für mich, die Arena ausverkauft zu sehen", weiß Hellmich, dass nach monatelanger harter Arbeit am neuen Zuhause des MSV Duisburg das Ganze am Sonntag mit einem Sahnehäubchen versehen werden kann. Dann ist die Arena zum ersten Mal voll nutzbar, und 31 000 Zuschauer könnten den Kampf um die Tabellenspitze der zweiten Liga live miterleben. "Es sind bereits 28 500 Karten verkauft. Wir hoffen, dass die Arena voll wird", sagt Hellmich mit einem Grinsen. Denn bei den wenigen Restkarten und mit dem weiteren Erfolg des MSV im Rücken werden auch die letzten Karten schnell vergriffen sein.

Besonders stolz zeigt sich der Präsident auch über die Entwicklung der Mannschaft um Trainer Norbert Meier während der Bauzeit am Stadion. Zuletzt war das Team neunmal ungeschlagen, in der neuen MSV-Arena gab es noch gar keine Niederlage. "Wir kennen ja das letzte Jahr und wissen, wie hart das war", hörte Hellmich nach dem Spiel in Karlsruhe die Fans mal wieder skandieren: "Trainer raus!" Diesmal ist es aber KSC-Coach Lorenz-Günter Köstner, der in der Kritik steht. Die Duisburger Mannschaft ist in dieser Zeit mit dem Umbau gewachsen - und auch der Trainer hat an Akzeptanz gewonnen.

Koch und Lottner führen den MSV zum Sieg
"Besser kann man ein Drehbuch gar nicht schreiben", glaubt da auch Hellmich. Für ihn war das 3:0 beim KSC nur ein weiterer Baustein auf dem Weg, in Duisburg Erstligafußball bieten zu können. Und das Drehbuch meinte es am Freitag gut mit den Duisburgern, denn es waren die Neueinkäufe Koch und Lottner, die den MSV auf Kurs hielten. Karlsruhes Stürmer Sebastian Freis biss sich die Zähne auch aufgrund seiner Eigensinnigkeit an Schlussmann Koch aus und Lottner zeigte, wozu er fußballerisch in der Lage ist. Ein Tor, ein Freistoß-Hammer an die Latte als Tor-Vorlage und zahllose Traumpässe, die die Gastgeber ins Schwimmen brachten, auseinander rissen oder gleich zur Aufgabe zwangen. Drum herum arbeitet die Mannschaft und zeigt sich vor allem in der Defensive sattelfest. Die Hälfte aller Spiele konnte der MSV zu null halten. Kein Wunder, dass der Präsident da ins Träumen gerät.

Und wenn bei den Zebras schon geträumt wird, dann aber auch richtig. "Wir können mit einem Sieg sogar Spitzenreiter werden", so Hellmich, der damit also gleich die Verwirklichung von weiteren Träumen in Angriff nehmen will, denn dann überwintert der MSV nicht nur auf Platz eins, sondern ist obendrein auch Herbstmeister. Da träumen die Spieler sicher gerne mit, auch wenn es gegen Köln wieder bitter kalt wird am Sonntagabend . . .

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Kai Schmitz
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02.12.2004 Hellmich will umplanen
  "Das Projekt ist nach wie vor machbar" - mit dieser Äußerung reagierte Bau-Unternehmer Walter Hellmich auf die Forderung von Westspiel, den Zugang zur Spielbank im geplanten Veranstaltungszentrum von der Königstraße aus zu ermöglichen. Die Hellmich-Gruppe hatte in ihrem Entwurf, der von der Politik favorisiert wird, einen repräsentativen Zugang von der Landfermannstraße aus vorgesehen. Für ihn sei allein der Aspekt der Bürgerfreundlichkeit entscheidend, betonte Hellmich, der sich über den Sinneswandel der Westspiel-Verantwortlichen erstaunt zeigte. Um den Ansprüchen der Spielbank-Betreiber zu genügen, werde man neue Varianten vorstellen. Am 13. Dezember entscheidet der Rat darüber, wer das 80 Mio-Euro-Projekt bauen soll. Eine Woche zuvor gibt es eine Sondersitzung mehrerer Ausschüsse.

WAZ / Lokalausgabe / Duisburg
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01.12.2004 Hellmich zahlt alles
  STADTPLANUNG I / Stadt verlangt 1,6 Mio Euro für das Grundstück Marktforum.

Heute soll der Startschuss für das Marktforum am Hochemmericher Markt fallen. Wenn der Werksausschuss für das Immobilien-Management tagt, liegt die Beschlussvorlage zum Verkauf des städtischen Grundstücks (Grünfläche im Winkel Markt/Atroper Straße/Gillhausenstraße) an den Investor Hellmich auf dem Tisch. Die Kaufsumme soll 1636500 Euro betragen.

Mit dem Kauf verpflichtet sich die Hellmich-Gruppe, das Grundstück innerhalb von zwei Jahren mit dem Marktforum einschließlich einem Parkdeck zu bebauen. Die Vorlage legt auch fest, dass das Marktforum später nicht als Behausung für Sexshops, Spielhallen und Nachtlokale genutzt werden darf.

Der Kaufpreis für das Grundstück kann aus Sicht des Investors nicht als "Schnäppchen" bezeichnet werden. Die Stadt hat Bodenwerte für baureifes Land im Dellviertel und in Ruhrort als Maßstab für das 9350 Quadratmeter große Grundstück herangezogen.

Das Ziel der gesamten Beschlussvorlage besteht darin, alle möglichen Folgekosten für die Stadt Duisburg auszuschließen: So muss Bauunternehmer Hellmich sich dazu verpflichten, die Erweiterung der Marktfläche entlang der Duisburger Straße durchzuführen. Die Kosten sollen allerdings mit dem Kaufpreis für das Grundstück verrechnet werden (wir berichteten).

Pavillon-Pächter hat die Kündigung
Außerdem soll der Investor die Kosten für den Abriss des Pavillons am Markt tragen und sich an den Kosten für die Entschädigung des Pächters beteiligen. Dem Pächter des Pavillons wurde zum 31. Dezember gekündigt.

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg / CHRISTOPH GIRSCHIK
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01.12.2004 Hellmich plant Änderung
  SPIELBANK-ZENTRUM / Knallharte Position zum " Mercator-Forum" mit Markthalle: Das Kasino muss an die Kö, oder die Westspiel sucht sich ein anderes Gebäude. Hellmich will Konzept wandeln.

Wenn eine Hürde genommen ist, dann stellt sich dem Projekt Kasino-Zentrum sofort die nächste in den Weg. Zwei Anläufe mit Investoren sind bereits gescheitert, nachdem Duisburg im Juni 1999 den Zuschlag für die vierte Spielbank in NRW bekommen hatte. Jetzt geht es um einen neuen Investor, und jetzt diktiert der Partner Westspiel/NRW-Bank der Stadt die Bedingungen.

NRW-Bank-Vorstand Ernst Gerlach erklärte gestern vor der Presse, dass es für das Kasino auf ökonomische Faktoren und das optimale Umfeld ankomme. Die NRW-Bank (Teil der früheren West-LB) ist Eigentümerin der Westspiel. Das bedeutet aus Sicht der NRW-Bank: Wenn sich der Stadtrat am 13. Dezember für den Entwurf von Hellmich-Gruppe und RAG Immobilien entscheidet, dann muss eine andere Anordnung der drei Gebäude her - oder die Westspiel sucht sich ein anderes Haus.

Verbindung mit Kongresszentrum
Nicht die "Markthalle" dürfe vorn an der Königstraße liegen, sondern das Kasino müsse vorn liegen, dahinter am König-Heinrich-Platz das Veranstaltungs- und Kongresszentrum (VKK) der Stadt mit einem Zugang zum Kasino und rechts davon die "Markthalle" - dort wo bisher das Parkdeck war. Bauherr Walter Hellmich stellte daraufhin eine Änderung in Aussicht.

Gerlach betonte: "Wenn die drei jetzt diskutierten Modelle wesentliche Bedingungen nicht erfüllen, dann müssen wir andere Erwägungen anstellen." Der NRW-Bank sei ein integriertes Gebäude, von dem alle Nutzer profitierten, am liebsten. So sieht es der bisherige "Urbanum"-Entwurf ebenso wie der " Mercator-Bogen" von Entwickler Kölbl Kruse vor. Deshalb habe man OB Sauerland per Brief mitgeteilt, dass es aus Kasino-Sicht entweder ein geschlossenes Gebäude oder die Lage an der "Kö" sein müsse. Sonst müsse man eine andere, bereits bestehende Immobilie suchen. Mit der Suche habe man auch schon begonnen.

Auf Anfrage der NRZ erklärte gestern Bauunternehmer Walter Hellmich, er sei über die Forderung sehr erstaunt. Bislang sei vieles mit Westspiel abgestimmt worden. Gleichwohl stelle man sich der neuen Herausforderung und werde das Konzept "wandeln".

Bank-Vorstand Gerlach betonte zugleich: "Wir bleiben auf jeden Fall in Duisburg - der Standort steht nicht in Frage." Aber das Kasino müsse Anfang 2007 öffnen.

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg / ANDRE MASSMANN + GÜNTER PUTZ
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30.11.2004 Westspiel will keine Markthalle an der "Kö"
  Die Ausgangslage für den Bau des Veranstaltungszentrums mit Casino wird immer verzwickter. Denn der vom Rat favorisierte Hellmich-Entwurf entspricht in seiner jetzigen Form nicht den Vorstellungen von Spielbank-Betreiber Westspiel. Damit erhält der Mercatorbogen von Kölbl Kruse unverhofft Rückenwind.

Aus der elfseitigen Verwaltungsvorlage, die heute in den Fraktionen diskutiert wird, geht das Dilemma deutlich hervor. Auf der einen Seite wird darin den Verhandlungen mit der Hellmich-Gruppe oberste Priorität verliehen. Diese wiederum soll die notwendigen Planungsänderungen mit Westspiel abstimmen. Gelingt dies nicht bis zum 15. Januar 2005, kommt Kölbl Kruse ins Spiel. Zugleich werden die Essener aber aufgefordert, ihre Planungen trotz des Vorrangs für das Hellmich-Modell unverändert voranzutreiben. Durch die Parallel-Planung will die Stadt vermeiden, weitere Zeit zu verlieren. Und lässt sich dies was kosten: Sollte zum Schluss doch das Mercator-Forum von Hellmich den Zuschlag erhalten, würden Kölbl Kruse immerhin ein Honorar von zwei Mio Euro kassieren, obwohl man gar nicht zum Zuge kam. Mit der LEG will die Stadt nicht weiter verhandeln Westspiel hingegen stellt Anforderungen, die vom Hellmich-Modell, das aus drei Modulen besteht, nicht erfüllt werden können. So bestehen die Münsteraner auf einem integrierten Gebäude. Sollte die Stadt dagegen, also für Hellmich votieren, müssten die drei Funktionen des Entwurfs umgruppiert werden. Konkret bedeutet dies: Der Zugang zur Spielbank soll auf jeden Fall von der Königstraße aus erfolgen und das Veranstaltungszentrum samt Konzerthalle entlang des König-Heinrich-Platzes entstehen. Für die Markthalle, zentraler Bestandteil des Hellmich-Entwurfs, bliebe dann nur der Zugang von der Landfermannstraße aus - und damit ein Standort außerhalb der Käuferströme. Eine inakzeptable Bedingung für jeden Betreiber. Hier stellt sich die Frage, warum sie erst spät von Westspiel auf den Verhandlungstisch gelegt wurde. Außerdem sollen alle Bereiche des Mega-Projektes zeitgleich eröffnen - bis spätestens 31. Dezember 2006.

Auch in puncto Baubeginn macht Westspiel Druck. Sollten bis zum 1. März 2005 nicht die Bagger rollen, stehe "man als Mieter nicht mehr zur Verfügung", heißt es in einem Schreiben. Der Rat steht damit unter Zugwang. Er muss sich am 13. Dezember entscheiden. Schafft er es nicht, dann zerplatzen Duisburgs Casino-Träume wie eine Seifenblase.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Rolf Kiesendahl
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28.11.2004 Auf Tuchfühlung mit den Stars
  MSV DUISBURG / Carsten Wolters und Sven Beuckert schrieben fleißig Autogramme.

EMMERICH. Am Samstag hatten die Anhänger des MSV Duisburg allen Grund zur Freude. Eine Delegation aus Spielern und Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten gab im Eingangsbereich des Rewe-Markts im Emmericher Rhein-Center eine Autogrammstunde. Auf Vermittlung des ehemaligen Staatssekretärs im Bundesarbeitsministeriums Horst Günther war es zur Kontaktaufnahme gekommen. Der stellvertretende Bürgermeister Herbert Ulrich, seit langen Jahren bekennender Fan und früher selbst Spieler beim Meidericher SV, begrüßte mit Carsten Wolters und Sven Beuckert zwei Akteure des Tabellenzweiten. Auch MSV-Geschäftsführer Björn Bremer und der für den Marketingbereich verantwortliche Marc Hellmich den Rhein abwärts gereist. "In den vergangenen Jahren ist die Fanbetreuung beim MSV ein wenig stiefmütterlich behandelt worden", meinte Marc Hellmich, der Sohn des Vereinpräsidenten, "aber das ändert sich, wir gehen wieder vermehrt in die Region."

Dankbar für die Unterschriften war auch Marcus Tänzler, der sie sich auf einem mitgebrachten Trikot Unterschriften geben ließ. Seine Verbundenheit zum Duisburger Traditionsverein geht allerdings weit über das Autogramme sammeln hinaus. Am 23. April nächsten Jahres wird er seine Freundin Denise Kletschke in der neu errichteten MSV-Arena standesamtlich heiraten. "Sie wollte heiraten", erklärte der Emmericher Zebra-Fan, "als Voraussetzung wollte ich nur in der Arena. Naja, so kriegt man die Männer rum."

Geschäftsführer Björn Bremer nutzte die Veranstaltung, um auf eine Tatsache aufmersam zu machen, die vielen vielleicht noch nicht bekannt ist: "Wer bei uns im Vorverkauf ein Ticket erwirbt, kann dieses auch als Bus- und Bahn-Ticket am Spieltag nutzen. Ein Fan aus Emmerich kann also ohne, dass er weitere Unkosten hat, die Heimspiele in unserer neuen Arena besuchen, die alleine schon das Eintrittsgeld wert ist." Herbert Ulrich versuchte neue Mitglieder für den Fanclub " Zebra-Freunde Emmerich" zu finden. Spontan meldeten sich sieben MSV-Unterstützer an.

Natürlich waren viele Duisburg-Fans mit der Hoffnung zur Autogrammstunde erschienen, dass ihre Lieblinge in der nächsten Saison eine Etage höher spielen. Für den zwölfjährigen Benjamin Bayer aus Elten steht fest, dass die Zebras am Ende in der Tabelle unter die ersten Drei kommen: "Ja, wir steigen auf!" (tt)

NRZ / Lokalausgabe / Duisburg

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26.11.2004 In Duisburg hat "Lotte" Ruhe
  Der MSV will im fünften Anlauf das Bundesliga-Comeback schaffen und baut dabei auf Dirk Lottner

Gerade mal 15 Menschen verfolgen in diesen Tagen die Trainingseinheiten des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg. "So ruhig habe ich es mir auch nicht vorgestellt. Aber ich kann damit leben", sagt Dirk Lottner, der bei seinem letzten Verein 1. FC Köln andere Verhältnisse gewohnt war. Trubel und Medienrummel, bei dem der ehemalige FC-Kapitän meist im Rampenlicht stand, gehörten am "Geißbockheim" zum Alltag. Er vermisst es nicht. "Im Gegenteil, der ganze Rummel in Köln war für mich ein Grund, den Verein zu verlassen. Ich habe da in fünf Jahren Höhen und Tiefen erlebt," sagt Lottner, der einst für seinen FC überlebensgroß von Plakatwänden lächelte.

In Duisburg wird dem 32-jährigen Mittelfeldspieler so etwas wahrscheinlich nicht passieren. Nach einer Sprunggelenksverletzung bestreitet er heute Abend gegen Eintracht Frankfurt erst seinen fünften Einsatz in der Startformation. "Den Druck, der früher von außen kam, muss ich mir jetzt selbst machen", sagt der Mann, den alle "Lotte" rufen, und den selbst beim Spaziergang durch die Duisburger Innenstadt niemand erkennt. Komisch und ungewohnt sei das. "Ich möchte den Fans und mir beweisen, was ich noch drauf habe", sagt Lottner und erzählt ganz selbstverständlich, dass man in der zweiten Liga bis zum Schluss oben mitspielen und am Ende natürlich auch aufsteigen wolle.

Erzählt haben das in den vergangenen Jahren schon viele MSV-Neuzugänge, aber keinem nahm man das so ab wie dem ehemaligen Kölner, dem der Ruf vorauseilte, am Ball ein Genie zu sein und der dann direkt das Amt des Kapitäns übernahm. "Eine echte Leitfigur", sagt Walter Hellmich. Der Vereinsvorsitzende verpflichtete neben Lottner noch Führungsspieler wie Georg Koch, Ivica Grlic und Holger Wehlage, um dem Kader mehr Profil zu verschaffen und endlich das Bundesliga-Comeback zu feiern. Im Mai 2000 war der Club abgestiegen, es folgten vier trostlose Jahre im Zweitliga-Mittelmaß, in denen sich viele der ohnehin nicht verwöhnten Fans und Sponsoren genervt abwandten.

Mit der Vergangenheit hat Hellmich aber aufgeräumt. "Wir bauen den neuen MSV", pflegt der 60-Jährige zu sagen und errichtete den Duisburgern in seiner hauptberuflichen Funktion als Bauunternehmer eine neue, 40 Millionen Euro teure Arena. Ein Präsidenten-Denkmal in Steinen. 30 000 Zuschauer werden hineinpassen, wenn in einem Monat nach einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur 420 Tagen auch das Innenleben der Haupttribüne fertiggestellt ist. Hellmich, der früher den Dinslakener Tennisverein DTG von der Kreisliga zur Deutschen Meisterschaft führte und in seinen zwei Jahren als MSV-Boss ganz nebenbei drei Millionen Euro Verbindlichkeiten abbaute, gilt als einer, der keine halben Sachen macht. "Was wir auf die Beine stellen, hat Champions-League-Niveau", sagt Hellmich. Wer das alte, in taubengrauer Tristesse abgerissene Wedaustadion noch kennt und nun die Akustik der neuen Heimstätte wahrnimmt, mag dem nicht widersprechen.

Frankfurter Rundschau online / ROLAND LEROI (DUISBURG)
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26.11.2004 Hellmich gilt als klarer Favorit
  Am 13. Dezember entscheidet der Rat darüber, wer das Veranstaltungszentrum mit Spielbank bauen soll. Dass die Verwaltung schon jetzt der Hellmich-Gruppe schriftlich signalisierte, dass sie Favorit sei, sorgt beim Konkurrenten Kölbl Kruse für böses Blut.

Die Essener sehen sich doppelt düpiert. Zum einen von OB Adolf Sauerland, der mit einer deutlichen Mehrheit für das Hellmich-Modell rechnet und dies dem MSV-Präsidenten auch schriftlich mitteilte. Da der Zeitplan - die Eröffnung ist für Ende 2006 geplant - als sehr ehrgeizig gilt - war dies vorausschauend, widerspricht aber den Regeln eines offenen, fairen Wettbewerbs. Aber auch die Grünen machen Kölbl Kruse zu schaffen. Bei einer Abstimmung der Gesamtfraktion, an der alle Grünen aus Rat, Bezirksvertretungen und Ausschüssen teilnahmen, hieß es dem Vernehmen nach 11:10 für den Mercatorbogen von Kölbl Kruse. Laut Fraktionschefin Doris Janicki endete die Abstimmung jedoch 10:10. Aus anderer Quelle war zu erfahren, dass ein Mitglied des Gremiums nicht stimmberechtigt gewesen sei. Im Rat werden sich die Grünen dem CDU-Votum für Hellmich anschließen, ließ Janicki durchblicken.

Für Hellmich will überraschend auch die PDS votieren, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So sollen Vereine und Verbände den Veranstaltungsbereich zum Selbstkostenpreis nutzen können. Da Bürgerunion und FDP für Hellmich stimmen werden, scheint dessen Mehrheit gesichert. Als große Unbekannte gilt Westspiel, das Konzerthalle, Kongress und Spielbank in einem Gebäude bevorzugt. Dies ist bei Hellmich nicht vorgesehen.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Rolf Kiesendahl
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25.11.2004 Warten auf die Baugenehmigung
  ÄRZTEHAUS / Der 1. Spatenstich für das Haniel-Gebag-Projekt war rein symbolisch - die Genehmigung kommt erst nach Parkgeschoss-Prüfung.

Jeder bekam einen Spaten, und dann stießen die Partner Haniel, Gebag und Hellmich mit ihren Werkzeugen kräftig zu - allerdings nur in einen Sandhaufen. Das war der erste Spatenstich für das Medizinische Zentrum (Medical Center) in Ruhrort am 8. November. Nach schwierigen Vermark-tungsrunden für das Haus mit dem Schwerpunkt Innere Medizin wollten die Bauherrn Haniel und Gebag wohl deutlich machen, dass das Projekt gesichert ist und nun in Angriff genommen wird. Auch OB Sauerland nahm an der Feier teil.

Was allerdings nicht gesagt wurde: Eine Baugenehmigung für den Antragssteller, eine gemeinsame Untergesellschaft der beiden Partner, liegt bis heute nicht vor. Grund: Die Parkplatz-Schaffung in den Gebäude. Aber dies seien nur noch formale Dinge, hieß es gestern auf Anfrage in der Leitung des Bau-Dezernats der Stadt.

Haniel-Unternehmenssprecherin Jutta Stolle wies darauf hin, dass die Tiefgarage neu geplant wurde. Die vorgesehene fünfgeschossige Garage werde jetzt nicht mehr als zwei Geschosse bekommen. Dies sei per Änderung neu beantragt worden und müsse nun geprüft werden. Und: "Wir fangen erst an zu bauen, wenn die unterschriebene Baugenehmigung bei uns im Haus ist."

Gebag-Chef Dietmar Cremer: "Wir wollten mit dem ersten Spatenstich zeigen, dass wir mit der Konzeption fertig sind." Beide betonten, dass frühere Probleme mit den Anwohnern ausgeräumt seien.

NRZ / Lokalausgabe Duisburg / ANDRE MASSMANN
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25.11.2004 OB erteilt Hellmich Planungsauftrag
  Die Spitze der Duisburger Stadtverwaltung geht offenbar davon aus, daß die Unternehmensgruppe Hellmich den neuen Konzertsaal und das Casino bauen wird.
Die Spitze der Duisburger Stadtverwaltung geht offenbar davon aus, daß die Unternehmensgruppe Hellmich den neuen Konzertsaal und das Casino bauen wird. Nach Radio Duisburg-Informationen hat der städtische Projektleiter, Stadtdirektor Jürgen Brandt, an Walter Hellmich einen Brief mit entsprechendem Inhalt geschrieben. Darin erklärt Oberbürgermeister Adolf Sauerland, daß er mit einer Mehrheit von 42 Stimmen für die Ratsentscheidung für das Mercator-Forum des Dinslakener Unternehmers rechne. Hellmich ist deshalb aufgefordert worden, sofort mit weiteren vor-bereitenden Arbeiten zu beginnen, damit die Stadt keine Zeit mehr verliere. Gleichzeitig sind am Nachmittag alle drei Investoren aufgefordert worden, ihre Projektentwürfe bis zum Ende dieser Woche nachzuarbeiten. In einer Sondersitzung am 6. Dezember sollen die zuständigen Fachausschüsse und abschliessend der Rat über die Zuteilung entscheiden. Andererseits scheint die Mehrheit für das Mercator-Forum noch nicht sicher zu sein. Am Abend haben sich Bündnis90/Die Grünen erneut nicht auf ein Projekt einigen können. Die Kampfabstimmung der Grünen zwischen dem Mercator-Forum und dem Mercator-Bogen endete mit einem Unentschieden.

Radio Duisburg online / 10:30 Uhr
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24.11.2004 Noch zwei für Hellmich
  KOMMUNALPOLITIK / Ratsherren der Bürger Union wollen das Mercator Forum.

Die beiden Ratsherren der Bürger Union (ehemals PDP) Klaus de Jong und Knut Happel haben dem OB mitgeteilt, dass sie den Hellmich-Entwurf unterstützen werden. In den vergangenen Wochen ließen sich de Jong und Happel sowie die Bezirksvertreter der BU 2004 die verschiedenen Modelle erläutern. U.a. besuchten sie die MSV-Arena, wo Walter Hellmich ihnen den Entwurf des Mercator-Forums vorstellte. -Auch auf dem Weihnachtsmarkt seien sie mehrfach auf das Hellmich-Modell angesprochen worden, das scheinbar vielen Bürgern zusagen würde. Deshalb hätten sie sich nun entschlossen, dem OB und der Presse mitzuteilen, dass sie im Rat für diesen Entwurf stimmen werden.

NRZ / Lokalausgabe Duisburg
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24.11.2004 Ab Freitag erhältlich: Der MSV-Arena-Kalender 2005
  Das ideale Weihnachtsgeschenk!
Die Fotos wurden von "der" Arena-Fotografin Gabriele Petrick erstellt und zeigen den Abriss des altehrwürdigen Wedau Stadions und die Entstehung der MSV-Arena aus verschiedenen Perspektiven, zur Tages- und zur Nachtzeit, mit Schnee bedeckt sowie bei strahlend blauem Himmel. Der Kalender erscheint nur in einer begrenzten Auflage, dadurch wird er noch attraktiver. Greifen Sie zu und bestellen Sie dieses ideale Weihnachtsgeschenk ab dem 26. November im Internet für nur 9,95 Euro unter www.msv-zebrashop.de (zzgl. Versandkosten) oder erwerben Sie es direkt im Zebrashop der MSV- Geschäftsstelle in der Westender Straße 36, Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 10.30 - 17.00 Uhr, Do.: 10.30 - 19.30 Uhr, Sa.: 10.00 - 13.30 Uhr / Tel.: 0203 42924-0

www.msv-arena.de
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22.11.2004 Philharmoniker mögen das Mercator-Forum
  Keine eindeutige Festlegung, aber eine Präferenz - die besteht bei den Duisburger Philharmoniker in Sachen neuer Konzertsaal. Orchestervorstand Daniel Draganov auf Fragen der NRZ: "Wir können mit beiden Entwürfen, dem , Mercator-Forum´ und dem , Mercator-Bogen´, leben. Doch mit der Meinung unserer Intendanz sind wir nicht weit auseinander." Und die äußerte Intendant Rolf Rüdiger Arnold klar: "Beide Entwürfe bieten die Voraussetzung für einen erstklassigen Konzertsaal. Meine Präferenz ist aber der Entwurf der Architekten der Hellmich-Gruppe."

Für Arnold bietet hier der Veranstaltungs- und Konzertbereich als eigenständiges Gebäude Vorteile, auch sei die Andienbarkeit in der Versorgung besser, und die Gebäude fügten sich harmonischer in den Platz und die Umgebung ein.

Zum neuen Konzertsaal hatten die Duisburger Philharmoniker immer eine klare Haltung. Er müsse dieselbe klangliche Qualität aufweisen wie die Mercator-Halle. Und er müsse vor allem schnell kommen, damit das Provisorium Theater am Marientor nicht zur Gewohnheit wird.

Nach Angaben der FDP/AMP-Fraktion im Rat bietet die Hellmich-Gruppe an, die bisherigen Planungskosten der Stadt für das Veranstaltungszentrum zu übernehmen. ....

NRZ / Lokalausgabe Duisburg / ANDRE MASSMANN
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19.11.2004 Casino-Projekt benötigt breite Zustimmung
  Nur keine Zufallsmehrheit
Wahlkampf hin, Verletzungen und bestehende Rachegelüste her. Spätestens seit Mittwoch ist in Duisburg kein Raum mehr für taktische Spielchen aller Art. Es geht um die Zukunft
der Innenstadt, konkret darum, wer das Veranstaltungszentrum mit Spielbank bauen soll. Diese Entscheidung muss der Rat mit breiter Mehrheit fällen - der Stadt zuliebe. Doch man ist weit auseinander. Die CDU steht wie ein Mann hinter dem ellmich-Entwurf. Zwei Drittel der SPD finden aber mehr Geschmack an Kölbl Kruses Mercatorbogen. Beide großen Parteien müssen sich nun zusammenraufen. Tun sie es nicht, riskieren sie, dass am Ende die Stimmen des Republikaners und der beiden Ex-PBP-Ratsherren darüber entscheiden, wer den Zuschlag für das Mega-Projekt erhält. Ein fatales Signal für alle Investoren.
Die einfachste Lösung wäre, den Fraktionszwang abzuschaffen, die Ratsmitglieder frei abstimmen zu lassen. Schließlich gibt es ja keine christ- und auch keine sozialdemokratische Architektur, sondern nur eine, die gefällt und alle Anforderungen erfüllt. Ein
Machtwort ist fällig. Und zwar ein Machtwort der Landesregierung an die Adresse des landeseigenen Spielbank-Betreibers Westspiel.

Dessen Chef Lutz Wieding verkündete am Montag zu später Stunde, dass nur die LEG mit ihrem überarbeiteten Urbanum-Projekt für ihn als Partner in Frage käme. Wochenlang hatte er zuvor Politiker und Investoren in dem Glauben gelassen, das Rennen sei völlig offen. Naivität kann man dem gewieften Manager kaum unterstellen. Außerdem weiß Wieding genau, dass das Urbanum keine Chance in Duisburg hat. Und auch nicht der damit schmählich gescheiterte Projekt-Entwickler Wolfgang R. Bays. Welches Spiel spielt
Westspiel? Dieser Frage müssen die vier SPD-MdL schleunigst nachgehen. Denn es darf nicht sein, dass eine landeseigene
Gesellschaft den Willen einer Stadt ignoriert. Deshalb: Kann, Walsken, Bischoff und Jäger - übernehmen Sie!
WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / STADTGESPRÄCH / Rolf Kiesendahl
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18.11.2004 OB soll Westspiel überzeugen
  KASINO-ZENTRUM / CDU ist überzeugt, dass der Partner auch mit " Mercator-Forum" einverstanden ist. Markthalle soll schnell gebaut werden.

Gemeint waren Wolfgang Bays und die Brune Consulting als früherer Projektentwickler, der an dem Vorhaben scheiterte und die Stadt lange hinhielt.

An dem Hellmich-Konzept überzeugte die CDU besonders die Markthallen-Idee. Dieser Gebäudeteil soll, so Bauunternehmer Walter Hellmich selbst, möglichst bis Weihnachten 2005 fertig sein. Der Bauantrag könne am 1. Januar gestellt werden, am 1. März 2005 soll bereits Baubeginn sein, wenn die Genehmigung vorliegt. Dann würde die Mercator-Halle nun doch abgerissen.

Da sich der Stadt-Partner Westspiel vor zwei Tagen so stark auf das alte "Urbanum"-Konzept festlegte, müsse auch mit dem " Forum-Modell" vertraglich garantiert werden, dass das ganze Vorhaben bis Weihnachten 2006 fertig ist. Das betonten CDU-Parteichef Mahlberg und Fraktionsvize Uwe Gerste. Dann werde sich auch die Westspiel überzeugen lassen.

Diese Gespräche müsse nun OB Sauerland führen. (ama)

NRZ / Lokalausgabe Duisburg
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17.11.2004 CDU will Hellmich-"Forum"
  KASINO-ZENTRUM / Einstimmiger Beschluss am Abend. Fertigstellung bis Weihnachten 2006.

Kasino-Zentrum und kein Ende: Nach der fast sechsstündigen Debatte am Montagabend im Rathaus über die Entwürfe für das neue Veranstaltungszentrum mit Spielbank diskutierten CDU- und SPD-Fraktion gestern abend wieder ausführlich über die Konzpete. Um 19.15 Uhr war sich die CDU-Fraktion einig: Einstimmig legte sich die Fraktion auf das " Mercator-Forum" fest, das Konzept der Hellmich-Gruppe und der RAG-Immobilien.

Die Fraktionsvorsitzende Petra Vogt: "Wir haben uns das Konzept, wie auch den Entwurf , Mercator-Bogen´, heute nochmals vorstellen lassen, haben es bewertet. Und wir halten es geschlossen für das beste. Es ist überzeugend an dem Standort, es sorgt für eine Belebung der Innenstadt, und es besteht dafür eine sichere Realisierbarkeit." Es soll bis Weihnachten 2006 fertig werden.

CDU-Parteichef Thomas Mahlberg machte danach deutlich, dass das dritte Konzept, das alte "Urbanum", jetzt vertreten durch die LEG, "für uns nicht in Frage kommt, weil die LEG es mit dem Partner Bays plant." (ama)

NRZ / Lokalausgabe Duisburg
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17.11.2004 Innenhafen ausgezeichnet
  Der Sonderpreis Häfen des "Renault Traffic Design Award 2004" geht nach Duisburg. Die Verwandlung des Innenhafens, angestoßen von der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, in einem Jahrzehnt gehöre zu den herausragenden und erfolgreichsten Beispielen dieser neuen Stadtentwicklungsaufgabe, heißt es in der Begründung. Die Vielfalt der Nutzung und Formen sowie die ausdrucksstarke Umsetzung hätten den Hafen in ein vielversprechendes Stadtviertel verwandelt. Der Architekturpreis will urbane Lebensqualität stärker ins Blickfeld von Architekten rücken. Verkehrsminister Manfred Stolpe hat die Trophäe dem Chef des Innenhafens, Dieter Steffen, in Berlin überreicht. Im Bild der Neubau von Five Boats und der Abriss des Kochspeichers. Nad

WAZ / Lokalausgabe Duisburg
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17.11.2004 Hellmich-Entwurf siegte bei CDU auf ganzer Linie
  Das Veranstaltungszentrum mit Spielbank wird aller Voraussicht nach von der Hellmich-Gruppe gebaut. Einstimmig votierte die CDU-Fraktion gestern Abend für den aus drei Baukörpern unter einem Dach bestehenden Entwurf. Die SPD-Fraktion entschied sich am späten Abend mit 18:7 Stimmen für das Kölbl-Modell.

Das Hellmich-Modell passe am überzeugendsten zum Standort, sei vielseitig nutzbar, weise viele belebende Elemente für die Innenstadt auf und sei am besten zu realisieren, begründete CDU-Fraktionschefin Petra Vogt die Entscheidung der Union. Hohen Wert messe ihre Fraktion auch der Tatsache bei, dass der "Mittelständler Hellmich" mit der RAG Immobilien AG einen ganz starken Partner habe. Vogt: "Wir wollten Solidität und Verlässlichkeit." Der von vielen Architektur-Fans bevorzugte Mercatorbogen von Kölbl und Kruse fand keine Gegenliebe - unter anderem wegen der großen Glasflächen. Keine Chance hatte der LEG - Entwurf. "Das ist mit uns nicht zu machen", konstatierte CDU-Parteichef Thomas Mahlberg - auch deshalb, weil dann der gescheiterte Projekt-Entwickler Wolfgang R. Bays wieder mit im Boot sei. Für Hellmich hätten, so Mahlberg, auch die autarke Aufteilung und die Markthalle den Ausschlag gegeben.

Nicht mehr gerüttelt werden soll am Zeitplan: Ende 2006 soll das Mega-Projekt eröffnen. Am 15. Januar 2005 soll der Bauantrag gestellt, genau einen Monat später die Baugenehmigung erteilt werden. Anfang März 2005 könnte dann mit dem Hallenabriss begonnen werden. Walter Hellmich ließ gestern durchblicken,d ass die Markthalle schon Ende 2005 fertig sein könne.

Den schwierigsten Job hat jetzt OB Adolf Sauerland. Er muss dem Partner Westspiel, der sich für die LEG ausgesprochen hat, das Hellmich-Modell schmackhaft machen, und die SPD überzeugen. - Markthalle, Konzertsaal und Spielbank - besteht der Hellmich-Entwurf.

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Rolf Kiesendahl
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16.11.2004 Renault Traffic Award Design 2004 an Duisburger Innenhafen
  Der Renault Traffic Design Award 2004 für Häfen geht an den Innenhafen Duisburg. In der Begründung der Jury heißt es: "Die Transformation von alten, nicht mehr gebrauchten Hafengebieten in neue, in die Stadt integrierte Stadtquartiere ist eine Aufgabe, die in zahlreichen Städten ansteht. Die Verwandlung des Duisburger Innenhafens, angestoßen von der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, in der kurzen Zeit eines Jahrzehnts gehört zu den herausragenden und erfolgreichsten Beispielen dieser neuen Stadtentwicklungsaufgabe. Hervorzuheben ist die Vielfalt der neuen Nutzungen - Büros, Kultur, Kultus, Gastronomie und Wohnen in vielfältiger Form - und die architektonisch-gestalterische Qualität der Bauwerke - originelle Speicherumbauten für Büro und Museum, innovativ-gewagte neue Brücken, hochmoderner neuer Wohnungsbau und ein expressives neues jüdisches Gemeindezentrum -, alles integriert durch ein sorgfältiges Lichtdesign und durch eine sehr schöne, ausdrucksstarke und atmosphärehaltige Freiflächengestaltung. historischen Hafenspuren sind liebevoll erhalten und eingefügt in ein neues Stadtviertel mit guter Zukunft."

Geschäftsführer Dieter Steffen ist stolz auf den Erfolg seiner Gesellschaft: "Der Preis ist Anerkennung und Auszeichnung für unsere Arbeit der letzten 10 Jahre und damit für erfolgreichen Strukturwandel am Wasser."

Ziel des im Jahr 2000 erstmals vergebenen Renault Traffic Design Award ist es, urbane Lebensqualität stärker ins Blickfeld der Architekten und der Öffentlichkeit zu rücken, den Wandel der Verkehrsarchitektur voranzutreiben. Der Renault-Preis fördert wegweisende Konzepte für einzelne Objekte und Schnittstellen im Verkehrsraum, aber auch das Bewusstsein und den Blick für die Gesamtkomposition. Prämiert werden Bauwerke und architektonische Ideen, die zukunftsweisende Standards setzen.

Gegen das graue Einerlei in der Verkehrsarchitektur, die reine Ausrichtung an der Funktionalität setzt der Autohersteller aus Frankreich mit seinem Wettbewerb den Anreiz zu gestalterischem Anspruch und zum Mut, auch avantgardistische Akzente zu setzen - auch wenn es um Brücken, Bushaltestellen, Bahnhöfe oder gar Lärmschutzwälle geht. Jacques Rivoal, Vorstandsvorsitzender der Renault Nissan Deutschland AG: „ Leidenschaftliche Designkultur ist für Renault als „Créateur d’automobiles“ eine Frage der Identität. Neue Wege gehen, avantgardistische Akzente setzen, unkonventionelle Lösungen fördern: Ein Anspruch, der nicht beim Bau von Autos endet, sondern von Renault als gelebte Unternehmensphilosophie verstanden wird. Der Traffic Design Award bietet die Chance, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten und als Vorreiter neue Formen der Mobilität zu fördern."

Eine hochkarätige Jury entscheidet über die Vergabe der Renault-Preise. "Unsere Zielsetzung muss es sein, die städtische Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig die Möglichkeit der individuellen Mobilität zu optimieren", so der Jury-Vorsitzende Thomas Sieverts, Architekt und Stadtplaner aus Bonn: "Gelungenes Traffic Design ist nur dann mutig und visionär, wenn es gesamtgesellschaftlichen Nutzen impliziert."

Insgesamt wurden seit 2000 bisher über 417 realisierte Objekte eingereicht, 34 erhielten die begehrte Trophäe. Zu den prämierten Bauwerken gehören Brücken, Parkhäuser, Tankstellen, Tunnel, Raststätten, Lärmschutzwände und andere Objekte im öffentlichen Raum, die Ästhetik und Funktion vorbildlich verbinden.

Und der Duisburger Innenhafen gehörte schon einmal zu den Preisträgern beim Renault Traffic Design Award: Im Jahr 2000 würdigte die Jury die Hänge-Fußgängerbrücke, von den Duisburgern liebevoll "Buckelbrücke" genannt, als "innovative Lösung" für das Miteinander von Fußgänger und Schiffsverkehr. Vor allem die Wirkung auf die Stadtumgebung und die Gestaltung des Bauwerks, die "leichte und formschöne Bauweise", überzeugte damals die Juroren.

www.innenhafen-portal.de
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16.11.2004 Spielverderber
  Wochenlang glitt das Veranstaltungszentrum mit Spielbank auf einer Welle der Vorfreude dahin. Hellmich und Kölbl Kruse hatten zwei überzeugende Entwürfe vorgelegt, deren Finanzierung war gesichert. Was konnte da noch schief gehen? Bis Westspiel-Chef Lutz Wieding zum Spielverderber wurde. Er plädierte für eine Lösung, die niemand in Duisburg ernsthaft auf der Rechnung hatte: Eine Neuauflage des Urbanum, überarbeitet von der LEG.

Warum hat Westspiel nicht sofort mit offenen Karten gespielt?, fragt man sich seit Montag in Duisburg. Hellmich und Kölbl haben viel Zeit und Geld in Pläne und Präsentationen gesteckt. Warum ließ man sie in dem Glauben, der Wettbewerb sei ergebnisoffen? Nicht nur die beiden renommierten Firmen, auch Politiker und Bürger fühlen sich an der Nase herumgeführt.

Jetzt schießen die Spekulationen ins Kraut. Gibt es hier ein Zusammenspiel der landeseigenen Gesellschaften? Will man Gelder retten, die das Urbanum verschlungen hat? Plant man gar den Absprung?

OB Adolf Sauerland steht vor seiner ersten Bewährungsprobe. Er muss verhindern, dass Duisburg ein Entwurf aufgezwungen wird, den kaum jemand mehr will.
WAZ / Rolf Kiesendahl / Kommentar
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16.11.2004 Leser-Echo: Von Knüllern und Hinguckern
  Auszug aus Zuschriften an die WAZ

Die Argumente der WAZ-Leser für diesen oder jenen Entwurf für den Casino-Neubau sind vielfältig. Ein Auszug:
Die Markthalle (Hellmich-Modell) bereichert die Innenstadt, finden Markus Kehlen und Günter Sickmann. Irmgard Kleinstoll verweist
auf Erfahrungen in anderen Städten, dort seien solche Hallen "richtige Knüller". Der gesamte Entwurf passe besser zur Umgebung,
meinen unter anderen Detlev Müller, Joachim Pelzer und Theodor Groesdonk. Heinz Höffken: "Klare Sicht zum Stadttheater und schöne Anbindung zur Königstraße."
Auch sei Hellmich im Zusammenspiel mit der RAG vertrauenswürdig, erklärt Ex-OB-Kandidat Peter Schlieper. Als "vielfältig nutzbar"
würdigt Ferdinand Bischoff das Modell des Stadion-Erbauers. Die Dreiteilung des Komplexes nehme Menschen die Angst vor zu großen Gebäuden, so Ingeborg Roeder. ...
...
Es sind aber nicht nur Stellungnahmen zu Architektur Funktionalität, die aus Sicht der WAZ-Leser wesentlich für eine Entscheidung sind. ...
"Wenn der Casino-Komplex Wirklichkeit werden soll", meint dagegen Hans Joachim Hahn, "und das noch möglichst schnell, dann gibt es nur eine Lösung: Walter Hellmich!" mo

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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15.11.2004 WAZ-Leser haben zwei Favoriten
  Heute Abend könnte bereits feststehen, welcher Entwurf für das Veranstaltungs- und Casino-Zentrum in der Innenstadt realisiert wird. Drei Modelle stehen zur Auswahl - jetzt hat die Politik das Sagen.

Den Fraktionen von SPD, CDU und Grünen sowie den Vertretern des Casino-Betreibers Westspiel werden heute nachmittag die drei Entwürfe vorgestellt. Im günstigsten Fall zeichnet sich schon dann eine klare und tragfähige politische Mehrheit ab. Ansonsten muss die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung des Stadtrates am 13. Dezember aufgeschoben werden.

Dabei dürfte die Bewertung der einzelnen Entwürfe den Politikern ähnlich schwer fallen wie den WAZ-Lesern, die sich in den letzten Tagen sehr lebhaft in die Diskussion über das wichtige Innenstadt-Projekt einschalteten. Eine Flut von Briefen und E-Mails erreichte die Redaktion nach der Vorstellung der drei Modelle. Auch die Internet-Präsentation auf www.waz.de erfreute sich regen Zuspruchs.

Einen klaren Sieger gibt es nach der Auswertung der Leser-Reaktionen nicht. Der Hellmich-Entwurf mit seinen drei Baukörpern unter einem Glasdach hatte beim Voting im Internet die Nase vorn. Bei den Zuschriften an die Redaktion gab es dagegen eine Mehrheit für den gläsernen Bogenbau der Investoren Kölbl Kruse.

Klar war dagegen: Der bekannte LEG-Entwurf mit "Urbanum"-Ursprung und schiffsförmigem Gebäudeteil liegt in der Publikumsgunst hinten.

Beim "Mercator-Bogen" von Kölbl Kruse wurde vor allem die architektonische Kühnheit gelobt. Weiterer Pluspunkt: großzügige Freiflächen rundum. Für das "Mercator-Forum" (Hellmich) sprach vor allem die Verbindung mit der Markthalle und das Vertrauen in Hellmichs Fähigkeit, zügig zu bauen.

WAZ / Lokalausgabe /Duisburg / Willi Mohrs
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13.11.2004 Mercator-Forum: RAG und Hellmich arbeiten zusammen
  Drescher verspricht schnellen Bau des Casino-Komplexes

Mit einem starken Partner an seiner Seite, der Essener RAG Immobilien AG, geht Bauunternehmer Walter Hellmich in die entscheidende Runde, die über den Zuschlag für den Bau des Casino- und Veranstaltungszentrums in der City
entscheidet.Vor allem um die Finanzierung und die kaufmännische
Projektsteuerung wolle sich die RAG-Tochter kümmern, hieß es gestern. Vorstandsmitglied Burkhard Drescher, bis vor kurzem noch
Oberbürgermeister in Oberhausen und "Vater" des CentrO: "Wir stehen nicht für Langsamkeit. Unser Konzern versteht sich als Treiber für Zukunftsmodelle im Strukturwandel."
Drescher ließ aber auch keinen Zweifel daran, dass der Einstieg in das Projekt "Mercator-Forum" auch profitabel sein soll
für sein Unternehmen: "Wir wollen dabei auch Geld verdienen."
"Man muss urbanes Leben in das Zentrum holen", warb Hellmich nochmals für sein Vorhaben und betonte vor allem die Funktion
der großen Markthalle mit Platz für rund 60 Stände. Ähnliche Hallen wie etwa in Stuttgart seien erfolgreich und eine ausgesprochene
Attraktion für die Innenstadt. "Über alle Tageszeiten ein belebtes Stück Stadt" - so stellt sich Architekt Lars
Klatte vom Büro Rohde, Kellermann, Wawrowsky (RKW) das Forum der Zukunft vor. Eine zügige Entscheidung der Stadt vorausgesetzt,
sei ein Baubeginn im Februar 2005 möglich, erklärte Hellmich. Acht Monate später könne der Markthallen-Rohbau stehen, eventuell
könne schon in der Vorweihnachtszeit dort eingekauft werden. Der Bauunternehmer: "In zwei Jahren steht der ganze Komplex."
Davor steht noch die Entscheidung der Politik über die drei Entwürfe für den Bereich der Mercator-Halle. Am Montag werden
die Modelle den Fraktionen von SPD, CDU und Grünen sowie Vertretern des Casino-Betreibers Westspiel vorgestellt. Damit könnte sich bereits eine Mehrheit für einen der Entwürfe finden.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Willi Mohrs
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12.11.2004 Hellmich landet Coup: RAG-Immobilien im Boot
  KASINO-ZENTRUM / Essener Konzern beteiligt sich am "Mercator-Forum".

Die Hellmich-Gruppe hat für ihr "Mercator-Forrum" die Essener RAG Immobilien AG als 50-Prozent-Partner gewonnen. Vor einer Woche sei die Partnerschaft festgezurrt worden, sagten Walter Hellmich und Burkhard Drescher, Ex-Oberbürgermeister von Oberhausen und heute Vorstandsmitglied der RAG-Tochter. Sichtlich zufrieden verwies Hellmich darauf, dass mit der RAG ein echter "Global Player" an Bord sei.

Bekanntlich werden die drei verbliebenen Projekte am Montag in eine vielleicht schon finale Vorstellungsrunde bei OB Adolf Sauerland und den Spitzen der drei größten Ratsparteien gehen. (put)

NRZ / DUISBURG
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11.11.2004 MSV Duisburg mit Feuerwerk auf Bundesliga-Kurs
  Fans entdecken ihre alte Liebe wieder

WAZ Duisburg. Der einst als graue Maus abgestempelte Fußball-Zweitligist MSV Duisburg putzt sich im Sauseschritt heraus. In der neuen und todschicken Arena schlagen die "Zebras" die Gegner, wie sie kommen und streben mit donnerndem Hufschlag der Rückkehr ins Oberhaus entgegen.

Die neue sportliche Heimat macht der Auswahl von Cheftrainer Norbert Meier buchstäblich Beine. Der 1:0-Erfolg gegen die in der
zweiten Halbzeit aufdrehenden Aachener bedeutete den sechsten Dreier im sechsten Heimspiel. Nach vollbrachter Arbeit, dies
vor neuer Rekordkulisse, schauten die Duisburer genüsslich auf die Tabelle, wo vor ihnen nur noch der 1. FC Köln rangiert. Zudem steht am Sonntag gegen Cottbus bereits das nächste Heimspiel an. Für die Fans, die ihre Liebe zum MSV längst wiederentdeckt und den Schnitt auf über 14 000 geschraubt haben, besteht kein Zweifel daran, dass es dann "sieben auf einen Streich" heißt.

Sorgte der Fußball lange Zeit in Duisburg für Missmut, gehört er mittlerweile wieder zur freundlichen Kategorie Spaßfaktor.
Und dem in allen Lebensbereichen erfolgsorientierten MSV-Boss Walter Hellmich macht die Sache nach 13 Punkten aus den letzten fünf Partien auch immer mehr Spaß: "Wir sind unserem großen Ziel ein kleines Stück näher gekommen",
befand der Hüter der "Zebras" an einem großen Abend mit dem zünftigen Arena-Richtfest und dem erhofften Sieg gegen den UEFA-Cup-Teilnehmer.

Auch der sonst so ruhige Belgier Peter van Houdt, Torschütze des Tages, verließ die Spur der Einsilbigkeit: "Wer Aachen schlagen kann, der kann auch aufsteigen. Wir fangen an, daran zu glauben." Derweil bewies sich Torwart Georg Koch abermals als zielorientierter Zeitgenosse: "Ich will die Stimmung vor der Weltmeisterschaft 2006 nicht in der Zweiten Bundesliga erleben, sondern in den neuen Stadien spielen."

Es gab aber auch kritische Töne: "Manchmal fehlt uns noch die Ruhe und Cleverness", legte Angreifer Markus Kurth den Finger in die Wunde. Bei seinen unpräzisen Kontern hatte sich der MSV wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und hätte sich das Zittern bis zur Schlussminute ersparen können.
Hellmich und sein Mitarbeiterstab beherrschen eben diese Präzision. Sonst wäre die Arena auch nicht in frappierender Rekordzeit gewachsen. Aber oftmals steckt der Teufel eben im Detail. Das funkensprühende Feuerwerk in der Halbzeitpause als Clou des gemeisam erlebten Richtfestes war schon ein Hingucker, doch urplötzlich fehlte es am Durchblick, weil über dem Rasen dichte Nebelschwaden lagen. Schiedsrichter Wolfgang Stark pfiff die Herren Kicker zurück, erst mit knapp 15-minütiger Verspätung ging es in den zweiten Akt. Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke trug
es mit Fassung und Humor: "Ein Kuriosum, das hätte man wahrlich cleverer planen können. Wir schmunzeln aber darüber und
legen keinen Protest ein." Coach Meier gewann der dicken Panne derweil Gutes ab: "Es war kalt und es roch nicht gut. Da
hat man gesehen, wer hart ist und wer in die Kabine gelaufen ist. Von uns sind sechs Spieler draußen geblieben, von Aachen nur
zwei." Vorteil MSV. Wie überhaupt in der Arena, die das Sprungbrett für den Aufstieg werden soll.

WAZ / SPORT / MANTEL / Gerd Böttner
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11.11.2004 Mercator Forum in Duisburg: Starke Partner für das Herzstück der Stadt
  "Das ist eine starke und verlässliche Partnerschaft“, unterstrichen die Vertreter der Unternehmen, die das Gelände rund um die alte Mercatorhalle entwickeln und damit das Herzstück der Stadt Duisburg neu beleben wollen: Die Hellmich-Gruppe und die Essener RAG Immobilien AG haben sich zusammen geschlossen, um gemeinsam eines der wichtigsten Duisburger Immobilienprojekte zu realisieren.

Der Entwurf des Architektenteams RKW Rhode, Kellermann, Wawrowsky für das neue „Mercator Forum“ sieht ein Ensemble von drei eigenständigen Gebäuden mit jeweils unterschiedlichem baulichen Charakter vor. Ein Glasdach verbindet die unabhängig voneinander nutzbaren Elemente. Neben Veranstaltungs- und Kongresszentrum sowie Kasino kommt dabei vor allem auch der so genannten „Markthalle“ eine besondere Rolle zu: Mit einer bunten Mischung aus Markthandel und Gastronomie soll ein neues attraktives Angebot entstehen, das die Lebensqualität der Innenstadt nachhaltig verbessert. „Das Mercator Forum ist für die Bürger da“, betont Unternehmenschef Walter Hellmich und fügt an: „Wir wollen nicht mit anderen städtischen Entwicklungen konkurrieren, sondern diese ergänzen und unterstützen.“ Dazu gehört auch, dass das Projekt Rücksicht auf die vorhandene Stadtbebauung nimmt und sich ästhetisch wie architektonisch in den urbanen Kontext eingliedert. „Mit der Revitalisierung eines solchen städtischen Zentrums gewinnen Kommune und Region gleichermaßen an Attraktivität“, unterstreicht Burkhard Drescher, Vorstandsmitglied der RAG Immobilien AG.

Mit dem Immobilien-Unternehmen aus dem RAG-Konzern und der mittelständischen Hellmich-Gruppe bündeln zwei Unternehmen ihre Kräfte und ihr Know-how, die ihre Immobilien- und Projektentwicklungskompetenz gerade in der Rhein-Ruhr-Region bereits vielfach unter Beweis gestellt haben. „Wir passen zusammen und werden unsere Stärken ergänzen“, sagt Drescher mit Blick auf die hohe technische und Baukompetenz der Hellmich-Gruppe sowie die große Erfahrung der RAG Immobilien und ihrer ausführenden Tochter RAG Gewerbeimmobilien bei Investment und Realisation komplexer Immobilienprojekte. „Unser Konzern versteht sich als Treiber für Zukunftsmodelle im Strukturwandel“, so Drescher: „Mit Kreativität und Innovationskraft gehen wir diese unternehmerische Aufgabe an – auf eigenen wie auf fremden Flächen.“ Projektpartnerschaften mit vor Ort verwurzelten mittelständischen Unternehmen seien ebenfalls Teil der Unternehmensphilosophie.

Schon Anfang nächster Woche sollen Entwürfe und Vorgehensweise den Vertretern der Stadt Duisburg erläutert werden. Walter Hellmich lässt keinen Zweifel: „Wenn die Stadt sich für das Mercator Forum entscheidet, kann es schnell losgehen. In zwei Jahren steht der ganze Komplex.“

Presseerklärung der RAG IMMOBILIEN AG
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10.11.2004 Gesegnet sei der neue Bau, die Spieler und die Fans des MSV
  "Gesegnet sei der neue Bau, die Spieler und die Fans des MSV", lautete der Richtspruch des Poliers Felix Gräfe für die
Sparkassen-Haupttribüne und gab damit gestern vor der Zweitliga-Partie des MSV Duisburg gegen Alemannia Aachen dem Dank an den Architekten, Bauherrn und an alle Mitwirkenden
Ausdruck. "Zebra"-Boss Walter Hellmich klang vor 1 900 geladenen Gästen allein in der Business Lounge mächtig stolz: "Es
ist das ureigene Fest der Handwerker und was die Leute hier geleistet haben, ist schon Weltrekord". Klar, dass es zünftig
zugehen durfte - bei bayerischer Musik, Brezel und Erbsensuppe. Die Dimensionen seien nun erkennbar. Jeden Tag verbringe
er Stunden in der Arena, um letzte Präzisionsarbeten
zu realisieren. Eines sei klar: "Wir sind in Duisburg keine Phantasten, aber wir haben eine Vision - und die packen wir
an".

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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10.11.2004 Alles wie auf Schalke, nur kleiner
  Zweitligaklub Duisburg hat ein neues Stadion und plötzlich auch Erfolg - Vorsitzender Hellmich strebt mit dem MSV den Aufstieg an

Duisburg - Wenn es Walter Hellmich richtig gut geht, raucht er gern eine dicke Zigarre. Meist stammen die Stumpen aus dem Fundus seines Kumpels Rudi Assauer, dem Manager des FC Schalke 04 errichtete Hellmich in seiner Funktion als Bauunternehmer die europaweit bewunderte Arena "Auf Schalke". Vergangenen Montag konnte sich Hellmich wieder einmal eine "Davidoff Grand Cru No. 3" anstecken. Denn der 60jährige ist seit über zwei Jahren selbst Vorsitzender eines Fußballvereins, und sein MSV Duisburg gewann die Spitzenpartie des zwölften Spieltags der Zweiten Liga gegen Alemannia Aachen mit 1:0.

Hellmich hat sich zum Ziel gesetzt, auf sportlicher Ebene langfristig mit Assauer gleichzuziehen. Davon ist er noch eine ganze Wegstrecke entfernt, immerhin aber meldet der MSV nach dem Sieg über Aachen und dem damit verbundenen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz nach fünf Jahren Tristesse wieder ernsthafte Ansprüche auf das Comeback in der Bundesliga an.

Hellmich genügt das allerdings noch lange nicht. Der Mann macht keine halben Sachen, und er gilt als einer, der seine Ankündigungen auch in die Tat umsetzt. "Wir bauen den neuen MSV", pflegt der Chef zu sagen und geht mit gutem Beispiel voran. Binnen kürzester Zeit baute der Vorsitzende etwa drei Millionen Euro Verbindlichkeiten ab, die den MSV wahrscheinlich die Lizenz gekostet hätten, und gewann Sponsoren aus Politik und Wirtschaft. In Rekordzeit zog Hellmich außerdem ein neues Stadion hoch, zwischen der Grundsteinlegung vor einem Jahr und dem Richtfest vergangenen Montag lagen gerade einmal 388 Tage. Zur Rückrunde soll die 30 000 Zuschauer fassende MSV-Arena, die nur rund 40 Millionen Euro kosten wird und noch einen Namensgeber sucht, endgültig fertig. Ein Präsidentendenkmal aus Steinen. "Das hat Champions-League-Niveau. Bei uns wird alles wie auf Schalke, nur kleiner", erzählt Hellmich jedem, der es hören will.

Die Profis, die wegen ihrer gestreiften Trikots als "Zebras" bekannt sind, hören ihrem Boß gern zu und fühlen sich durch die neue Arena beflügelt. Im alten, weitläufigen Wedaustadion herrschte oft Friedhofsatmosphäre, jetzt fühlen sich die Fans während der Spiele wie bei einem Heavy-Metal-Konzert, so gelungen ist die Akustik. Alle sechs Heimspiele der laufenden Saison wurden gewonnen. "Das ist unser Wohnzimmer, in dem wir noch viele entscheidende Punkte holen werden", glaubt Stürmer Abdelaziz Ahanfouf, der früher den Ruf eines "Enfant terrible" hatte, nun aber geläutert scheint. Beim damaligen Regionalligaklub Dynamo Dresden sah der Marokkaner in der Saison 2002/2003 drei Rote Karten und galt als schwer vermittelbar. MSV-Coach Norbert Meier holte Ahanfouf trotz großer Vorbehalte aus dem Umfeld und machte aus ihm einen Torjäger, der seinen 14 Treffern aus dem Vorjahr nun schon acht weitere folgen ließ.

Ohnehin landete der oft spröde wirkende Meier, der die von einigen Fans geäußerte Antipathie gegen seine Person mit sportlichen Erfolgen reduzieren konnte, mehrere Volltreffer. Mit Georg Koch, Ivica Grlic und dem lange verletzten Kölner Kultspieler Dirk Lottner konnten Führungskräfte nach Duisburg geholt werden. Selten treten die "Zebras" mit Glanz und Gloria auf, dafür aber mit einer kompakten, von der Taktik geprägten Mannschaftsleistung. "Bei der Zusammenstellung des Teams haben wir revolutionär gehandelt", sagt Meier, der sich darauf verlassen konnte, daß ihm sein Chef alle Einkaufswünsche erfüllte. "Alle, die bei mir im Büro waren, haben auch unterschrieben", verweist Hellmich gern auf eine hundertprozentige Trefferquote bei den Transfers. Man müsse eben nur überzeugen.

Davon versteht der Bauunternehmer eine ganze Menge. Früher führte er den Dinslakener Tennisverein DTG von der Kreisliga zur deutschen Meisterschaft, jetzt versucht er sich im Fußball. Kleinere Pannen kann er wegstecken. Zum Arena-Richtfest gegen Aachen zündete Hellmich nicht nur eine Zigarre an, sondern in der Halbzeitpause ein ganzes Feuerwerk. Die daraus resultierenden Nebelschwaden sorgten für eine 15minütige Verzögerung des Wiederanpfiffs. Der MSV behielt trotzdem den Durchblick und siegte durch ein Tor des bei Borussia Mönchengladbach aussortierten Peter van Houdt. Noch so ein Treffer. Alles andere würde auch nicht in die Welt des Walter Hellmich passen.

wwww.welt.de / Roland Leroi
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10.11.2004 Neues Stadion, neues Glück
  Der Erfolg und die fast fertig gestellte Arena gehören beim MSV zusammen. Sechster Sieg im sechsten Heimspiel.

DUISBURG. Es war kurz vor Mitternacht, da qualmte es schon wieder in der MSV-Arena. "Das ist meine erste Zigarre seit Wochen", sagte MSV-Boss Walter Hellmich und zog mit Genuss an dem Stummel. Dass drei Stunden zuvor der Rauch des Feuerwerks in der Halbzeit des Zweitliga-Kicks zwischen dem MSV Duisburg und Alemannia Aachen für eine 13-minütige Verzögerung gesorgt hatte, spielte keine Rolle mehr - der Ärger war verflogen.

"Wir sind unserem großen Ziel ein kleines Stück näher gekommen", sagte Hellmich nach dem 1:0-Erfolg der Zebras, die nun Zweiter sind und erstmals vier Zähler Vorsprung vor einem Nichtaufstiegsplatz haben. Ein anderes Ziel hat der MSV schon erreicht: Die neue Arena ist - abgesehen von der Inneneinrichtung der Haupttribüne - weitgehend fertig und beeindruckt nicht nur die Fans. Auch wenn der MSV raus aus der Liga will - "Dieses fantastische Stadion wertet die 2. Bundesliga auf", schwärmte Aachens Coach Dieter Hecking.

Der Erfolg und die Arena - das gehört in Duisburg zusammen. Der MSV ist an der Wedau eine Macht - sechs Heimspiele, sechs Siege. "Die Stimmung in der Arena treibt uns an", sagt Trainer Norbert Meier. Auch wenn nur zwei Drittel der 30 000 Plätze am Montag besetzt waren - die Zuschauer und Spieler erlebten eine für Duisburger Verhältnisse noch nie da gewesene Atmosphäre - und das lag nicht nur an dem teilweise pathetisch anmutendem Richtfest.

Gegen Aachen waren erstmals alle vier Tribünen mit Zuschauern besetzt. Das Stimmungstief im alten Wedaustadion an gleicher Stelle - so weit weg wie Duisburg vom Bodensee. Gleichwohl: Noch hapert es an den Verpflegungsständen. Wer in der Halbzeit eine Wurst kaufen will, verpasst den Wiederanpfiff - auch mit zusätzlicher Nebelpause. Daran wird gearbeitet. Für nächstes Jahr ist zudem die Fan-Kneipe "Zebra-Stall" geplant.

Ab August soll es in Duisburg nach fünf Jahren wieder Erstliga-Kost geben. Noch in diesem Jahr will der MSV mit der neuen Heimstärke eine Grundlage schaffen. Am Sonntag kommt Energie Cottbus ins "neue Wohnzimmer" - so Torjäger Aziz Ahanfouf - es folgen in diesem Jahr noch die Erstliga-Absteiger Frankfurt und Köln. ...
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NRZ / SPORT / MANTEL / DIRK RETZLAFF
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09.11.2004 Der Tag der Handwerker
  ARENA / Das Richtfest und die Einweihung der Haupttribüne waren die passende Gelegenheit, um die Leistung vieler Arbeiter zu würdigen.

Es war eine Feier für potenzielle Sponsoren. Und eine für die vielen Bauarbeiter, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die neue Arena des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg in nur wenig mehr als 12 Monaten fast komplett fertig zu stellen.

Vor dem Spiel gegen Aachen wurde beim MSV zünftig gefeiert, kulinarisch geteilt wie die Gästeschar: Hier Lachs als Vorspeise, dort Erbsensuppe, Curry-, Fleisch- und Blutwurst als Hauptgang. Gegessen und getrunken wurde an langen Biertischen, dazu gabs Dixie, natürlich live.

MSV-Präsident Walter Hellmich dankte dann auch den Arbeitern für ihren Einsatz: "Das war hervorragende Arbeit, und darum feiern wir heute beim Richtfest der Arena auch den Tag der Handwerker." Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Artur Grzesiek warb anschließend noch einmal um Unterstützung für den MSV: Immer noch fehlen zwei Millionen Euro Eigenkapital bei der Finanzierung der Arena. (D.R./kw)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG

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09.11.2004 Richtfest in Rekordzeit
  STADION / MSV-Präsident Hellmich und Sparkassen-Chef Grzesiek begrüßten gestern Abend vor dem Spiel gegen Aachen 1900 Ehrengäste in der Business-Lounge: "In zwei Monaten sind wir fertig."

"Jetzt lasst uns feiern und gewinnen", forderte Artur Grzesiek vor 1900 begeisterten Ehrengästen in der Business-Lounge der MSV-Arena. Anlässlich des "Richtfestes im Rohbau" gab der Sparkassenchef, dessen Institut Namensgeber für die neue Hauptribüne ist, gestern die Parole aus. Und Walter Hellmich, Präsident des MSV Duisburg, verhehlte weder Freude noch Stolz.

"Was hier geschafft wurde, ist ein Weltrekord", beschrieb der Bauunternehmer die Leistung, binnen eines Jahres und während des laufenden Spielbetriebs das neue Schmuckstück bis zum Richtfest zu bringen. Vor dem Spitzenspiel gegen die Aachener Alemannia fand ein buntes Rahmenprogramm auf dem satten Grün statt. Besondere Aufmerksamkeit ging an die Bauarbeiter, denen Hellmich attestierte: "Ich habe noch nie so motiviertes Personal gesehen". So zogen die Hundertschaften der Handwerker vor Spielbeginn eine Ehrenrunde auf dem Rasen - frenetisch gefeiert von den Fans. Dazu, natürlich, "Hell-mich"-Rufe. "In zwei Monaten sind wir komplett fertig", bedankte sich dieser. (mh)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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09.11.2004 Richtfest am "Erstliga-Bau"
  Der MSV Duisburg weiht das neue Stadion ein

Beim MSV Duisburg tut sich was. Der Verein, der seit vier Jahren in der Zweiten Liga mittelmäßigen Fußball spielt, will mit aller Macht zurück ins Fußball-Oberhaus. Zumindest das neue Stadion, in dem gestern Richtfest gefeiert wurde, ist tauglich für die Bundesliga.

"Ich habe den Anspruch, eines der schönsten Stadien zu bauen, das es in Deutschland gibt", sagt Präsident Walter Hellmich, der seit Juli 2002 beim MSV das Heft fest in der Hand hat. Der Bauunternehmer zieht die "MSV-Arena" bei laufendem Spielbetrieb hoch, er verpflichtet die Spieler und sein Name steht auf den Zebra-Trikots. Walter Hellmich ist ein mächtiger Mann, der kräftig zupackt und der Großes vor hat: "Das Stadion soll ein Wahrzeichen für die Stadt werden." Ein blauer Lichtbogen um die 43 Millionen teure Arena soll diesen Charakter bei Dunkelheit verdeutlichen.

Noch ist die MSV-Arena eine Baustelle. Auf dem Parkplatz stehen Bauwagen und Bagger, die Frontseite ist ein Rohbau und auf dem Oberrang der Haupttribüne haben nicht die Fans, sondern die Handwerker das Sagen. Die Kabinen befinden sich noch hinter dem Stadion in einem 20er-Jahre-Gebäude und versprühen Kreisklasse-Charme. Doch innen sieht es schon beachtlich nach Fußball-Tempel aus: Die MSV-Arena ist durchgängig überdacht und fast ausnahmslos mit Sitzen versehen. Die Zeiten, in denen im zugigen und weitläufigen Wedaustadion die Stimmung auf der Strecke blieb, sollen ein Ende haben.
Jetzt muss nur noch das Team von Trainer Norbert Meier mitspielen. Bislang holten die "Zebras" in sechs Heimpielen sechs Siege und liegen auf einem Aufstiegsrang. Die wahre Klasse der zum Saisonanfang mit Dirk Lottner, Ivica Grilic und Georg Koch verstärkten Mannschaft dürfte sich allerdings erst in den nächsten drei Heimspielen zeigen, wenn die Aufstiegsaspiranten Cottbus, Frankfurt und Köln zu Gast sind. Ob dann auch der dauerverletzte Kapitän Lottner ins Geschehen eingreift, bleibt fraglich. Norbert Meier ist sich jedenfalls sicher: "Der Dirk wird für uns noch sehr wertvoll sein."

Anknüpfen an die große Vergangenheit

Der MSV gibt sich ambitioniert. Das erklärt sich auch aus der Vergangenheit. 1963, als die Bundesliga ins Leben gerufen wird, gehörte der Meidericher Spielverein zu den Gründungsmitgliedern. In der Auftaktsaison holte das Team mit Helmut Rahn, dem " Helden von Bern", die Vizemeisterschaft. In den 70er Jahren spielte sich die Mannschaft um Nationalspieler Bernard Dietz bis in den UEFA-Pokal. 1982 kam der bittere Absturz: Der Klub verabschiedete sich für neun Jahre aus der ersten Spielklasse, um in den 90er Jahren im Stil einer Fahrstuhlmannschaft dreimal auf- und abzusteigen.
Das soll jetzt besser werden. Das Lieblingswort der Vereins-Verantwortlichen ist "neu". Vom neuen MSV ist die Rede, und natürlich vom neuen Stadion. "Jetzt kommen viele neue Leute, die wir binden wollen. Der MSV stellt sich nun anders dar. Wir wollen einen Schub für die Stadt, für die ganze Region", sagt Walter Hellmich, dessen Firma an fast jedem Duisburger Prestige-Bau maßgeblich beteiligt ist. Dann wird seine Stimme leiser und er fügt an: "Wir bleiben auf dem Teppich und müssen einfach nur arbeiten, arbeiten, arbeiten."

Arbeitssieg zum Richtfest
Mehr gearbeitet als gespielt hat auch die Mannschaft bei der gestrigen Spitzenpartie gegen das ersatzgeschwächte Team von Alemannia Aachen. Bei frostigen Temperaturen blieb die Leistung der Duisburger vor mehr als 20.000 Fußball-Freunden so ausbaufähig wie die Haupttribüne oder das Halbzeit-Feuerwerk, dessen Rauchentwicklung den Wiederanpfiff erheblich verzögerte. Das Ergebnis allerdings passte zum Festakt: Durch ein Tor von Peter van Houdt siegten die Gastgeber 1:0 und versetzten die volle Fan-Tribüne in Hochstimmung über Tabellenplatz zwei.
Zu Beginn der Rückrunde am 23. Januar ist die MSV-Arena endgültig fertig. Dann ist Platz für 32.000 Fußball-Freunde. Und am Ende der Rückrunde wird abgerechnet. Wenn die Mannschaft dann immer noch auf Platz zwei steht, war das erfolgreiche Richtfest nicht viel Rauch um Nichts.

Sport.ARD.de / Stefan Schirrmacher
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08.11.2004 Mit Sieg den großen MSV-Tag vergolden
  "Zebras" erwarten zum Richtfest und Topspiel Aachen Rekordbesuch - Heimnimbus wahren

Ein großer Tag für den MSV. Nach etwas mehr als einjähriger Bauzeit wird der schmucken Arena heute mit dem Richtfest die Krone
aufgesetzt. Was könnte die Feierlichkeiten besser abrunden als ein Sieg der "Zebras" im Spitzenspiel gegen Alemannia Aachen
(Anstoß 20.15 Uhr).Der Teppich ist ausgerollt. Dies mit vereinten
Kräften. Selbst gestern waren in der Arena die Fachleute am Zug. Business-Seat für Business-Seat wurde auf der neuen Haupttribüne
verankert, an anderer Stelle wurde emsig gepflastert. Wenn heute Deutschland via TV-Gerät in den funkelnagelneuen Zebrastall
schaut, dann soll die Arena so schmuck wie nur möglich daherkommen. Alles fertig wird mit Beginn der Rückrunde sein, immerhin ist man in Wedau der Zeit gut eineinhalb Monate voraus. Respekt vor dieser Leistung die sich über ein wahrhaft imposantes Stadion definiert.
Fehlt zum kollektiven blau-weißen Glück ein Sieg gegen die Gäste vom Tivoli, der gleichbedeutend mit dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz wäre. Ein zusätzlicher Anreiz an einem großen Tag mit einer großen Kulisse. Bislang gingen die Tickets weg wie warme Semmeln. Bis gestern waren 16 000 abgesetzt, die magische 20 000-Hürde dürfte locker übersprungen werden, bei 27 000 wäre nach dem aktuellen Stand der Baumaßnahmen Ende.
Das Unternehmen "das halbe Dutzend". Fünfmal genoss der MSV in dieser Saison Heimrecht, alle 15 Punkte blieben in Duisburger Hand.
Heute nachlegen - und der MSV-Tag bekäme seine finale Würze. Angesichts der Wertigkeit des Treffens bemüht Duisburgs Trainer Norbert Meier den internationalen Vergleich: "Die Alemannia hatte unter der Woche in Sevilla ein Uefa-Cup-Spiel. Für meine Mannschaft
muss die Partie, die für uns ein Highlight ist, von der Einstellung ein Champions League-Spiel sein." Und nicht nur das. Gerade dieses Match, das über das Richtfest eine zusätzliche Wertigkeit erhält, dient im Falle des Erfolges als ultimative Werbeveranstaltung.
Wer heute gut bedient wird, der wird aller Voraussicht nach auch wiederkommen. Ganz nach dem Motto von Klubchef Walter Hellmich:
"Mit prima Leistungen immer weiter neue Freunde für den MSV gewinnen!"...

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Gerd Böttner
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07.11.2004 Feuerwerk in Arbeit
  MSV / Gegen Aachen dürften so viele Fans kommen wie seit Jahren nicht. Vorher wird in der Arena das Richtfest gefeiert.

Das Leben als Baustelle. Das Wochenende verbrachte Walter Hellmich, Präsident des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, an beiden Tagen von morgens bis abends in der neuen Arena. Dort wird montiert, gehämmert, gesägt, gestrichen, geschmückt und verziert: Heute Abend feiert der MSV Richtfest im neuen Stadion. Und dazu solls bitteschön ein Fußballfest geben: Um 20.15 Uhr beginnt das Spitzenspiel gegen Alemannia Aachen. Hält die Duisburger Serie und die Zebras gewinnen in dieser Saison auch ihr sechstes Heimspiel, wäre es ein weiterer Schritt in Richtung Aufstieg.

"Natürlich wollen wir in der neuen Arena ungeschlagen bleiben", sagt Trainer Norbert Meier. Das wäre wichtig im Aufstiegskampf, weil der MSV ein kleines Polster zwischen sich und den Konkurrenten aus Aachen sowie ein ansehnliches Polster von sieben Zählern zwischen sich und den Tabellenfünften aus Burghausen bringen kann.

20 000 Fans erwartet
Es wäre heute aber auch von besonderer Bedeutung, weil das gesamte Rahmenprogramm - einschließlich eines Feuerwerks in der Halbzeitpause - auf einen erfolgreichen Fußball-Abend ausgelegt ist. Fast 1900 Geschäftsleute hat der MSV eigens zu dieser Partie eingeladen, um ihnen zumindest einen Vorgeschmack darauf zu geben, was sie künftig in der Arena erwartet. Die Haupttribüne ist erstmals geöffnet,. wenn auch nur zu einem kleinen Teil. Im Inneren wird der neue Business-Club eingeweiht, auch wenn alles noch im Rohbau ist. Besonders betuchte Besucher können sich eine Musterloge ansehen. Insgesamt erwartet der MSV bis zu 20 000 Fans, fast 17 000 Karten sind bereits weg, die König-Pilsener-Tribüne ist bis auf 600 Stehplatzkarten ausverkauft.
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Stadion, Richtfest und Pausen-Spektakel stehen. Fehlt noch das Feuerwerk auf dem Rasen. (kw)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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06.11.2004 MSV - Arena mit Sog-Wirkung
  Mit "einem knackigen Programm", wie es Duisburgs Geschäftsführer Björn Bremer formulierte, will der MSV am Montag Abend zum Zweitliga-Kracher gegen Alemannia Aachen sein Arena-Richtfest feiern.

"Wir wollen allen Leuten in Deutschland zeigen, dass Duisburg eine Fußball-Stadt mit Tradition ist", blickt Zebra-Boss Walter Hellmich voraus, "in der Pause der Begegnung gibt es ein großes Feuerwerk, vor dem Anpfiff steigt ein Heißluft-Ballon, es gibt ein entsprechendes Rahmen-Programm, damit den Zuschauern nicht langweilig wird."

Wer meint, bei den Blau-Weißen würde - wie in diversen Bundesliga-Stadien üblich - ab sofort der Schampus in Strömen fließen, sieht sich getäuscht. Hellmich: "Bei uns gibt es keinen Sekt und Kaviar, Schickimicki ist nicht unser Ding. Hier gibt es Erbsen und Bratkartoffeln."

Den Fans wird ab 18 Uhr eine Happy-Hour angeboten, bis 19.45 Uhr gehen Softdrinks sowie Bier für zwei statt der üblichen drei Euro über die Theke. Die Curry-Wurst ist für 1,80 Euro zu haben, die Würstchen kosten 1,50 Euro.

Der Präsident verkündete nicht ohne Stolz: "Die reine Bauleistung für die Arena betrug 40 Millionen Euro, andere Vereine geben 200 bis 300 Millionen aus. Ich habe versprochen, dass hier eines der schönsten Stadien in Deutschland entsteht. Das gelingt auch."

Der Bau-Unternehmer weiter: "Die Arena würde auch ohne weiteres nach München passen, sie ist abgerundet und geschmackvoll, sie hat Pfiff und soll die Leute in ihren Bann ziehen." Der Duisburger Präsident setzt auf eine "Sog-Wirkung" - Hellmich: "Es gibt in Duisburg keine Plattform für Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Wir wollen, dass die Leute bei uns Geschäfte machen, sich austauschen und treffen. Das ist meine Vision." Der Club-Boss blickt über den Stadt-Tellerrand: "Mir liegt am Herzen, die ganze Region aufzurappeln. Wir wollen nach vorne und machen es vor. Meiderich ist die Heimat und die Seele, aber hier schlägt unser Herz. Wir sind für ganz Duisburg und den ganzen Niederrhein da sein, wir müssen viele begeistern, zu uns zu kommen."

Obwohl der Bau des imposanten neuen Stadions binnen eines Jahres realisiert wurde, gibt es noch einige Baustellen zu beackern. Walter Hellmich realistisch: "300 Business-Seats sind noch offen, zwei Tribünen-Teile und der Stadion-Name sind noch zu vermarkten. Irgendwann ist das Trikot auch an andere Unternehmen zu vergeben." (tt)

www.reviersport.de
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03.11.2004 Zünftiges Richtfest in MSV-Arena
  Bei der Happy-Hour gibt es Bier und Würstchen zu günstigen Preisen

Eine beständige Zustandsbeschreibung: In der MSV-Arena wachsen die Dinge explosionsartig. Pünktlich zum Topspiel der Liga am Montag (Anstoß 20.15 Uhr) gegen Alemannia Aachen wird in der neuen guten Stube der "Zebras" zünftig Richtfest gefeiert. In der Arena wird seit einem Jahr mit Hochdruck, Nachdruck und hohem Tempo gearbeitet. MSV-Chef Walter Hellmich kommt seinem erklärten Ziel, eines der schönsten Stadien in deutschen Landen zu errichten, immer näher.
Zur Rückrunde wird alles so gut wie fertig sein, die große Einweihungsfeier ist im Wonnemonat Mai geplant. Ein Turnier mit europäischen Topklubs (da ist unter anderem von Juventus
Turin die Rede) wird der blau-weißen Party den sportlichen Glanz verleihen. Aktuell strebt die neue Haupttribüne, die den Namen der Sparkasse trägt, rasant ihrer Vollendung entgegen. Der imposante
Eingangsbereich und der gläserne Aufzug als Blickfang sind bereits deutlich auszumachen, bis zum Spiel gegen Aachen ist die Dacheindeckung komplett, die Fassaden der 30 allesamt
vermieteten Logen geschlossen und sind die bis auf 300 an den Kunden gebrachten Business-Seats installiert. Mittlerweile haben sich die Zahlen in den Bereichen Sponsoring, Catering bei den Spielen und Vorverkauf vervierfacht, die Nachfrage, die zwischen 30 und 100 Personen fassenden Logen privat oder geschäftlich zu mieten, steigt. Als Zwischenetappe wirklich gute Zahlen, wiewohl Hellmich gerade im Businessbereich noch großen Handlungsbedarf sieht. Ein
finanzstarker Namensgeber für die schmucke Arena (in der es demnächst eine Kneipe mit dem treffenden Namen "Zebrastall" geben wird) wird noch gesucht, die Ost- und Südtribüne müssen noch vermarktet werden und auf den Trikots soll nicht ewig der Name Hellmich prangen. "Wir müssen weiter Gas geben, bis die Socken qualmen", tritt Hellmich in bekannter Manier aufs Pedal.
Erst die Feier, dann das Spiel, am Montag ist volles Programm angesagt. Für die Logen- und Business-Klientel gibt es im neuen
Zuhause Erbsensuppe und Würstchen und eben nicht Kaviar und Schampus. "Schickimicki ist nicht unser Ding", betont Hellmich.
Durstige Kehlen dürfen sich zum Richtfest beim Spiel gegen den UEFA-Cup-Teilnehmer freuen. Der MSV bietet bei der Happy-Hour
von 18 bis 19.45 Uhr Getränke zu günstigen Konditionen an. Softdrinks und Bier kosten zwei statt drei Euro, Würstchen 1,50 statt
2,20 Euro und die beliebte Currywurst gibt es für 1,80 statt 2.50 Euro. Außerdem erwartet die Zuschauser ein zweistündiges Rahmenprogramm.
Unter anderem steigt ein Heißluftballon in den Abendhimmel.
Der MSV empfiehlt dingend den Vorverkauf. Da die Nachfrage enorm groß ist, werden alle Fans gebeten, ihre Tickets schon jetzt zu kaufen, um den Andrang an den Abendkassen zu vermeiden.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Gerd Böttner
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03.11.2004 MSV-Chef Walter Hellmich am WAZ-Telefon
  Die Nähe zu den Fans. Für MSV-Boss Walter Hellmich ein ganz wichtiger und entscheidender Baustein bei seinem Vorhaben, den neuen MSV zu bauen. Wo immer ihn die Freunde der "Zebras" ansprechen, steht ihnen Hellmich Rede und Antwort. Doch oftmals fehlt für die letzte Ausführlichkeit die nötige Zeit. Diese Zeit nimmt sich der Bauunternehmer jetzt für die WAZ-Leser. Nicht zuletzt
mit Blick auf das Topspiel am Montag (Anstoß 20.15 Uhr) gegen Alemannia Aachen und das große Arena-Richtfest sitzt Hellmich am
morgigen Donnerstag von 15 bis 16 Uhr am WAZ-Telefon und beantwortet die gewiss vielschichtigen Fragen der Leser. Als kleines
Dankeschön gibt es für die ersten fünf Anrufer jeweils zwei Eintrittskarten für den Westklassiker, der die Massen ins neue
Stadion ziehen wird. Wer Walter Hellmich fragen möchte oder auch Anregungen parat hat, wählt folgende Rufnummern: 99 26 160
oder 99 26 161.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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02.11.2004 Happy Hour zu später Stunde
  MSV / Montag Abend soll das Arena-Richtfest groß gefeiert werden. Erstmals passen 30 000 Fans ins Stadion.

MSV-Chef Walter Hellmich empfing die Presse gestern in seiner Loge in der MSV-Arena. Die Fensterfront fehlt noch, ebenso die Möbel. So saß der Präsident an einer Biertisch-Garnitur. Trotz eines Heizstrahlers war es merklich kühl. Am Montag soll aber allen warm ums Herz werden. Der MSV feiert zum Spiel gegen Alemannia Aachen (20.15 Uhr) Richtfest. Auch wenn es gestern auf der Baustelle an der Wedau noch nicht danach aussah: Erstmals passen am Montag 30 000 Zuschauer in das neue Stadion.

"In den nächsten vier Tagen wird hier noch viel passieren", kündigte Hellmich gestern an. Auf der neuen Haupttribüne, der Sparkassen-Tribüne, fehlten noch viele Sitze, im Business-Bereich staubte es noch. Zum Aachen-Spiel soll dort alles glänzen und blitzen - bei Erbsensuppe und Bratkartoffeln. "Kaviar und Sekt - das passt nicht zu Duisburg", sagt Walter Hellmich.

Aber nicht nur die VIPs feiern. Für die Fans läuft von 18 bis 19.45 Uhr eine "Happy Hour". Speisen und Getränke sind in dieser Zeit billiger. Die Currywurst kostet zum Beispiel nur 1,80 statt 2,50 Euro. Für die Fans gibts zudem ein buntes Rahmenprogramm. Ein Höhepunkt dürfte das Feuerwerk in der Halbzeitpause sein.

Namensgeber fehlt noch
Walter Hellmich setzt indes darauf, dass es auch ein sportliches Feuerwerk geben wird. Der Chef präsentiert "seinen" MSV auf großer Bühne. Zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft sind an der Wedau zu Gast, hinzu kommt die Live-Übertragung im Fernsehen - eine bessere Plattform können sich die Meidericher nicht wünschen. Trotz aller Euphorie über Rekordbauzeit und moderne Arena - Walter Hellmich machte gestern deutlich, welche Baustellen noch offen sind: Der MSV sucht weiterhin zahlungskräftige Namensgeber für die Arena, für zwei Tribünen und für die Trikotbrust. Zumindest eine dieser Baustellen will Hellmich noch in diesem Jahr abarbeiten. Leichter wird dies, wenn die Zebras auf dem Platz ihren Aufwärtstrend fortsetzen - am besten vor großem Publikum am Montag gegen Alemannia Aachen.

5000 Fans dürften aus Aachen kommen, damit sind die Voraussetzungen gut, dass der Saisonrekord (19 860 Besucher gegen Rot-Weiß Essen) geknackt wird. Walter Hellmich: "Am liebsten wäre mir ein volles Haus."
NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / DIRK RETZLAFF
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30.10.2004 Duisburger Hof: Ohne Urbanum neu gibt es keine Zukunft
  Hotelchef Thomas Knabner ist optimistisch

Nur wenn das Veranstaltungszentrum mit Spielcasino gebaut wird, greift der Hotelkonzern Steigenberger für den Duisburger Hof noch
einmal tief in die Tasche. Geschieht nichts, ist der Hotel-Standort gefährdet. Daran ändern auch die schwarzen Zahlen nichts,
die Hoteldirektor Thomas Knabner und sein Team zuletzt erwirtschaftet haben. "Wir brauchen Baukräne als Zeichen des
Aufbruchs", sagt Knabner, der vor knapp acht Jahren die Leitung der Nobelherberge übernahm. Der Mann ist leidgeprüft. Die
unsägliche Geschichte um das Urbanum, aber auch die offenbar weiterhin auf Sparflamme köchelnde Vermarktung des Tourismus-Standortes Duisburg machen seinen Job nicht leichter.
Der Vorstand der Hotelkette will von ihm überzeugt werden, dass auf dem Gelände der Mercator-Halle nun endlich etwas passiert.
Außerdem wird der Wettbewerb um gutsituierte Gäste im Zeichen abspeckter Spesenkonten härter. Gleichwohl blickt der 43-Jährige
optimistisch nach vorn. Derzeit liegen die Erträge seines Hauses um 28 Prozent über Plan. Und wenn sich ab Januar tatsächlich
direkt gegenüber die Kräne drehen, wird der Konzern gut 800 000 Euro in das etwas antiquiert anmutende erste Haus am Platze
in Duisburg investieren. Der Einbau von 50 neuen Bädern, einer neuen Heizung und neue Bodenbeläge stehen auf dem Programm.
Knabner macht keinen Hehl daraus, dass ihm von den Entwürfen für den Urbanum-Nachfolger das Hellmich-Modell am besten gefällt.
Die Kölbl-Kruse-Variante mit ihrem 42 m hohen Bogen würde sein Haus, aber auch das Stadttheater optisch erdrücken.
Absolut unzufrieden ist der Hotelchef, der auch als zweiter Vorsitzender des City-Managements fungiert, mit der Arbeit der Duisburg Marketing GmbH. "Dort sieht man sich zuwenig in der
Funktion, Geschäft nach Duisburg zu holen." Und: "Es fehlen Wochend-Pakete, mit deren Hilfe die zahlreichen Highlights der Stadt nach außen getragen werden können. Hier gibt es noch viel zu tun."

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Rolf Kiesendahl
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26.10.2004 Stadt erwartet ein belastbares Angebot
  STADTENTWICKLUNG / Walter Hellmich will aktualisiertes Konzept in Kürze vorstellen.

DINSLAKEN. Bürgermeisterin Sabine Weiss hat sich vorgenommen, Bewegung in die Entwicklung der Dinslakener Innenstadt zu bringen. In einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden der SPD, der CDU, der Grünen, der ubv und der FDP haben Weiss, Planungsdezernent Klaus Haverkämper und Kämmerer Jörg Dehm erläutert, wie sie sich die weitere Vorgehensweise vorstellen.

Die Investorengruppen, die bislang ernsthaftes Interesse an der Neugestaltung der Innenstadt angemeldet haben, sollen danach aufgefordert werden, binnen angemessener Frist ein belastbares Angebot vorzulegen. Die Stadt lege dabei größten Wert auf ein abgestimmtes Vorgehen mit dem Karstadt-Konzern, um den Standort Dinslaken zu sichern.

Auf Grundlage der vorgelegten Angebote solle dann der Rat entscheiden, mit welcher Investorengruppe die Stadt dann weiterarbeiten solle. Konkrete Namen wurden in dem Gespräch noch nicht genannt. Die Verwaltung will den Vertrauensschutz für die Investoren noch wahren und es ihnen anheim stellen, zu gegebener Zeit an die Öffentlichkeit zu treten, um ihr Konzept vorzustellen.

Als ein interessierter Investor ist Walter Hellmich bekannt. Gegenüber der NRZ erklärte er gestern, bereits mit mehreren 100 000 Euro für das Projekt in Vorleistung getreten zu sein. Seine Vorstellungen, in zwei Bauabschnitten zu realisieren, habe er schon vor drei Jahren auf den Tisch gelegt. Die Umsetzung sei bisher an Karstadt gescheitert. Sein aktualisiertes Konzept will er kurzfristig vorstellen. (hap.)

NRZ / LOKALAUSGABE / DINSLAKEN
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25.10.2004 Hellmich appelliert an Fans
  Fußball-Zweitligist MSV Duisburg hat Blut geleckt: "Wir wollen nicht mehr weg von den Aufstiegsrängen", sagt Präsident Walter Hellmich vor dem Heimspiel morgen gegen Eintracht Trier. Auch Keeper Georg Koch, Matchwinner beim 3:1 in Aue, appelliert an die Fans: "Mit der Unterstützung in der Arena können wir einen weiteren Schritt machen."

Hellmich hat bei seinem Appell an die Zuschauer auch die ungünstige Anstoßzeit im Hinterkopf. Bereits um 17.30 Uhr muss der MSV gegen Trier ran. Das ist für berufstätige Anhänger kaum zu schaffen, aber weil auch die Bundesliga in dieser Woche einen kompletten Spieltag absolviert, bestimmen Fernsehsender und nicht die Interessen der Fans die Anstoßzeiten.

Nach dem Trier-Spiel folgt am Sonntag die Auswärtspartie in Erfurt. "Neun Punkte aus dieser englischen Woche wären wie ein Sechser im Lotto", hofft Georg Koch und gibt damit gleich die Zielrichtung der Zebras vor. Auch Hellmich hofft, dass die Elf sich vor den Heimspielen gegen Aachen, Cottbus, Frankfurt und Köln ein kleines Polster zulegen kann. Mut macht die Tatsache, dass der der MSV in der neuen Arena noch nicht verloren hat. Sechs Siege und ein Unentschieden stehen bisher im neuen Stadion zu Buche....
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NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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25.10.2004 Ein neuer MSV-Takt - nur vorwärts
  Ein Schritt vor, ein Schritt zurück. So war das bisher beim MSV, der im steten Wechsel zu Hause gewann und seine Auswärtsspiele (bis auf Oberhausen) verlor. Ein Schritt vor, einer zurück. Das mag auf dem Tanzparkett eine angemessene Kombination sein, aber nicht auf dem Grün. Dieser unselige Takt ist seit Aue unterbrochen, weshalb den "Zebras" in der Tabelle sofort ein wesentlicher Schritt nach vorn gelang. Die sonnigen Plätze sind erreicht, genau die Region, die der allgewaltige Walter Hellmich beim MSV als Maß aller Dinge vorgibt. Denn wo sonst sollte diese Mannschaft mit Koch, Grlic, Lottner und/oder Wehlage verstärkt auch grasen? Doch nicht im Niemandsland der Liga und auch nicht auf den undankbaren Plätzen vier oder fünf.
Die Richtung scheint also zu stimmen, den "Zebras" wird allenthalben die unabdingbare Geschlossenheit, der Auftritt als Mannschaft bescheinigt. Das war in der jüngeren Vergangenheit
nicht immer so, die leidgeprüften Fans wissen das. Aber auch in der Stunde des Erfolgs haben sich die Klänge, die diskreten Zwischentöne geändert. Georg Koch, in Aue grandioser MSV-Schlussmann, sprach sofort von den kommenden beiden Spielen. Hier müsse sich die wahre Klasse der Mannschaft beweisen. Er, der schon dreimal in die erste Liga aufstieg, will keinen Stillstand
mehr. Natürlich auch Walter Hellmich nicht. Der hielt sich nicht mehr lange an und in Aue auf. Weitermachen, sein Gebot der Stunde. Im Klartext: keine Rückschritte mehr. Denn tanzen kann man immer noch. Nach der Saison, alles klar?

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Klaus Offergeld
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23.10.2004 Walter Hellmich äußert sich zu unberechtigten Dumpingvorwürfen
  Verstoß gegen Tarifverträge bei Hellmich-Baugruppe - Hellmich: "Gar nichts dran"...
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Dass er angeblich Dumpinglöhne zahlen soll, stößt Walter Hellmich bitter auf. "Hellmich ist eines der sozialsten Unternehmen, die man sich vorstellen kann", versichert er. Die Umverteilung von Arbeitern begründet er damit, dass im Osten keine Stellen mehr benötigt werden. Deshalb setzt er seine Mitarbeiter auch in anderen Teilen Deutschlands ein. Würde er nicht so verfahren, bliebe oft nur die Kündigung...
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WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / za
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20.10.2004 In der MSV-Arena sind die "Dachdecker" voll im Zeitplan
  In der MSV-Arena sind die "Dachdecker" voll im Zeitplan

Der symbolische Spatenstich liegt gerade einmal fast auf den Tag ein Jahr zürück - und schon geht die MSV-Arena mit Riesenschritten
ihrer Vollendung entgegen. Mit schwerem Gerät sorgen die Fachleute von Bauunternehmer Walter Hellmich, dass sich der Kreis, besser
das Rechteck, schon bald schließen wird. Alles unter einem Dach heißt es dann, wenn auch der Hauptribüne komplett der
schützende "Hut" aufgesetzt wird. Vollbracht ist es spätestens am Montag, 8. November, wenn beim Westderby gegen Alemannia Aachen in der Arena zünftig Richtfest gefeiert wird.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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20.10.2004 Urbanes Leben im zentralen Mercator Forum
  Walter Hellmich stellt City-Projekt vor

Es kommt wieder Bewegung ins ehemalige Urbanum. Gestern stellte Walter Hellmich sein Projekt "Mercator Forum" vor. Der Unternehmer setzt auf drei Gebäude. Als einziger der fünf Bewerber plant er eine
Markthalle, die urbanes Leben in der Innenstadt ermöglichen soll.
Der erfolgreiche Geschäftsmann, der in Duisburg bereits Projekte auf dem Logport-Gelände wie auch im Innenhafen realisierte, sah mit dem Bau der MSV-Arena den Einstieg in ein Vorwärtsdenken. Vor einem Jahr erfolgte die Grundsteinlegung, jetzt sei das Stadion
fast fertig. Mit dem Kongresszentrum, dem Kasino und der Markthalle gehe die Entwicklung in eine investitionsfreudige Zukunft weiter.

Mit im Boot sitzt bei Hellmich das Architektenteam RKW Rhode, Kellermann, Wawrowsky, Partner bereits bei vielen Projekten. Sie planten unter anderem DB Cargo in Wedau, das Arag-Haus in Düsseldorf. Bei ihrem Duisburger Projekt gaben sie sich als Leitlinie vor, die städtebaulichen Dimensionen nicht zu verletzen. So sieht
Friedel Kellermann Käthe Mandel- wie auch Kalderoni-Hochhaus als Bestandteil des Ensembles. Das Team betrachtet die Fläche als Herzstück der Stadt. Entsprechend hoch sei der Anspruch.
Offenheit charakterisiert die einzelnen Gebäude, die aus allen Richtungen passiert werden können. Rückseiten gibt es in den
Plänen der Architekten nicht. Neben der Markthalle ist ein offener Bürgerplatz als Gastromeile geplant. Die Halle soll bis zu drei Ebenen einschließlich Galeriegeschoss erhalten. Im Innenhof dominiert Grün. Arkaden sind längs der Markthalle vorgesehen.
Hellmich: "Wir wollen nicht in Konkurrenz treten mit anderen Entwicklungen. Sie sollen ergänzt werden." Das heißt, Einzelhandelsgeschäfte, die in Konkurrenz zu Angeboten in der Innenstadt stehen könnten, soll es nicht geben.

Wer nach dem Konzertbesuch noch Lust verspürt, die Kugeln rollen zu sehen, kann über eine Passage direkt das Spielcasino erreichen.
Das Kongresszentrum erreicht eine Höhe von 27 Metern, ragt damit nicht extrem hoch in den Himmel, soll sich der Umgebung
von Stadttheater und Landgericht anpassen. Hellmich verbreitet Zuversicht. Die Gebäude, ist er sicher, arbeiteten jedes für sich
wirtschaftlich. "Ich sehe keine Probleme, in dieser Form zu finanzieren. Hinter uns stehen namhafte Banken. Das Projekt ist
in schneller Zeit zu realisieren." Entschiede sich die Politik für die Pläne, könnte es schnell losgehen. "In zwei Jahren", so Hellmich, "steht der gesamte Komplex."

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Klaus Johann
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19.10.2004 Aus eins mach drei
  PROJEKT / Statt eines großen, alles umfassenden Gebäudes entwarf die Hellmich-Gruppe mit RKW für das Terrain der Mercator-Halle ein Ensemble aus drei getrennten Bauten.

Aus eins mach drei: Nicht ein großes, alles umfassendes Gebäude sieht Bauunternehmer Walter Hellmich künftig auf dem Grund der Mercator-Halle stehen, sondern gleich drei unabhängige und dennoch miteinander verbundene Einheiten. Zusammen mit dem Düsseldorfer Architektenbüro RKW (Rhode, Kellermann, Wawrowsky) stellte er gestern die Pläne vor, mit denen die Hellmich-Gruppe in den Wettbewerb um das Projekt Veranstaltungs- und Kongresszentrum am König-Heinrich-Platz geht.

"Mercatorforum" lautet der Arbeitstitel für das Gebäude-Ensemble, das ein neues "Herzstück" für die Duisburger City bilden soll, wie Hellmich sagt. "Mit dem Gigantismus der vorherigen Pläne waren wir nicht einverstanden", so Hellmich. Das Neue dürfe auf keinen Fall das Alte erdrücken. Gemeint ist damit die stadtbildprägende bestehende Bebauung an König-Heinrich-Platz und Landfermannstraße mit dem Landgericht, dem Theater und dem Steigenberger Hof.

Darauf abgestimmt sollen die drei Gebäude auf dem Gelände zwischen Königstraße und Landfermannstraße abgestuft werden. Die rechteckigen Bauten sind bewusst schlicht gehalten in der Form. Auf dem Parkplatz hinter Calderoni-Hochhaus und Käthe-Mandel-Haus soll das mit 27 Metern höchste Gebäude stehen: das Veranstaltungs- und Kongresszentrum mit Konzertsaal, daneben mit einer Seite zur Landfermannstraße das Kasino (24 Meter) und vor diesem reicht eine Markthalle (14 Meter ohne VHS, 18 Meter mit) direkt an die Königstraße heran.

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG/ ULLA SAAL
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19.10.2004 Bald sind alle blau
  ARENA / Das Stadion wächst weiter in rasantem Tempo. Zum Rückrundenstart soll es fertig sein.

Es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her: Damals legte der MSV Duisburg den Grundstein zu seiner neuen Arena. Heute, 368 Tage danach, stehen alle Tribünen, sind drei von vier in Betrieb. Walter Hellmich, Bauherr und Präsident des MSV, ist zuversichtlich, dass auch der nächste Termin eingehalten wird: Am 8. November, pünktlich zum Zweitliga-Heimspiel gegen Alemannia Aachen, feiert der MSV Richtfest.

West-, Süd- und Osttribüne sind bis auf kleinere Arbeiten fertig, die Haupttribüne steht im Rohbau und bekommt derzeit ihr Dach und die Bestuhlung. "In acht Tagen sind alle blau", lächelt Hellmich und meint, dass die Arena dann komplett mit blauen Schalensitzen ausgestattet ist. Das letzte Teilstück des Daches soll vor dem Aachen-Spiel eingesetzt werden. Auch der neue verglaste Haupteingang nimmt bereits Konturen an.

"Alle Arbeiten liegen im Plan", so Hellmich, "zur Rückrunde sind wir fertig." (kw)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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19.10.2004 Markthalle soll urbanes Leben anziehen
  PROJEKT / Walter Hellmich sieht keinerlei Schwierigkeiten, das Projekt in der vorgestellten Konzeption finanziert zu bekommen.

Die Markthalle soll ein von allen Seiten durchlässiger Bau sein, in dem ein Frischemarkt mit festen Ständen - ähnlich den Pariser Markthallen - entsteht. Überdacht und somit wetterunabhängig soll die Halle der attraktive Punkt sein, der Leben in das Ensemble zieht. Zwischen den Ständen im Erdgeschoss und auf der umlaufenden Galerie in der ersten Etage sehen die Planungen Gastronomie vor. In der ersten Etage auch Einzelhandel.

Zudem sollen alle drei Gebäude durch gläserne Dächer verbunden werden. Kasino und Kongresszentrum erhalten zusätzlich auf der oberen Ebene ein gemeinsames Foyer. Während das Kongresszentrum eine semitransparente Außenhaut erhält, sollen die Spieler im Kasino vor allzu neugierigen Blicken beschützt werden.

Auf 120 bis 140 Millionen E beziffert Hellmich den ganzen Komplex (samt Innenausbau), der nach dem entscheidenden Beschluss des Rates in etwa zwei Jahren fertig sein könnte. Von gesicherter Finanzierung wollte Hellmich gestern nicht sprechen, aber: "Wir haben keinerlei Schwierigkeiten, das Projekt in der Konzeption finanziert zu bekommen." (U.S.)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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14.10.2004 Auf dem Sprung
  MSV / Die bekannte Ausgangsposition: Gegen Unterhaching müssen sich die Zebras heute mit einem Sieg oben festbeißen.

Gas geben ist beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg seit zwei Jahren ein geflügeltes Wort. Bei Präsident Walter Hellmich gehört es zum festen Vokabular, sein Umfeld nutzt es inzwischen auch. "Wir haben in der spielfreien Zeit im Training Gas gegeben", meinte Trainer Norbert Meier gestern. Genau das fordert der Präsident für das heutige Heimspiel um 19 Uhr gegen die SpVgg Unterhaching. "Spielerisch ist noch jede Menge zuzulegen", so Hellmich.

Der Vereinschef sieht den MSV "auf dem Sprung". Das ist in Duisburg nicht neu, im Vorjahr patzten die Zebras allerdings immer dann, wenn sie sich gerade in eine vielversprechende Position geschoben hatten. So wars auch in Ahlen. Statt nach dem 1:0 über Fürth mit breiter Brust aufzulaufen, patzte ganz Duisburg 45 Minuten lang. Nach der Pause wurde es besser, aber Norbert Meier weiß, dass das unter dem Strich nicht reicht: "45 Minuten ordentlicher Fußball sind nicht genug."

Weil das Selbstvertrauen trotz des 0:2 in Ahlen nicht gelitten habe, will der MSV heute Abend mit einem Dreier dafür sorgen, sich oben zu festigen. Mit Unterhaching ist aus dem Vorjahr ohnehin noch ein Hühnchen zu rupfen, die Münchener schnappten dem MSV die kompletten sechs Zähler weg. "Spielerisch ist die Elf besser geworden", schätzt Meier, aber das darf für den MSV bei seinen Zielen und selbst gesteckten Ansprüchen in der Arena kein Hindernis sein.

Der Rest ist bekannt: Duisburg muss aggressiv in die Zweikämpfe gehen und mit dem nötigen Einsatz die Basis legen, um seine spielerischen Qualitäten durchzusetzen. Dass da noch Luft ist, ist angesichts des Kaders unstreitig. "Alle stehen auf dem Prüfstand, die nächsten Wochen sind unheimlich wichtig", so Walter Hellmich gestern.

Bis auf Dirk Lottner, der noch nicht wieder im Mannschaftstraining ist, sind alle Spieler an Bord, auch die Marokkaner Aziz Ahanfouf und Nasir El Kasmi, die einigermaßen frustriert von ihrem Nationalmannschaftsausflug zurückkehrten, weil sie nicht zum Zuge kamen.

Gestern führte Walter Hellmich den Kader noch einmal durch die Arena. Auch der Trainer nahm die Profis in die Pflicht: "Es lohnt sich, für dieses Zuhause harte Arbeit abzuliefern." (kw)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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14.10.2004 MSV und Hellmich Marketing sind bundesligatauglich!
  Die Hellmich Marketing & Security Management GmbH
ist stolz, Ihnen folgenden Auszug aus der Pressemitteilung des MSV Duisburg vom gestrigen Mittwoch päsentieren zu können:

"MSV-Tabellenführer
Im großen Fan-Report von Sport-Bild steht der MSV auf dem Spitzenplatz der 2.Bundesliga, dank perfektem Service für die Anhänger. Das Fach-Magazin testete alle 36 Profiklubs anonym. Wie schnell werden Anfragen bearbeitet, wie lange müssen die Fans auf Fanartikel warten, wie lange dauert es bis eine E-Mail beantwortet wird? Das Ergebnis: Der MSV ist schlicht und einfach
bundesligatauglich, Note: 2,16."

Wir hoffen, auch Sie konnten schon die besten Erfahrungen im Service-Bereich des MSV Duisburg machen und werden weiterhin daran arbeiten, uns stetig zu verbessern.
Ihr Marketing-Team
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13.10.2004 Hellmich stellt Bauantrag
  Investor widerspricht dem Edeka-Gerücht. Am Konzept festhalten.

Die Unternehmensgruppe Hellmich hat den Bauantrag für das geplante Marktforum in Hochemmerich gestellt. Hellmich-Prokurist Volker Kaus gestern auf Nachfrage der Redaktion: "Wir rechnen damit, dass wir im Dezember oder Januar die Baugenehmigung erhalten."

Kaus tritt den Gerüchten entgegen, dass Edeka als Ankermieter für das Warenhaus feststünde: "Wir sprechen mit einer Anzahl von Betreibern. Man kann daraus nicht ableiten, dass jetzt Edeka definitiv kommt."

Kaus hat sich gestern noch einmal auf das Mall-Konzept festgelegt. Soll heißen: An der vorgestellten Planung für das Marktforum, die eine gläserne Wandelhalle mit kleineren Geschäften vorsieht, wird nicht gerüttelt. Kaus: "Wir müssen uns am vielteiligen Konzept für das Marktforum orientieren, das Grundlage für urbanes Leben in und um das Marktforum ist."....
....

NRZ / LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN / CHRISTOPH GIRSCHIK
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10.10.2004 Soccer-Cup für Tennis-Teams
  KOOPERATION / Unternehmensgruppe Hellmich unterstützt Turnier in der SoccerWelt.

Auf fremdes Terrain können sich in diesem Winter alle Filzballartisten begeben. Die SoccerWelt in Dinslaken veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Hellmich Unternehmensgruppe und der "goalfever"-Halle in Essen einen Soccer-Cup für Tennis-Teams.

"Als Ausgleichssportart im Winter ist Soccer unter Tennisspielern sehr beliebt. Deshalb veranstalten wir das Turnier. Für den Bezirk 1 und 2 sind wir zuständig, den Bezirk 3 und 4 spricht goalfever an", erklärt Thomas Lönegren, Geschäftsführer der SoccerWelt und auch Trainer bei der Dinlakener TG Blau-Weiß.

Dass es Lönegren gelang, die Hellmich Unternehmensgruppe mit ins Boot zu ziehen, hat zwei Gründe. Zum einen kennen er und Marc Hellmich sich aus gemeinsamen Tennis-Bundesligazeiten bei der DTG, zum anderen ist die SoccerWelt auch im Sponsorenpool des MSV Duisburg, bei dem Walter Hellmich bekanntlich Präsident ist. "Hallensoccer ist einfach eine Topsportart. Deshalb unterstützen wir die Aktion", so Marc Hellmich, der auch überlegt, mit den Herren 30 der DTG anzutreten....
....(tom)

NRZ / LOKALAUSGABE / DINSLAKEN
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07.10.2004 UNSER BUNDESLIGA-NACHBAR MSV
  GALOPP UND Fußball! Der MSV Duisburg und der Mülheimer Rennverein machten es wieder einmal möglich. Die guten Nachbarn trafen sich zum schon traditionellen "Renntag des MSV Duisburg" am Mülheimer Raffelberg. Fast in Sichtweite der neuen MSV-Arena stand vor 5800 Zuschauern das Hauptrennen um den "Preis der Unternehmensgruppe Hellmich" für zweijährige Stuten im Mittelpunkt der Veranstaltung. Bei einem Rennen für dreijährige und ältere Pferde hatte der MSV ebenfalls die Patenschaft übernommen. MSV-Präsident Walter Hellmich war begeistert und versprach ein Wiederkommen im nächsten Jahr. Die Fußballer Ivica Grlic, "Jupp" Ivanovic, Pavel Drsek und Miroslav Spizak sowie Torwarttrainer Manfred Gloger waren gekommen, gaben fleißig Autogramme, ehrten die siegreichen Jockeys und wurden mit unterschiedlichem Erfolg vom "Wettfieber" angesteckt.


NRZ / LOKALAUSGABE / DINSLAKEN
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06.10.2004 Urbanum: Investoren stark interessiert
  Expo Real: WAZ sprach mit Hellmich und Kölbl

Das Urbanum wird kommen, aber möglicherweise in Teilstücken und mit einiger Wahrscheinlichkeit unter neuem, un-"verbranntem" Namen. Bis 15. November müssen die Interessenten, bisher sind es drei, ihre Unterlagen bei der Stadt eingereicht haben.

Gefordert werde, so OB Bärbel Zieling gestern auf der Immobilienmesse Expo Real in München, ein architektonisches Konzept und vor allem - eine gesicherte Finanzierung. Zwei der drei möglichen Interessenten waren in München Gesprächspartner der WAZ: das stadtbekannte Bauunternehmen Hellmich, zur Zeit unter anderem tätig an der MSV-Arena, und Kölbl Kruse, die am Innenhafen bereits drei Objekte erfolgreich realisiert haben. Beide
wollten noch nicht allzu viel über ihren jeweiligen Urbanum-Nachfolger verraten, aber ein paar Details wurden deutlich: So setzt Hellmich auf drei Gebäudeteile, die sich durch eine unterscheidbare, aber hochwertige Architektur auszeichnen sollen. Als Architektenbüro wurde RKW gewonnen, eine erste Adresse. Eine gemeinsame Außenhaut verbindet Casino, Veranstaltungszentrum und wahrscheinlich auch eine "Markthalle" mit einer Mischung aus Handel und Gastronomie. Investitionsumfang: rund 80 Mio Euro. Probleme bei der Finanzierung sieht Mark Hellmich nicht. Es gebe reges Interesse bei möglichen Investoren

Als "modulhaft aufgebaut" bezeichneten Stephan Kölbl und Dr. Marcus Kruse ihr Vorhaben. Die einzelnen Teile könnten zeitlich
hintereinander gebaut werden. Zum architektonischen Anspruch: "Es muss an dieser Stelle etwas leuchten für Duisburg." Auf 85 Mio Euro beläuft sich die Investition, ein Investor stehe bereit. Kruse: "Wir können sofort loslegen." Und Urbanum werde der Komplex auf keinen Fall heißen. Ein neuer Arbeitstitel sei bereits gefunden.
Wie schnell an dieser wichtigen Stelle der Innenstadt die Mercator-Halle einem neuen Komplex weichen kann, hängt jetzt auch von der Politik ab. Am 14. Oktober konstituiert sich der neue Rat, am 8. November tritt er zu seiner ersten Arbeitssitzung zusammen. OB Bärbel Zieling geht angesichts der vielen Klein- und Kleinstgruppen im Rat davon aus, dass SPD und CDU bei den Entscheidungen über die Großprojekte gemeinsam Verantwortung
zeigen. (mo)

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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04.10.2004 "Mercator-Forum" soll die Duisburger begeistern
  EXPO REAL / Pläne für das Kasino-Zentrum in der City sind auch auf der Immobilienmesse in München präsent.

Zu sehen war es nicht, und besprochen wurde es auch nicht. Dennoch waren die Pläne für das Kasino-Zentrum in der City auch auf der Expo Real, der Messe für Gewerbeimmobilien in München, präsent. Dort startete gestern die Stadt zusammen mit Partnern ihren Auftritt. Und einer, der schon mit zwei Projekten auf der Expo Real vertreten ist, brachte auch das Kasino-Zentrum ins Gespräch. "Dieses Vorhaben muss jetzt schnell gehen. Nicht unüberlegt, aber mit Tempo. Bis Jahresende muss das Baurecht da sein", betonte Bauunternehmer Walter Hellmich.

Hellmich ist mit seiner Unternehmensgruppe als einer von drei Projektentwicklern beim Kasino im Gespräch. Gegenüber der NRZ machte der derzeitige Multi-Bauherr in der Stadt deutlich, dass er von der Stadtspitze schnelle Entscheidungen erwartet. In der nächsten Woche will er im Rathaus seine Detailplanung vorlegen. Hellmich wünscht sich dann von dem fraktionsübergreifenden Arbeitskreis des Rates, der auch bisher die Innenstadt-Projekte begleitet hat, eine Vorfestlegung zu dem Schlüsselprojekt für den Rat.

Mehr als den Arbeitstitel "Mercator-Forum" wollte Hellmich dazu nicht offen legen. Entscheidend sei aber, dass das Gebäude den Duisburgern gefalle und sie es als das neue Herz der Stadt annähmen.

Von anderer Seite war zu erfahren, dass das "Mercator-Forum" aus moderner Markthalle, Spielbank-Gebäude, Büroräumen und Veranstaltungszentrum in getrennten Gebäuden bestehen soll. Verbunden mit breiten Gängen, soll das ganze Ensemble von einem Glasdach überwölbt werden. Die beiden Hauptzugänge sollen an der Königstraße liegen.

Am Gemeinschaftsstand der Metropolregion Ruhr hat Duisburg eine günstige Ecklage. Zu sehen sind die drei Modelle der MSV-Arena, der neuen Innenhafen-Wohnbebauung (beides durch die Hellmich-Gruppe) und das Projekt "Five Boats" der Kölbl Kruse GmbH (Essen) auf der Nordseite des Innenhafens. Dazu werden andere Bauvorhaben wie die Infineon-Ansiedlung oder das brandneue Vorhaben "Pier 1", wieder im Innenhafen, genannt. Ralf Meurer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (GfW): "Aktuell werden in Duisburg rund 287,5 Millionen Euro auf neuen Großbaustellen investiert. Das zeigt, dass sich in Duisburg an verschiedenen Stellen etwas tut." Damit habe das Messemotto, "Hier bewegt sich was!", seine Berechtigung.

Gestern machte sich auch eine mit neuen Köpfen erstaunlich große Gruppe von Ratsmitgliedern einen persönlichen Eindruck von der dreitägigen Messe in München.

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / ANDRE MASSMANN
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04.10.2004 Benefizspiel für die "Duisburger Tafel"
  Die örtliche Wirtschaft will der in ihrer Existenz bedrohten "Duisburger Tafel" helfen. Nach einem gemeinsamem Aufruf der Unternehmen
Haniel, Sparkasse und Hellmich, dem zu befürchtenden Aus entgegen zu steuern, entwickelte MSV-Chef Walter Hellmich die Idee
eines Benefizspiels zu Gunsten der Tafel. "Wir müssen dieser wirklich hervorragenden Einrichtung und damit den Armen helfen und
wollen Taten folgen lassen", so Hellmich. Geplant ist innerhalb der nächsten acht Wochen ein Benefizspiel in der MSV-Arena, in dem sich eine MSV-Traditionsauswahl (mit Bernard Dietz, Norbert Meier, Heiko Scholz) und eine Duisburger Prominentenmannschaft gegenüber stehen. Der Erlös in Höhe von erhofften 10 000
Euro soll der "Duisburger Tafel" gespendet werden.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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03.10.2004 Von Richthofen versöhnt
  WORLD GAMES / Der Präsident des Deutschen Sport-Bundes nahm die Wettkampfstätten in Augenschein und lobte die Veranstalter.

Vor ein paar Monaten hatte Manfred von Richthofen noch gedroht, Duisburg die World Games wegzunehmen. Gestern nun trat der Präsident des Deutschen Sport-Bundes im Landhaus Milser vor die Presse und lobte das World Games-OK mit Gerd Bildau an der Spitze. "Ich bin außerordentlich erfreut über die Entwicklung. Es ist ein Ruck durch die Organisation gegangen", sagte der Top-Sportfunktionär.

Von Richthofen besuchte am Wochenende mehrere Sportstätten der World Games. MSV-Chef Walter Hellmich stellte ihm die MSV-Arena vor. Manfred von Richthofen fand Gefallen am neuen Stadion. "Sehr hübsch, mit Chic und Geschmack gebaut", lobte er die Arena. Beeindruckt war der Verbandschef von den Darbietungen im Landschaftspark. Akrobaten und Sumo-Ringerinnen stellten dem prominenten Gast ihr Können vor.

Von Richthofen sieht die Organisatoren auf einem guten Weg. Anders als noch vor Jahresfrist. "Es gab Defizite bei der Finanzierung, Duisburg bewegte sich sehr schleppend vorwärts und arbeitete nicht so fachorientiert, wie wir uns das vorgestellt hatten", blickte Manfred von Richthofen zurück. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung habe sich die Situation nun grundlegend geändert.
.... (D. R.)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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02.10.2004 "Zebras" zu Gast auf der Galopprennbahn
  "Zebras" auf der Galopprennbahn am Raffelberg! Unmöglich? Nein, es gibt sie sogar hautnah zum Anfassen. Denn der heutige Familienrenntag (Einlass: 13 Uhr, Start: 13.30 Uhr) steht ganz im Zeichen des MSV Duisburg.

So wird das Hauptereignis des Tages - das 52. Berberis-Rennen für zweijährige Stuten - als Preis der Unternehmensgruppe Hellmich
gestartet. Der Präsident des Fußball-Zweitligisten, Walter Hellmich, wird höchstpersönlich die Siegerehrung vornehmen. Weitere prominente "Zebras" sind zu Gast - so etwa MSV-Chefcoach Norbert Meier, sein Co-Trainer Heiko Scholz sowie die Spieler Pavel Drsek, Ivica Grlic und Josef Ivanovic.
.....

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Thomas Richter
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30.09.2004 Hellmich plant Richtfest
  RICHTFEST: Die neue MSV-Arena ist zwar schon zu großen Teilen fertig, ein Richtfest soll es trotzdem noch geben. MSV-Chef Walter Hellmich plant die Feier zum Heimspiel gegen Alemannia Aachen am ersten November-Wochenende (Termin ist noch offen). Einzelheiten stehen noch nicht fest, im Gespräch ist unter anderem ein Höhen-Feuerwerk.

SITZE: Damit Zuschauer bereits im Spiel gegen Aachen auf der neuen Sparkassen-Tribüne sitzen können, soll in diesem Monat die Bestuhlung der Geraden beginnen. Zum letzten Heimspiel des Jahres gegen Erstliga-Absteiger 1. FC Köln (10. bis 13. Dezember) sollen - so die Pläne des MSV - bereits 30 000 Zuschauer in die Arena passen.
...

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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29.09.2004 Hellmich solls richten
  "Den Stadtoberen ist es in all den Jahren gelungen, Multi Casa und Urbanum nicht zu Stande kommen zu lassen. Die Planungen haben zu einer Zeit begonnen, als von Walter Hellmich in Duisburg noch keine Rede war. In viel kürzerer Zeit ist es ihm aber gelungen, einen Profi-Fußballverein nahezu zu sanieren und ein Schmuckkästchen von Fußballstadion zu planen, zu finanzieren und zu errichten. Mein Vorschlag: Die Stadtregierung sollte alle wesentlichen Großprojekte von Herrn Hellmich planen lassen, dann wird auch was draus. Zudem wäre das wohl auch preisgünstiger."

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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27.09.2004 Nette Nachbarn
  MÜLHEIM/DUISBURG. Dagmar Mühlenfeld, Präsidentin des Mülheimer Galopprennvereins und Oberbürgermeisterin der Stadt, gibt sich charmant: "Das ist wie ein Treffen netter Nachbarn." Damit meint sie Duisburg und sagt auch sogleich warum: Samstag, 2. Oktober, gibt es wieder den traditionellen MSV-Renntag auf der Rennbahn am Raffelberg.

Trainer und Spieler des Zweitligisten werden zur Autogrammstunde bereit stehen und die Siegerehrung im "Preis des MSV Duisburg" vornehmen. Präsident Walter Hellmich wird zugegen sein. Leuchtet ein, wenn das Hauptrennen der "Preis der Unternehmensgruppe Hellmich" heißt. Der ist mit 50 000 Euro dotiert und damit wertvollstes Rennen des Jahres bei den Mülheimer Galoppern. Im Vorstand des Mülheimer Rennvereins findet man übrigens einen alten Bekannten: den ehemaligen MSV-Präsidenten Paul Märzheuser. Der soll wegen seiner Verdienste um den Mülheimer Galopprennsport zum Ehrenmitglied des Rennvereins ernannt werden.

NRZ / LOKALAUSGABE / NIEDERRHEIN
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24.09.2004 Hellmich plant Kasino mit Läden und mit der VHS
  INNENSTADT / Konzept für neues Gebäude. "Handel muss dabei sein." Entwickler wollen ihre Karten erst nach der Kommunalwahl aufdecken.

Das Kasino-Zentrum, dessen früherer Name "Urbanum Duisburg" inzwischen von der Stadtspitze nicht mehr gebraucht wird, dürfte bei seiner Neuplanung ein anderes Gesicht bekommen.

Walter Hellmich, einer von drei neuen Interessenten, sagte gestern der NRZ: "Unser Konzept sieht ein neues Gebäude vor, das völlig anders geplant wird. Zwischen den einzelnen Bereichen wird es andere Schnittstellen geben, und wir würden rationeller und effektiver bauen." Auch (Einzel-) Handel ist Bestandteil der Planung. Hellmich, "Hamborner Jung" und Chef der Bauunternehmung Hellmich, betonte: "Es muss Handel in die Sache - das geht nicht anders."

Der Bauunternehmer lehnte es ab, Details darzustellen. Das sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Klar sei aber, dass auch zu seiner Planung die Vermietung von Bürofläche an die VHS gehöre, so wie es der Stadtrat mit knapper Mehrheit beschlossen hat. Hellmich: "Ich werde die Dinge, die die Stadt beschlossen hat, nicht in Frage stellen." Bekanntlich lehnt die CDU-Ratsfraktion diesen Umzug der VHS in das neue Projekt weiterhin ab. Der Fortgang des Innenstadt-Projekts ist im Ganzen von dem neuen Stadtrat abhängig, der durch die Kommunalwahl am Sonntag ermittelt wird.

Wie gestern berichtet, gab OB Bärbel Zieling zwischen bekannt, dass drei neue "leistungsstarke" Interessenten für das Kasino-Zentrum in der engeren Auswahl seien. Dazu gehören neben der Kölbl Kruse GmbH aus Essen die Hellmich-Gruppe und Tenkhoff Properties (Berlin) mit Dr. Theisen (Düsseldorf). Dem neuen Rat solle eine schnelle Entscheidung ermöglicht werden.

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Andre Massmann
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23.09.2004 Ex-Urbanum lockt Investoren
  Drei leistungsstarke Unternehmen legen Pläne vor - neuer Rat entscheidet

Innerhalb der nächsten drei Wochen werden drei leistungsstarke Interessenten ihre Pläne, Konzepte und Finanzierungsstrukturen für den Bau des Veranstaltungs- und Kongresszentrums mit Spielbank vorlegen. Der neue Rat entscheidet dann darüber, wer den Zuschlag
erhält....
....
Insgesamt acht Projektentwickler, Banken und Investoren hätten in letzter Zeit bei OB Zieling und WestSpiel Casinos ihr Interesse an
dem Projekt bekundet, hieß es . Drei seien nach intensiven Vorgesprächen in die engere Wahl gekommen: Die Kölbl Kruse GmbH, Essen, mit dem Design-Team Architekten Grimshaw
(London) und Bahl + Partner (Hagen) und die
Unternehmensgruppe Hellmich, Dinslaken, mit dem renommierten Architekten-Team Rohde, Kellermann und Wawrowsky (Düsseldorf) hätten bereits ihre Pläne vorgestellt. Kommende Woche werde die dritte Gruppe, bestehend aus der Tenkhoff-Properties GmbH, Berlin, und Dr. Wolfgang Theisen, Düsseldorf, ihre Vorstellungen präsentieren. Danach sollen alle drei Teams innerhalb von drei Wochen die technische, konzeptionelle und finanzielle
Realisierbarkeit ihrer Pläne nachweisen. Nach Angaben der Stadt halten alle drei Bewerber den VHS-Umzug ins Veranstaltungszentrum für unabdingbar. Auch Einzelhandel ist erneut im Gespräch.
Von der klassischen Shop-Anordnung will Walter Hellmich, von der WAZ nach seinen Plänen befragt, aber abweichen: "Unser Konzept
wird ganz anders sein, Handel und urbanes Leben beinhalten". Möglich also, dass dort eine Markthalle entstehen könnte. Keine
schlechte Idee.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Rolf Kiesendahl
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16.09.2004 In zwei Wochen rollen die Bagger
  STADTPLANUNG / Finanzierung für den Ausbau des Hochemmericher Marktes steht. Kaufland im Gespräch als Hauptmieter.
"Die Finanzierung des Marktumbaus in Hochemmerich ist geklärt." Mit dieser Nachricht sind der Investor für das geplante Marktforum und die Fraktionsspitzen der SPD und CDU gestern an die Öffentlichkeit gegangen. Wörtlich hieß es: "Die Finanzierung des Marktumbaus aus dem Erlös des Projektes ist hochamtlich geregelt."

Die Vorgeschichte: Bevor Hellmich mit dem Bau des Marktforums in Hochemmerich beginnt, muss der Markt zur Duisburger Straße hin erweitert werden. Dazu werden die heutigen Parkplätze an der Duisburger Straße auf Marktniveau gebracht. Die Erweiterung des Marktes nach Osten wurde mit der Bezirkspolitik vereinbart, weil das Marktforum ein paar Meter der Marktfläche auf der anderen Seite beansprucht.

Der rund 250 000 Euro teure Ausbau des Marktes soll nun aus dem Erlös finanziert werden, den das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) als Eigentümerin des Grundstücks von der Firma Hellmich einnehmen wird. Damit die Sache zügig vorangetrieben werden kann, soll Hellmich jetzt auch gleich den Ausbau des Marktes durchführen.

Wochenmarkt nicht beeinträchtigt
Die Zeitplanung: Der städtebauliche Vertrag für das Marktforum soll in zwei Wochen unterschrieben sein. Dann rollen sofort die Bagger für den Ausbau des Marktes. Der Ausbau mit 70 zweireihigen Parkplätzen wird vier bis sechs Wochen Bauzeit in Anspruch nehmen. Im Anschluss beginnt der Bau des Marktforums. Hellmich-Prokurist Volker Kaus: "Wir werden vor Weihnachten anfangen." Damit der Wochenmarkt wie gewohnt mittwochs und samstags stattfinden kann, soll der Ausbau nach und nach in Form einer Wanderbaustelle geschehen.

Die heutige Asphalt-Fläche des Marktes wird durch den Ausbau optisch aufgewertet: Ringsum erhält der Platz ein breites gepflastertes Band, das entlang der Atroper Straße über 20 Meter breit ist. Nachts werden hier dutzende in das Pflaster eingesetzte Bodenstrahler Akzente setzen.

Die heutige Asphaltfläche im Zentrum des Markes bleibt wie sie ist. Die Markierungslinien für die Parkplätze werden entfernt. Mit Ausnahme der 70 Plätze entlang der Duisburger Straße wird der Markt autofrei.

Nach wie vor offen ist der Hauptmieter, dem Hellmich den Zuschlag geben wird. Volker Kaus räumte gestern ein, dass unter anderem mit der Firma "Kaufland" Gespräche geführt werden.

Nach Informationen der Redaktion würde Kaufland die gesamte Verkaufsfläche von 9000 Quadratmetern beanspruchen. Die in Rheinhausen gewünschte Aufteilung mit zwei zusätzlichen großen Fachmärkten würde dann wegfallen.

NRZ / LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN/ CHRISTOPH GIRSCHIK

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15.09.2004 Spaten war ein Bagger
  BAUBEGINN / Die Firma Hewag baut an der Kreuzung Richrather / Theodor-Heuss-Straße einen Seniorenwohnpark.

LANGENFELD. Bisher verriet nur eine Infotafel, dass an der Kreuzung Richrather, Theodor-Heuss-Straße ein Seniorenwohnpark entsteht. Gestern begann der Bau mit dem ersten Spatenstich - in unserem hochtechnisierten Zeitalter natürlich mit einem Bagger. Bürgermeister Magnus Staehler und Walter Hellmich, dessen Firma Hewag das Seniorenstift betreiben wird, senkten gemeinsam die Schaufel und hoben das erste Stück Rasen aus. Insgesamt elf Millionen Euro wird der Bau des Seniorenstifts kosten. 60 neue Arbeitsplätzentstehen dort.

Versorgungslücke wird geschlossen
In Langenfeld besteht ein hoher Bedarf an Pflegeplätzen . Laut einer Statistik fehlen in der Stadt 131 Plätze. Mit dem Bau des neuen Seniorenstifts wird Ende 2005 ein großer Teil der Versorgungslücke geschlossen sein. Im Wohnpark entstehen 94 Pflegeplätze und zusätzlich Seniorenwohnungen. "Wir lassen die Senioren nicht allein", betonte Staehler, das Projekt liege der Stadt sehr am Herzen.

Die Verwirklichung war nicht ganz einfach. Schon vor Jahren wurde der Bau geplant, dann aber fiel die Förderung mit Landesmitteln weg und das Projekt musste aufgeschoben werden. Nach einjähriger Planungszeit kann es nun aber losgehen. Besonders die zentrale Lage soll künftig das Wohnen reizvoll machen. Alles, was sie täglich brauchen, finden die Senioren in weniger als fünf Minuten Fußweg.

"Der Mensch steht im Mittelpunkt", beschreibt Walter Hellmich das Konzept seiner Firma, die sieben weitere Seniorenstifte betreibt.

NRZ / LOKALAUSGABE / DüSSELDORF / Julia Seifert
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14.09.2004 Eine hervorragende Recycling-Maßnahme
  Frankfurts OB Petra Roth besuchte den Innenhafen - Kritik am kommunalen Führungsstil

Den Innenhafen besuchte gestern die Vorsitzende des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth.
"Eine hervorragende Recycling-Maßnahme", kommentierte sie.

Was in den vergangenen Jahren nur wenigen Kommunen gelang - Frankfurt schaffte es. Neue Firmen wurden angesiedelt, Arbeitsplätze
geschaffen, ein attraktives Umfeld für Investoren geschaffen. Wovon, so wurde im Gespräch zwischen Sauerland und Roth deutlich,
Duisburg derzeit weit entfernt sei. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Firmen wandern ab. Ein attraktives Umfeld für Betriebe jedoch sei
im Innenhafen geschaffen worden, so Roth.
.....

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / cp
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14.09.2004 Hochzeitsglocken in der MSV-Arena
  Am 18. September läuten in der MSV-Arena erstmals die Hochzeitsglocken. Um 16 Uhr geben sich dann Gabriele Petrick und Wolfgang Cuntz in der Incentive Loge auf der Ost-Tribüne
standesamtlich das Ja-Wort. Anschließend wird mit geladenen Gästen auf die nächsten gemeinsamen Jahre bei einem Sektempfang angestoßen. Gabriele Petrick ist vielen MSV-Fans seit längerem ein Begriff, da die Hobbyfotografin seit Beginn der Abrissarbeiten des Wedaustadions und dem Start des Baus der
MSV-Arena quasi jeden Stein fotografiert und jede Etappe des Neubaus auf ihrer Homepage www.petrick-online.de und für den MSV
dokumentiert hat. Auch der Bräutigam ist mittlerweile Dauerkartenbesitzer und fiebert bei den Heimspielen mit den "Zebras". MSV-Chef Walter Hellmich ist selbstverständlich bei der
Trauung als Gratulant vor Ort.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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10.09.2004 Alles in Arbeit
  MSV / Gegen Essen hofft der Päsident auf ein ausverkauftes Haus und der Trainer auf einen Sieg in einem Schlüsselspiel....

.......Rot-Weiß Essen kommt zum Derby, die neue Arena wird so voll wie noch nie sein und der MSV hat die große Gelegenheit, sich mit einem Sieg für die kommenden Wochen oben festzusetzen.

Genau das haben die Zebras im Vorjahr nicht geschafft. Immer dann, wenn die Mannschaft sich gerade die Grundlage erarbeitet hatte, um den traditionell kritischen Teil ihres Publikums für sich zu gewinnen und oben anzugreifen, patzte sie böse. Beredtes Beispiel: Das 1:2 gegen den LR Ahlen in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit. Schnee von gestern, wenn es nach MSV-Präsident Walter Hellmich geht, schließlich spricht der Unternehmer unentwegt vom neuen MSV, den er bauen will.

Stadion wird ein Sahnestück

Was das Stadion angeht, ist Hellmich weit vorangekommen. Gegen Essen wird am Sonntag die Südtribüne freigegeben, 21 849 Fans finden dann Platz in der Arena. "Ich träume davon, dass wir voll werden", sagt Hellmich, und angesichts von inzwischen über 16 000 im Vorverkauf abgesetzten Karten muss das keine Illusion sein. Überhaupt: Das neue Stadion wird ein Sahnestück, erstligareif in allen Bereichen. Die Arbeiten an der Haupttribüne liegen ebenfalls im Plan, bis zur Höhe des Unterrangs ist die Arena bereits geschlossen, der Oberrang ist im Rohbau halb fertig. "In acht bis zehn Tagen ist der Kessel dicht", so Hellmich. Im Dezember, spätestens im Januar soll die Arena fertig sein - bis zum letzten Pinselstrich....

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2003/2004 bringt 300 000 Euro Plus

"Der Sonntag ist ganz wichtig", nickt Präsident Walter Hellmich dazu, "wenn wir das Spiel gewinnen, machen wir einen Riesenschritt nach vorne." Neben dem sportlichem könnte sich der MSV auch einen finanziellen Fortschritt sichern: Obwohl die letzte Saison mit 300 000 Euro Gewinn zum ersten Mal in der 2. Liga ein Plus einbrachte, drücken alte Verbindlichkeiten in Millionenhöhe. Auch da ist der neue MSV erst noch in Arbeit. (kw)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / KLAUS WILLE
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10.09.2004 Börsentalk mit Walter Hellmich
  Der MSV-Chef ist am Dienstagabend, 14. September, eine Stunde lang Live-Gast des �Börsentalks� von Radio Duisburg. Treffpunkt ist wie immer die �Schifferbörse�. Der Eintritt ist kostenlos, Gäste sind herzlich eingeladen. �Ich hoffe, dass viele MSV-Fans zugegen sind. Ich werde auch einige MSV-Profis mitbringen� � so Walter Hellmich. Der �Börsentalk� startet um 18.00 Uhr und wird von Radio Duisburg-Chefredakteur Rainer Zimmermann moderiert.

Dagmar Dahmen, Pressestelle MSV Duisburg
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07.09.2004 Erste Trauung in der MSV-Arena – Ja-Wort in der Incentive Loge
  Am 18. September läuten in der MSV-Arena erstmals die Hochzeitsglocken! Um 16.00 Uhr geben sich dann Gabriele Petrick und Wolfgang Cuntz in der Incentive Loge auf der OST Tribüne standesamtlich das Ja-Wort. Anschließend wird mit geladenen Gästen auf die nächsten gemeinsamen Jahre bei einem Sektempfang angestoßen. Gabriele Petrick ist vielen MSV-Fans seit längerem ein Begriff, da die Hobbyfotografin seit Beginn der Abrissarbeiten des Wedaustadions und dem Start des Baus der MSV-Arena quasi jeden Stein fotografiert und jede Etappe des Neubaus auf ihrer Homepage www.petrick-online.de und für den MSV dokumentiert hat. Auch der Bräutigam – der eigentlich aus Frankfurt stammt - ist mittlerweile Dauerkartenbesitzer und fiebert bei den Heimspielen mit den Zebras. MSV-Chef Walter Hellmich ist selbstverständlich bei der Trauung als Gratulant im Namen der Zebras vor Ort.

Dagmar Dahmen, Pressestelle MSV Duisburg
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31.08.2004 Seniorenstift entspannt Lage im Pflegebereich
  Einrichtung in Wanheimerort

Mit dem HEWAG-Seniorenstift an der Fuchsstraße in Wanheimerort weihte die Unternehmensgruppe Hellmich gestern ihre dritte Einrichtung dieser Art in Duisburg ein. 80 ältere Menschen finden hier eine neue Heimat.

"Gas geben" - diese Devise von Unternehmenschef Walter Hellmich kam auch beim Bau der stark nachgefragten Seniorenstifte zum
Tragen. Nach den Wohnanlagen an der Brauerstraße in Duissern und der Karl-Lehr-Straße in Neudorf wurde jetzt das Haus in Wanheimerort fertig. Wie die anderen Seniorenstifte verfügt es über 80 Einzelzimmer mit Bad, helle und großzügige
Gemeinschaftsräume und ein umfassendes Pflege- und Serviceangebot.
Insgesamt investierte die Hellmich Vita AG in die drei Einrichtungen etwa 34 Mio Euro und schuf 150 neue Arbeitsplätze. Das nächste
Projekt dieser Art kündigt sich bereits an. Es entsteht in Hamborn, wo an der Ecke Huf-/Rathausstraße ein Ärztehaus und ein
Senioren-Wohnpark errichtet werden sollen. "Das wird eine tolle Sache", so Hellmich. Das Unternehmen plane ähnliche Baumaßnahmen in Langenfeld und in Halle.

"Wir haben hier etwas Wunderbares geschaffen. Viele Leute bedanken sich bei uns", freute sich der Unternehmer, der nicht nur wegen des Erfolgs seines MSV im Prestigeduell bei Rot-Weiß Oberhausen bester Stimmung war. Alle Beteiligten hätten optimal zusammen gearbeitet: Die ausführenden Bau-Experten, die
Sparkasse, die Evangelische Kirche als Erbbaurechtsgeber und die städtischen Bau-Behörden. "Ihre Bauleute sind einfach
spitze", sagte er mit Blick auf die ebenfalls anwesende OB Bärbel Zieling. Diese wiederum fand es besonders sympathisch, dass das
Seniorenstift mitten in einem Wohngebiet gebaut wurde und ein Gefühl der Isolation erst gar nicht bei den älteren Menschen entstehen kann.
Dank des Engagements der Hellmich-Gruppe seien 240 Pflegeplätze entstanden und das Defizit in diesem Bereich reduziert worden.
Der Pflegebedarfsplan, der vor wenigen Jahren noch 600 bis 700 fehlende Plätze auswies, werde überarbeitet, kündigte Zieling an. Das Hamborner Projekt treffe aber auf einen entsprechenden Bedarf. "Machen Sie weiter", wünschte sich das Stadtoberhaupt von Walter
Hellmich. Dass sich die Wanheimerorter über das Seniorenstift freuen, machte Werner Halverkamps vom dortigen Bürgerverein
deutlich. Er überreichte dem Firmenboss einen Spendenscheck über 350 Euro. Mit dem Geld soll eine Bank im Außenbereich des Stiftes
finanziert werden.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Rolf Kiesendahl
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31.08.2004 Sparkassen-Chef kann Anfang Dezember einziehen
  Das ging fix. Am 20. Februar wurde für den Wohnkomplex am Philosophenweg 52-56 im Innenhafen der Grundstein gelegt, gestern konnte Bauherr Walter Hellmich Richtfest feiern. Und Hellmich will weiter "Gas geben". "Sie können am 8. oder 9. Dezember einziehen", versprach Hellmich auch Sparkassen-Vorstandschef Artur Grzesiek, der seinen Wohnsitz nun nach Duisburg verlegen wird. Schon jetzt steht nicht nur der Rohbau, auch Verklinkerung, Fensteranlagen und Elektroinstallation sind auf einem guten Weg.

6,3 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen. 25 Wohnungen in der Größe von 70 bis 120 Quadratmetern entstehen, die zu einem Preis von 2200 Euro pro Quadratmeter verkaufen werden. Das Erdgeschoss soll gewerblich genutzt werden. So wird Hellmich-Schwiegersohn Thomas Blatt seine Anwaltskanzlei im Innenhafen einrichten. "Wir wollen noch weiterbauen", erklärte Hellmich. Verhandlungen würden bereits geführt. (the)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG


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30.08.2004 240 Pflegeplätze im Bezirk geschaffen
  ERÖFFNUNG / Bauunternehmer Walter Hellmich weihte drittes Seniorenstift in Wanheimerort ein. Platz für 80 Bewohner.

Die Eröffnungsrede begann Walter Hellmich mit einem Bekenntnis: "Der Standort Duisburg ist uns wichtig", betonte der Bauunternehmer bei der Präsentation des Hewag-Seniorenstiftes in Wanheimerort. Damit zog er nicht nur eine Zwischenbilanz, sondern kündigte direkt weitere Maßnahmen im sozialen Bereich an. So ist bereits für Hamborn Konkretes geplant. Gestern galt es jedoch, das neue Haus an der Fuchsstraße der Öffentlichkeit vorzustellen.

"Sie haben wirklich Gas gegeben"
Bereits seit dem 15. Juli werden dort 80 Senioren in Einzelzimmern betreut. Damit ist das Haus das dritte, das die Hewag Seniorenstift Duisburg GmbH im Stadtgebiet eröffnet. Alle drei Häuser liegen im Bezirk Mitte. "Und zwar mitten im Wohngebiet", wie Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling in ihrem Grußwort betonte. "Das ist besonders sympathisch."

Der Bauherr selbst zeigte sich stolz: "Wir haben etwas Wunderbares für alte Menschen geschaffen." Für die drei Heime in Neudorf, Duissern und nun Wanheimerort seien insgesamt 34 Millionen Euro investiert worden. Zehn Millionen kostete das neueste Stift der Hewag Betreibergesellschaft. In jeder der drei Einrichtungen entstanden 150 Arbeitsplätze.

"Sie haben wirklich Gas gegeben", lobte Zieling und bezog sich dabei erst im Nachsatz auf den MSV-Erfolg vom Wochenende. Die Arbeiten seien stetig und zügig voran gegangen. "Das ist insbesondere wichtig, da der Pflegeplatzbedarfsplan für Mitte noch vor wenigen Jahren 600 fehlende Plätze auswies". Alleine wegen der Hewag-Häuser seien dies nun 240 weniger. "Dabei stehen die lichtdurchfluteten Gebäude für anspruchsvolle Architektur", so Zieling.

Die gute und schnelle Zusammenarbeit mit den Partnern hob Hellmich hervor. "Die Sparkasse hat uns ebenso gut unterstützt, wie die evangelische Kirche als Erb-rechtsgeber." Das Stift sei aber eine Heimat für alle Konfessionen.

Eine tolle Geste hatte sich der Wanheimerorter Bürgerverein ausgedacht. Die Mitglieder hatten gesammelt und überreichten Hellmich einen Scheck über 350 Euro zum Kauf einer Bank - und als Symbol, dass ein Seniorenstift in einem Wohngebiet gerne gesehen wird.

NRZ/ LOKALAUSGABE / DUISBURG / Marco Hofmann
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29.08.2004 Eine Arena für die erste Liga
  MSV-Präsident Hellmich bringt Bewegung in seinen Verein und gilt als Hoffnungsträger. Davon soll der Standort Duisburg profitieren.

Derzeit läuft beim Bau der MSV-Arena im Duisburger Sportpark Wedau alles nach Plan. Walter Hellmich, der als MSV-Präsident von den Fans im Moment mehr gefeiert wird als die Protagonisten auf dem Rasen, zeigt sich sehr zufrieden: "Das Stadion wächst in Rekordzeit. Ende des Jahres ist es fertig. Dann haben wir eine der modernsten Arenen in nur 15 Monaten gebaut, und das bei laufendem Spielbetrieb."

Die Kosten des Stadionbaus in Höhe von insgesamt 43 Millionen Euro sind durch Fremd- und Eigenkapital fast gedeckt. Es fehlen noch 2,5 Millionen Euro Eigenkapital. "Dafür habe ich mich persönlich verbürgt, falls nicht doch noch Investoren gefunden werden. Sicherlich auch nicht alltäglich bei einem solchen Projekt. Aber es ist richtungsweisend für die ganze Stadt und für die gesamte Region", erklärt der 60-Jährige.

Hellmich gilt als Hoffnungsträger in der Region. In Duisburg will er noch viel erreichen. Visionen waren ja schon immer sein Ding. So auch in Dinslaken, als er mit der DTG Blau-Weiß in die Tennis-Bundesliga aufgestiegen ist und dann sogar Deutscher Meister wurde. Jetzt träumt ganz Duisburg von der ersten Fußball-Bundesliga. Gekleckert wird nicht. Und Bescheidenheit dürfte fehl am Platze sein. Hellmich wird konkret: "Natürlich wollen wir so schnell wie möglich erstklassig werden. Wir bauen doch nicht so ein Schmuckkästchen mit 32 500 Plätzen für die zweite Liga. Unser Saisonziel heißt Aufstieg."

Ausverkauft sein könnte die bereits jetzt schon 23 000 Plätze bietende "Baustelle" beim nächsten Heimspiel am 12. September. Dann kommt der Revier-Rivale Rot-Weiß Essen. Der MSV will dabei seinen Heimnimbus wahren. Denn seit Baubeginn haben die Zebras zu Hause nicht mehr verloren. Hellmich hat schon viel bewegt. Vor allem hat er beim MSV aufgeräumt und das Provinzielle beseitigt.

Finanziell sind die Zebras mittlerweile aus dem Gröbsten heraus. Das Club-Management macht zusehends Fortschritte. "Es ist uns gelungen, namhafte Unternehmen aus der Region als Partner zu gewinnen. Und das auch langfristig. Wir haben das Sponsoring seit meinem Amtsantritt verdreifacht. Wir müssen es aber vervierfachen. Für viele unserer Partner ist es ein Bekenntnis zur Stadt, aber es muss noch viel stärker werden", sagt Walter Hellmich.

Wie reife Früchte fallen die Sponsoren natürlich nicht von den Bäumen. Aber Walter Hellmich ist kein Weg zu viel. Er versteht es, für seinen Verein zu werben: "Der MSV ist wieder ein ausgezeichneter Werbeträger geworden. Und es geht darüber hinaus. Der Business-Bereich ist eine Plattform für alle Zielgruppen, egal ob aus der Wirtschaft, Politik oder aus den Medien. Es ist eine ideale Plattform, um bestehende Beziehungen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen oder einfach, um Kunden zu betreuen. Es ist eine Investition in die Zukunft aller Beteiligten. Und somit können alle gemeinsam davon profitieren. Ich glaube, dass wir in Zukunft noch viele Partner bekommen werden, sowohl Mittelständler als auch Großunternehmen."

Ende des Jahres soll die MSV-Arena fertig sein. Nicht nur die Fans fiebern diesem Augenblick entgegen. Doch ein Name für das neue Prunkstück ist derzeit noch nicht gefunden. Ein Sponsor wird gesucht. Kontakte sind geknüpft, doch Ergebnisse gibt es noch nicht zu vermelden.

Die Arena, die früher Wedaustadion hieß, befindet sich auf einem altem Kruppgelände. Die umliegenden Straßen tragen die Namen der Krupp-Erben. Wäre die ThyssenKrupp AG - mit ihrem Stahlwerk das größte Duisburger Unternehmen - als Namens-Sponsor nicht geradezu prädestiniert? Walter Hellmich antwortet ohne Umschweife: "Das wäre fantastisch. Wir haben sehr stichhaltige Argumente für eine solche Zusammenarbeit. Es wäre ein Signal, das die Verbundenheit des Weltunternehmens zur Stadt und zur Region dokumentiert. Außerdem leben Tausende ThyssenKrupp-Mitarbeiter im direkten Umfeld der neuen Arena, und sie identifizieren sich enorm mit dem MSV."

Derweil sieht Walter Hellmich weiter nach vorne. Er hat sich kein gemütliches Pflaster ausgesucht. Aber Duisburg ist nun einmal seine Heimat. Die Stadt ist nicht auf Rosen gebettet. Große Projekte laufen nur schleppend an. Bei der neuen Arena ging dagegen alles zügig. Hellmich leistete Überzeugungsarbeit und bewegte die Verantwortlichen zum Handeln. "Schließlich waren die 7,5 Millionen Euro der Stadt für die neue Arena kein Geschenk, sondern eine Investition. Und ich bin sicher, dass es eine außerordentlich gute war. Das Stadion dürfte eine Initialzündung sein. Es kann doch nicht sein, dass es in Duisburg, immerhin elftgrößte Stadt in Deutschland, nicht aufwärts geht", sagt Hellmich.

WELT am Sonntag, Martin Plich
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28.08.2004 Baustellen sind Spezialität von
  Duisburgs Fußballer wollen Fans in Massen in die Arena locken

"Wir bauen einen neuen MSV", unter diesem Motto hat MSV-Chef Walter Hellmich vor gut zwei Jahren seinen Dienst angetreten, den der umtriebige Bauunternehmer auch als Mission versteht. Mit atemberaubendem Tempo nehmen die von ihm voran getriebenen Baustellen Gestalt an.

Der Mann baut. Und wie! Die Arena ist Chefsache. Kaum ein Tag, an dem der "Big Boss" nicht nach dem Rechten schaut. Was er sieht,
lässt sein Herz vor Freude hüpfen. Und das der Duisburger. In Rekordtempo wächst die moderne Arena, bereits im November soll der blau-weiße Fußballtempel fertig sein. In zwei Wochen werden im Derby gegen Essen auf den drei zur Verfügung stehenden Tribünen 20 000 Zuschauer erwartet...
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WAZ / Gerd Böttner / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN
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25.08.2004 Starker Preisverfall
  WIRTSCHAFT / Bauunternehmer Hellmich kann sich nicht an derart schlechte Zeit erinnern.

Walter Hellmich, dessen Unternehmen zur Bauindustrie gehört, bestätigt die Situation. Seit 35 Jahren ist er im Geschäft: "Eine so schlechte Zeit über einen so langen Zeitraum habe ich noch nicht erlebt." Er befürchtet, dass die Baubranche Arbeitplätze abbauen muss. Er selbst habe seinen Mitarbeiterstamm von 1000, davon 600 im Baubereich, "bis auf kleinere Dinge halten können."

Als problematisch empfindet Hellmich, dass der Preisverfall immer stärker werde und die Firmen nicht mehr kostendeckend anbieten können. "In Duisburg sind alle krank", sagt er. Die Industrie tue nur verhalten etwas. Die öffentliche Hand habe zwar einen großen Reparaturstau, aber kein Geld.

Seiner Meinung nach müsste die öffentliche Hand zu anderen Formen der Finanzierung kommen. Wenn sie jetzt azyklisch investierte, bekäme sie gute Preise. (p.s.)

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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24.08.2004 MSV Intern
  Nachwuchs

Thomas Nellen - Mitarbeiter der Hellmich Marketing & Security Management GmbH, dem Marketingpartner des MSV Duisburg - ist gestern Morgen in Hamburg zum zweiten Mal Vater geworden.
Ehefrau Mike brachte per Kaiserschnitt eine gesunde Tochter - Luisa Marie (50 cm/3000 Gramm) - zur Welt. Sohn Yannick freut sich mit
den Eltern.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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17.08.2004 Na, wie isset ? GUTEN MORGEN
  Nervend oder nützlich ? Verzichtbares Marterinstrument oder unerlässlichliches Kommunikationsmittel ? Diese Frage nach der Klassifizierung seines Handys muss jeder Mobiltelefonierer für sich beantworten. Fest steht indes, dass Rheinhausens Werbering-Chef Karsten Vüllings im beschaulichen Greetsiel nahe der Nordseeküste aus der Ferienruhe geklingelt wurde. Was er sich allerdings gerne gefallen ließ. Denn aus dem Hörer sprach ihn Volker Kaus an. Der ist bei der Hellmich-Gruppe Projektleiter für das Markt-Forum und kündigte die Spende fünf neuer Bäume im Wert von rund 1000 Euro für den verwüsteten Asterlager Diergardt-Park an. Auch ein Treffen mit den Organisatoren der für den 5. September geplanten Benefiz-Fete hat Vüllings, von denen um Hilfe gebeten, via Handy bereits fest terminiert. Womit klar wird, so ein Teil hat auch ...... sein Gutes.

NRZ / LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN

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13.08.2004 Arena muss "Zebras" Beine machen
  Rasen ist für den MSV ausgerollt - Fans erwarten prompte Wiedergutmachung

Die Arena wächst und wächst und wächst. Ein Stadionschmuckkästchen in seiner Fertigstellung quasi schon auf der Zielgerade. Im ersten Heimspiel der Saison erwartet der MSV heute (19 Uhr) Aufsteiger 1. FC Saarbrücken. Ein Unternehmen am Freitag, dem 13., unter dem Diktat der Wiedergutmachung (siehe Dresden) und als vertrauensbildende Maßnahme mit Blick auf die Zukunft.

Der Rasen ist für die "Zebras" buchstäblich ausgerollt. In den letzten Wochen wuchs die Bühne der Kicker zum saftigen Grün. Gestern wurde zur Einstimmung auf dem neuen Geläuf trainiert. Viele Blicke gingen auf die leeren Ränge, wo heute die Erwartung groß sein wird. Natürlich war auch Big Boss Walter Hellmich zugegen, um seine Angestellten noch einmal an die Wertigkeit der Heimpremiere zu erinnern. Die zahlende Kundschaft hat in den vergangenen Jahren genug gelitten, jetzt muss der Aufbruch
in freudvolle Zeiten gelingen. "Die Fans müssen das Gefühl haben, dass sie zu einer Party im eigenen Wohnzimmer gehen und nicht zu
einer Beerdigung", weist Cheftrainer Norbert Meier zukunftsorientiert die Richtung. Man müsse Begeisterung entfachen und sich die
Gunst der Zuschauer erarbeiten. Wenn die "Zebras" die Menschen motivieren, dann kommt auch die Zeit, in der die Menschen die
Motivation zurückgeben.

Der neuen Arena räumt Meier einen großen Stellenwert ein. "Es muss doch für jeden Spieler etwas Herrliches, eine Auszeichnung und eine tolle Geschichte sein, in dieser Arena aufzulaufen. Mir würde es hier allemal so ergehen." Die blitzblanke neue Heimat soll den "Zebras" Beine machen....

WAZ / Lokalausgabe Duisburg / Gerd Böttner
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09.08.2004 Zitat zum Stadionbau in Dresden
  "Ich würde mich freuen, in Dresden tätig werden zu können. Aber die Angelegenheit ist noch in ziemlich weiten Säcken. Entscheidend ist, dass die Verantwortlichen die richtigen Schritte machen. In Duisburg haben wir das vorgemacht, hier hat es bis zu Realisierung 20
Monate gedauert."

MSV-Chef Walter Hellmich auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, auch in Dresden eine moderne Fußball-Arena zu bauen

WAZ / Lokalausgabe Duisburg
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03.08.2004 Dauerkarten für den MSV sind bisher ein Renner
  Mit 3850 verkauften Saisontickets zog der MSV zu Beginn des Tageskartenverkaufs eine positive Bilanz des bisherigen
Dauerkartenverkaufs. "Das bedeutet rein numerisch ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wir freuen uns, dass wir in der
neuen MSV-Arena einen deutlichen Zuwachs zu verbuchen haben. Allerdings müssen wir noch deutlich nachlegen. Ich hoffe, dass wir in
dieser Saison die 4000er Marke noch schaffen. Wer jetzt seine Dauerkarte erwirbt, nutzt noch den Spartarif 15 Spiele zahlen und 17 sehen und wird im Winter als Dauerkartenkunde Zeuge der Einweihung der kompletten MSV-Arena", so MSV-Chef Walter Hellmich. In der Saison 2003/2004 sicherten sich 3000 Fans ihre
Dauerkarte - ein Drittel davon zum Sondertarif auf der Vortribüne, der im Rahmen des Abrisses der alten Haupttribüne angeboten wurde.
Die MSV-Fans signalisieren, dass sie heiß auf den Saisonstart sind. Rund 1200 Tickets wurden am ersten Tag des freien Verkaufs für die
ersten drei Heimspiele des MSV Duisburg in der MSV-Arena von den Fans erworben. Vor allem das Auftaktspiel gegen Saabrücken sowie das Derby gegen Rot-Weiß Essen standen im Fokus. "Schön, dass bereits viele Fans unserem Aufruf folgten, den Vorverkauf zu nutzen. Unsere Empfehlung für den Vorverkauf gilt weiterhin", freute sich Geschäftsführer Björn Bremer.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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02.08.2004 MSV vor dem Ligastart - Stunde Null
  Vor zwei Tagen wurde Paul Märzheuser, 16 Jahre lang MSV-Präsident, 80 Jahre alt. Er steht für einen erfolgreichen Lauf der
"Zebras". Erste Liga, natürlich, UEFA-Cup, auch das. Vor zwei Tagen, nämlich Samstagabend, verlor der MSV beim FC Brügge, was keine Schande ist. Die Belgier düpierten bereits Dortmund, sie spielen wieder um den Einzug in die Champions League und sind
belgischer Vizemeister. Was unter Märzheuser war, soll unter Walter Hellmich wieder Wirklichkeit werden, nämlich die Rückkehr in
die erste Liga...Denn nach blau-weißen Erfolgen sehnt sich die Fangemeinde. Duisburg sitzt in den Startlöchern.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Klaus Offergeld
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23.07.2004 MSV Duisburg
  …Zum Ende des Jahres plant der MSV den Abschluss der im Juli 2003 begonnenen Komplettmodernisierung des ehemaligen Wedaustadions in eine reine Fußball-Arena. Doch nicht das runde Leder soll dort für Leben sorgen. Wenn die Haupttribüne fertig ist, "dann haben wir Platz für viele Veranstaltungen, in der MSV-Arena soll es niemals dunkel werden", kündigte Hellmich an. Ein ganz besonderes Schmankerl haben sich die Duisburger für fußballverrückte Heiratswillige einfallen lassen: Im neuen Wedau-Stadion sollen sie sich künftig das Ja-Wort geben können.

© Deutsche Presse Agentur GmbH 23.07.2004 / 14:27:34
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16.07.2004 Im Hafen steigen die Raketen hoch
  RUHRORT / Die Sonne begleitete den Auftakt des 11. Hafenfestes. Dicht gefülltes Programm heute, morgen und am Montag. Schützen küren ihre neuen Majestäten.
Der Auftakt hatte es in sich. Auf die Minute pünktlich zur Eröffnung des 11. Hafenfestes in Ruhrort zeigte sich gestern Nachmittag die Sonne wieder. So konnte Organisator Walter Pavenstedt bei der traditionellen Eröffnung vor der Schifferbörse mit mehr Überzeugungskraft die vielen Höhepunkte des viertägigen Festes herausstellen. Mit dem Hafenchor und dem Schirmherrn dieses Jahres, dem Bauunternehmer und MSV-Vorsitzenden Walter Hellmich, ging es dann weiter. Hellmich betonte auch bei dieser Gelegenheit, dass es mit vereinten Kräften gelingen müsste, den "schlafenden Riesen" Duisburg aufzuwecken.
Nach drei Glockenschlägen und dem Anzapfen des Freibieres konnte das Treiben beginnen. Nachmittags spielten und sangen auf mehreren Bühnen Musikgruppen und der Kinderchor der Kirchengemeinde St. Maximilian, während mehrere Schiffe wie der Schlepper MS Lippe längsseits gingen, um eine Besichtigung zu ermöglichen....
(ama).

NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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13.07.2004 Zwischen Aufschwung und Fiasko
  Stadt legt Jahresbericht 2003 vor - Strukturwandel kommt voran - Defizit

Für den politisch interessierten Bürger ist es ein informatives Lesebuch mit spannenden Geschichten aus dem Jahr 2003. Höhepunkte und Tiefschläge sind in dem Geschäftsbericht der
Stadt Duisburg festgehalten.....

.... Doch der Blick zurück zeigt, wie viel sich in Duisburg bewegt hat, auch wenn die Stadt pleite ist. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, so meinte OB Bärbel Zieling bei der Vorstellung, seien wichtige Akzente gesetzt worden auf dem Weg zum Strukturwandel. Der Innenhafen mit seinen innovativen
Projekten und attraktivem Wohnviertel gehöre dazu wie auch die Ansiedlung von Infineon, das neue Wedau-Stadion oder die vorgesehenen Projekte Urbanum, Multi Casa und Forum. Die
Stadt, so die OB, sei als Partner des Handwerks ausgezeichnet worden und habe einen Meilenstein im Rahmen des Projekts
"Mittelstandsfreundliche Verwaltung NRW" gesetzt.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG / Klaus Johann


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13.07.2004 Bagger für das große Warenhaus rollen im Oktober
  Die Bagger für das Marktforum werden im Oktober rollen. Nachdem der Rat dem 15-Millionen-Euro-Warenhaus in der Rheinhauser City zugestimmt hat, wird im ersten Schritt der Bauphase die Duisburger Straße umgestaltet - mit doppelreihigen Parkplätzen auf der Seite des Marktes. Im Herbst macht Bauunternehmer Hellmich dann Ernst: Auf der Fläche des heutigen Parks im Winkel Markt/Atroperstraße entsteht das Einkaufszentrum mit Parkdeck, von dem Hellmich-Prokurist Volker Kaus sagt: "Das wird so schön, dass könnten wir genau so an der Kö in Düsseldorf bauen."…

CHRISTOPH GIRSCHIK, NRZ / LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN
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11.07.2004 Gelungener MSV-Arena-Tag mit rund 15.000 Besuchern
  Schon weit vor 11.00 Uhr schlenderten die ersten Besucher über die Anlage der MSV-Arena. So groß war die Neugier, die MSV-Arena bis in den letzten Winkel in Augenschein zu nehmen. Gegen Mittag herrschte Volksfeststimmung rund um die Tribünen. Ob Probesitzen bzw. Probestehen auf der König Pilsener Tribüne und der OST Tribüne, ob bei den Arena-Führungen, der Mannschaftspräsentation oder der Autogrammstunde - der Andrang ließ bis in den Nachmittag nicht nach. Schätzungsweise 15.000 Besucher - darunter auch viele Kinder - nutzten den MSV-Arena-Tag und freuten sich, dass der Himmel ein Einsehen mit den Zebras hatte und nicht weinte. "Heute hat sich gezeigt, dass sich die Arbeit lohnt und wir auf dem richtigen Weg sind" - meinte MSV-Chef Walter Hellmich am Nachmittag gegenüber der Presse. "Die Leute sind neugierig auf die Arena. Der Zulauf heute war überwältigend."

Dagmar Dahmen, Pressestelle MSV Duisburg
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09.07.2004 Blaue Illumination der neuen MSV-Arena
  MSV-Arena in Blau, so soll sich der Lichterbogen künftig um das Tribünenviereck spannen. Während der emsigen Bauphase vergeht nahezu kein Tag, an dem das Schmuckstück der "Zebras" nicht mit einem weiteren Glanzlicht aufwartet. Mittlerweile ist auch der neue Rasen in der Arena (mit der erforderlichen Heizung darunter) verlegt und soll bis zum ersten MSV-Heimspiel in der neuen Saison am dritten Augustwochenende (13. - 16. August) gegen Zweitliga-Aufsteiger Saarbrücken die entsprechende Konsistenz aufweisen. Bis dahin soll zumindest die Struktur der zukünftigen neuen Haupt- (Sparkassen)-Tribüne erkennbar sein, die Arena in ihrer "Kastenform" stehen. Für Ende des Jahres ist bekanntlich die Fertigstellung vorgesehen, die Zeit läuft also. Als neues Highlight stellte der MSV nun also die blaue Illumination der Tribünen vor, die für besondere Stimmung während künftiger Abendspiele sorgen soll. Alles im Zeitplan, klingt es derweil aus der "Zebra"-Zentrale. Über den Stand der Dinge beim Bau der MSV-Arena können sich Besucher Sonntag beim MSV-Arena-Tag informieren. Hier besteht auch die MÖglichkeit, sich noch Dauerkarten (zu vergünstigten Konditionen) für die neue Saison zu besorgen.

WAZ Duisburg
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30.06.2004 MSV Duisburg plant kirchliche Trauungen im Fußball-Stadion
  Fußball-Zweitligist MSV Duisburg will in seinem neuen Stadion künftig kirchliche Trauungen durchführen lassen. Wie der Vereins-Vorsitzende Walter Hellmich bestätigte, stehe man in Verhandlungen mit der evangelischen Kirchengemeinde des Duisburger Stadtteils Wanheimerort. Erste Gespräche mit Pfarrer Jürgen Muthmann fanden bereits statt. "Das Interesse von Brautpaaren, sich in der Arena das Ja-Wort zu geben, ist vorhanden", sagte Hellmich. Die im Juli 2003 begonnene Komplettmodernisierung des ehemaligen Wedaustadions in eine reine Fußball-Arena soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zwei der vier Tribünen sind bereits fertig gestellt, nach Hellmichs Plänen soll die noch im Rohbau befindliche Haupttribüne am ersten November-Wochenende nutzbar sein. "Dann haben wir Platz für viele Veranstaltungen, in der MSV-Arena soll es niemals dunkel werden", kündigte Hellmich an.

Deutsche Presse-Agentur
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25.06.2004 Hellmich eröffnet drittes Pflegeheim
  80 neue Pflegeplätze an der Fuchsstraße

Wanheimerort. Die Handwerker legen beim Innenausbau und in den Außenanlagen zwar noch Hand an. Aber am 15. Juli soll es offiziell
eröffnen: das neue Hewag-Seniorenstift an der Fuchsstraße in Wanheimerort, genau gegenüber vom Bauspielplatz. Es bietet künftig 80 Alten und Pflegebedürftigen ein Heim.

Damit eröffnet die auf Alten- und Pflegeheime spezialisierte Hellmich-Vita AG, ein Unternehmen der Walter-Hellmich-Gruppe in
Dinslaken, ihr siebtes Heim. Nach der Brauerstraße in Duissern (2002) und der Karl-Lehr-Straße in Neudorf (2003) ist es das
dritte in Duisburg. Eine weitere Einrichtung ist in Hamborn geplant.
"Nach dem Pflegebedarfsplan der Stadt gab es in Wanheimerort ein Defizit an stationären Pflegeplätzen", berichtete gestern Dr. Uwe
Kasimier vom Vorstand der Hellmich-Gruppe. Das sei nun geschlossen.
Auf einem knapp 6 000 Quadratmeter großen Erbpacht-Grundstück der Evangelischen Kirche sind in elf Monaten Bauzeit 4 000 Qua-dratmeter Nutzfläche entstanden. Herzstück der Einrichtung ist das halbrund angelegte Cafe´ des Hauses im Erdgeschoss, in dem
künftig auch Gottesdienste stattfinden werden. 80 Einzelzimmer, alle vollständig möbliert, erwarten die künftigen Bewohner. Sie können
auf Wunsch individuell eingerichtet werden. "Ein Großteil der Zimmer ist bereits vergeben", so Dr. Kasimier. Die Nachfrage sei groß. Die Zimmer sind 24 Quadratmeter groß. Von einer Großküche im Hause aus werden die Bewohner versorgt. Das Essen wird in den drei
Gemeinschaftsräumen eingenommen, für die das Haus in drei Bereiche unterteilt ist. 50 Pflegekräfte und Mitarbeiter werden an der
Fuchsstraße künftig arbeiten. Leiter aller bislang drei Duisburger Hewag-Heime ist Uwe Makschin. Der Pflegedienst vor Ort untersteht
Annelie Biergans, die zuvor in gleicher Funktion an der Karl-Lehr-Straße tätig war. Sie will alten und kranken Menschen hier ein lebenswertes Zuhause bieten - mit einem abwechslungsreichen Tagesablauf aus Gymnastik, Basteln, Spielen und Ausflügen.

WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
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09.06.2004 MSV-Präsident: Beim Business ist immer Saison
  Im Herbst wird Duisburg um ein Schmuckkästchen reicher sein. Doch nicht nur die MSV-Kicker sollen in der Arena zuhause sein. Bauherr und Motor Walter Hellmich sieht das Stadion auch als Zentrum für Unternehmenskommunikation.Walter Hellmich will mehr bewegen. Den MSV in die 1. Liga zu führen, ist nur die eine Seite. Der Businessbereich mit 1300 Plätzen wird mit der größte Veranstaltungsbereich in Duisburg sein. Eine Chance, die Hellmich nutzen will: "Das Stadion soll zur Plattform für die heimische Wirtschaft werden. Ich hoffe auf einen regen Austausch zwischen Politik, Unternehmen und den Fans. Einen idealeren Kommunikationsmotor als den Sport könne er sich nicht vorstellen. Im Business-Bereich soll immer Saison sein. Zwischen den Spielen wie auch in der Sommer- und Winterpause.Hellmich geht die Schere zu weit auseinander zwischen Anspruch der Stadt und Wirklichkeit: "Wir sind immer noch die zehntgrößte Stadt in Deutschland, doch wird dies nicht entsprechend dargestellt." Dabei setzt er auf die Politik, die in letzter Zeit nicht gerade mit Erfolgsmeldungen überraschte. Doch auch von der Wirtschaft erwartet er mehr Engagement, Investitionsbereitschaft. Das Beispiel des Stadionbaus beweise, dass mit Vertrauen, Überzeugungskraft und Verlässlichkeit Projekte auf mehrere Schultern verteilt werden könnten. Dabei sei es nicht immer einfach, Firmen für Investitionen in der Stadt zu begeistern. Die Beziehungen, so meint Hellmich, seien über Jahre nicht gepflegt worden: "Wer in dieser Stadt, mit der idealen Infrastruktur keinen Erfolg hat, der macht etwas falsch." Hellmich möchte neben König, Haniel, Sparkasse, Rheinfels, Stadtwerke, duisport, Gebag, Thyssen, Philips weitere Firmen ins Boot holen, regt einen Austausch mit der Politik an: frei von jeder Polemik. Auf eines würde er in der Diskussion ganz bestimmt hinweisen: "Alle Großprojekte müssen kommen. Vom Urbanum über forum bis zu Multi Casa."

Klaus Johann, WAZ online
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04.06.2004 Infineon-Rohbau ist fertig
  Bauunternehmer rechnet mit insgesamt 14 Monaten Bauzeit

Duisburg. Nach acht Monaten Bauzeit ist der Rohbau des neuen Infineon Development Center Duisburg, dem zweitgrößten Entwicklungszentrum für Speicherchips in Europa, fertig. Auf der Infineon-Baustelle im Duisburger Süden ist am heutigen Freitag (04.06.2004) Richtfest gefeiert worden. Ende November soll das hochmoderne Gebäude, das nach den Entwürfen des Münchener Architekturbüros TEC PMC gebaut wird, fertig sein.
"Es gibt kaum gerade Wände und die Dachkonstruktion ist sehr aufwändig", erläutert Walter Hellmich, Geschäftsführer der gleichnamigen Baugesellschaft, die besonderen Herausfor-derungen am Bau. "Wo jetzt noch nackter Beton zu sehen ist, werden bald Holzschindeln die Fassade kleiden."
Investor ist die Erste PRIMUS Projektgesellschaft mbH aus Düsseldorf. Die Gesellschaft verwirklicht das Projekt und vermietet die Immobilie an Infineon.
Auf ca. 11.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen 250 hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten, die bislang auf verschiedene Standorte in Düsseldorf und Duisburg verteilt sind. Am Angerbogen werden sie Halbleitersysteme für die drahtgebundene und mobile Kommunikation sowie für die Automobilelektronik entwickeln. Außerdem werden hier die Vertriebsaktivitäten gebündelt.

Quelle: www.gfw-duisburg.de (Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH)


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18.05.2004 Neue Wege für die Heimunterbringung
  SENIORENSTIFT / Hünxer CDU regt alternative Versorgungsmöglichkeiten für die Zukunft an.

HÜNXE. Eine Abordnung der Hünxer CDU-Fraktion besuchte das HEWAG-Seniorenstift. Heimleiter Konrad Fuchs führte die Politiker durch das Haus und es ergaben sich Gespräche mit den Bewohnern. Wie beide Seiten betonten, sei das Seniorenheim eine unverzichtbare Institution in Hünxe, die vielen pflegebedürftig gewordenen Hünxern die Gelegenheit biete, ihren Lebensabend in ihrer Heimat zu verbringen. Auch die gute Anbindung der benachbarten Wohnlagen ans Heim wurde begrüßt….“

NRZ / LOKALAUSGABE / DINSLAKEN

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